Leichtathletik-Talente des TSV Asendorf

Drei grandiose Wochen

Bei Kaderwettkämpfen hat Leichtathletik-Talent Leon Michelmann (TSV Asendorf) zwei Kreisrekorde gebrochen. Auch Teamkollege Aaron Purschwitz verbesserte sich.
28.05.2021, 10:55
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Von Niklas Golitschek
Drei grandiose Wochen

Leon Michelmann vom TSV Asendorf überragte im Weitsprung mit zwei Mal 6,55 Metern und stellte damit den Kreisrekord aus dem Jahr 1992 ein.

Niklas Golitschek

Die Leichtathletik-Saison hat noch gar nicht richtig begonnen, da überschlagen sich beim TSV Asendorf die Sensationsmeldungen: Zwei Kreisrekorde und eine bundesweite Jahresbestleistung zählte Trainerin Ute Schröder bei den Kadersportfesten der vergangenen Wochen. Da gerieten die erreichten Normen fast in den Hintergrund. E-Kader-Athlet Leon Michelmann überragte im Weitsprung mit zwei Mal 6,55 Metern. Damit stellte er den Kreisrekord der M15 von Roman Fricke aus dem Jahr 1992 (6,38 Meter) ein. Die DM-Norm hätte er bereits mit 6,20 Meter geknackt.

Dieses Ticket löste er außerdem im Dreisprung. Mit 13,28 Metern verdrängte er außerdem John David Reiß aus der Kreisbestenliste – der hatte 2012 einen Satz über 12,99 Meter hingelegt. Mit dieser Leistung baute er außerdem Platz eins der bundesweiten Jahresbestenliste aus. Bereits Mitte Mai hatte er hier mit 12,74 Meter die Führung übernommen. Auch über 100 Meter gelang ihm in 12,19 Sekunden die DM-Norm. Im Hochsprung fehlten ihm mit 1,77 Meter noch drei Zentimeter für die deutsche Schülermeisterschaft.

Schwester Lynn kam im Weitsprung auf 4,65 Meter und 9,31 Meter im Dreisprung, allerdings ohne Wertung. Selbst eine Altersklasse höher wäre das die Qualifikation für die Landesmeisterschaft gewesen. Bei einem leicht übergetretenen und daher ungültigen Sprung wurden sogar 10,30 Meter gemessen. Trainerin Ute Schröder zeigte sich zuversichtlich, dass Michelmann in diesem Jahr auch in den E-Kader aufgenommen wird – bisher war sie zu jung.

Kaderathlet Aaron Purschwitz (U18) verpasste es dagegen, bereits Mitte Mai sein DM-Ticket zu lösen. Mit 12,79 Meter verbesserte er sich Mitte Mai dennoch um mehr als einen halben Meter. "Er hat Probleme mit dem Schienbein und kann nicht so laufen und springen, wie er will", erklärte die Trainerin des TSV Asendorf. Die 100 Meter lief er dennoch in 12,09 Sekunden – trotz starken Gegenwindes. Im Weitsprung fehlte mit 5,86 Meter noch fast ein Meter für die DM-Norm.

Die Resultate nach der mehrmonatigen Wettkampfpause stimmen Ute Schröder zuversichtlich für die kommenden Monate. "Bei beiden ist noch viel Luft nach oben", frohlockte sie. Sie hätten in den vergangenen Monaten hart trainiert und sich während der Platz- und Hallensperren draußen und mit Alternativtraining fit gehalten. "Man kann man Sprints und Waldläufen viel erreichen", bilanzierte Schröder.

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