Gemeindrat Asendorf Haushaltsausgleich erreicht

Keine Schulden und ein Bankbestand von mehr als einer Million Euro: Die Finanzlage der Gemeinde Asendorf sieht gut. So legte es zumindest Kämmerer Hannes Homfeld den Ratsmitgliedern auf ihrer Sitzung dar.
26.01.2022, 16:58
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Haushaltsausgleich erreicht
Von Ivonne Wolfgramm

Asendorf. Als "überaus positiv" bezeichnete Hannes Homfeld, Kämmerer der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, die Finanzzahlen der Gemeinde Asendorf. Diese stellte er auf der Ratssitzung am Dienstag in der Grundschule den Ratsmitgliedern sowie Bürgermeister Gerd Brüning vor. Gleich mehrere gute Nachrichten konnte Homfeld überbringen. Vorweg: Der Rat beschloss den Haushalt einstimmig.

Bevor es aber um die aktuellen Zahlen ging, warf der Kämmerer nochmal einen Blick zurück – und zwar auf die Überschussrücklage des Jahres 2020. Die lag zum 31. Dezember 2020 bei rund 2,3 Millionen Euro. "Das ist ein ausgesprochen guter Wert", urteilte Homfeld. Bei dieser Rücklage handelt es sich um keinen Bankbestand, sondern um einen rein buchhalterischen Wert. Dieser kann aber dazu genutzt werden, Fehlbeträge in der Haushaltsplanung auszugleichen.

Ebenso sei die finanzielle Entwicklung der Gemeinde im Jahr 2021 sehr erfreulich gewesen. "Die ursprüngliche Haushaltsplanung wies im Ergebnishaushalt ein leichtes Defizit in Höhe von 36.700 Euro auf", erklärte Homfeld. Bereits zur Mitte des vergangenen Jahres hatte die Gemeinde diesen Ansatz überschritten und konnte bis zum Jahresende einen Überschuss von mindestens 250.000 Euro erwirtschaften.

Die Gesamtübersicht des Ergebnishaushaltes für 2022, der die laufenden Erträge und Aufwendungen abbildet, kann sich ebenfalls sehen lassen. Homfelds Berechnungen zufolge belaufe sich dieser auf einen positiven Gesamtsaldo von 285.700 Euro. "Im außerordentlichen Ergebnis haben wir einen einmaligen Überschuss von 160.000 Euro, der aus dem Verkauf von Grundstücken resultiert."

Insgesamt setzten sich die Erträge der Gemeinde Asendorf aus vier Bereichen zusammen: Steuern und Abgaben machen 86 Prozent aus und betragen für dieses Jahr etwa drei Millionen Euro; außerordentliche Erträge schlagen mit vier Prozent zu Buche. Auflösungserträge, die Investitionszuschüsse beinhalten, und sonstige Erträge (Konzession Strom und Gas, Miete, Pacht, Dividenden und ähnliches) machen jeweils fünf Prozent der Erträge aus. Auffällig sei hierbei besonders die Summe, die die Gewerbesteuer erzielt. 2021 waren es laut Homfeld 981.000 Euro: "Ein sehr hoher Wert."

Apropos Steuern: Für die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer liegt der Hebesatz für 2022 bei 420 Prozent. Im Vorjahr waren es 370 Prozent. Diese Erhöhung sei notwendig gewesen, da es sonst ein Defizit gegeben hätte – besonders bei der Grundsteuer B.

Im Gegensatz dazu stehen die Aufwendungen für dieses Jahr. Die Transferaufwendungen, also Samtgemeinde-, Kreis- und Gewerbesteuerumlage, liegen bei rund 2,7 Millionen Euro. Hinzu kommen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Abschreibungen und sonstige ordentliche Aufwendungen zu unterschiedlichen Prozentanteilen.

Schließlich gibt es auch gute Nachrichten zum Finanzhaushalt: Laut diesem verfügt die Gemeinde Asendorf über einen Bankbestand von 1,25 Millionen Euro, mit dem "Investitionen finanziert werden können", sagte Homfeld. Ebenso erfreulich: Die Gemeinde ist schuldenfrei und muss keine Tilgungsleistungen erwirtschaften.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+