Gemeinderat Asendorf Frischekur für den Spielplatz

Neue Spielgeräte und Möglichkeiten zum Verweilen - das soll es auf dem Spielplatz Hexenberg in Asendof bald geben. Über die genaue Umsetzung ist sich der Rat allerdings noch unklar.
23.03.2022, 17:10
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Frischekur für den Spielplatz
Von Ivonne Wolfgramm

Asendorf. Eine gute halbe Stunde brauchte der Gemeinderat Asendorf, um seine Tagesordnung für den öffentlichen Teil der mittlerweile fünften Sitzung abzuarbeiten. Dafür traf sich das Gremium am Dienstagabend im Gasthaus Steimke in Graue. Die Beratungen im Überblick:

Neue Spielgeräte für den Spielplatz "Hexenberg": Abgenutzt und wenig einladend präsentiert sich der Spielplatz, der zwischen den Straßen Oeffenkamp und Hexenberg liegt. "Ein neues Klettergerüst wurde schon aufgebaut", berichtete Gemeindebürgermeister Gerd Brüning, "Unsere Prämisse sollte lauten: Mehr Spielgeräte für kleine Kinder und Sitzmöglichkeiten für die Eltern." Dafür hatte Michaela Langer, die bei der Samtgemeindeverwaltung für den Bereich Spielplätze zuständig ist, dem Rat einige Vorschläge für Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten zur Auswahl gestellt: Nestschaukeln, ein Sandbagger, Balancierbalken, Federwippen und noch einiges mehr. Sonderlich angetan von diesen Vorschlägen zeigte sich Ratsherr Hermes Lemke (Grüne) allerdings nicht: "Die Spielgeräte sind nicht besonders attraktiv. Es ist sinnvoll, etwas anzubieten, womit die Kinder ihre Motorik schulen können." Als Beispiel nannte er den Spielplatz am Ehmken Hoff in Dörverden. "Das ist einfach traumhaft, da ist immer viel los." Spielgeräte für die Motorik, Balanciergeräte oder eine Nestschaukel konnte sich auch Jens Grimpe (SPD/Wählergruppe) gut vorstellen, besonders letzteres "ist sehr beliebt."

Auch in Sachen Sitzgelegenheiten waren sich die Ratsfrauen und -herren schnell einig. Ein Platz zum Verweilen für Eltern und Begleitpersonen sollte auf alle Fälle vorhanden sein. "Wir können den Asendorfern ruhig was gönnen und was Schönes schaffen", sagte Carsten Steimke (CDU/Wählergruppe). Im Verlauf der – recht kurzen Beratung – wurde deutlich: Eine Sitzgelegenheit aus Metall war der bevorzugte Wunsch der Ratsmitglieder, da diese pflegeleichter, haltbarer und nach Regengüssen wieder schneller nutzbarer wäre. Nur das Modell, welches die Samtgemeindeverwaltung vorgeschlagen hatte, traf weniger den Geschmack der Ratsmitglieder. Der abschließende Beschluss wurde mehrheitlich angenommen: Eine Sitzgelegenheit aus Metall soll auf den Weg gebracht werden; hinsichtlich neuer Spielgeräte sollen weitere Vorschläge eingebracht und auf der nächsten Sitzung beraten werden.

Spende zugunsten des Jugendhauses Asendorfes: 800 Euro wolle der hiesige Edeka-Markt spenden, teilte Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann dem Rat mit. "Das Geld stammt aus dem Pfanderlös und soll direkt an das Jugendhaus gehen." Der Rat nahm die Spende einstimmig an.

Umrüstung von Straßenlaternen auf LED-Leuchtmittel: Angeregt durch den Antrag der Martfelder SPD, die Lampen der Straßenlaternen innerhalb der Gemeinde auf LED umzurüsten, nahm Samtgemeindebürgermeister die Asendorfer Ratssitzung zum Anlass, das Beleuchtungskataster für die Gemeinde vorzustellen. "Bislang konnten in Asendorf 26 Lampen auf LED umgerüstet werden", berichtete Bormann. Bei insgesamt 217 Laternen macht das aber noch immer 191 Exemplare, die mit Quecksilber- oder Natriumdampf betrieben werden. Bei Kosten zwischen 1300 und 1500 Euro pro LED-Leuchtkörper ist die Umrüstung kein ganz günstiges Unterfangen, sagte Bormann. Zuschüsse in Höhe von 25 bis 30 Prozent seien aber möglich, entsprechende Förderanträge wolle die Samtgemeinde stellen.

Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine: "Wie gehen wir mit den Geflüchteten aus der Ukraine um? Gibt es genügend Möglichkeiten, sie in der Samtgemeinde unterzubringen?", wollte Ratsherr Rainer Dörhmann wissen. Darauf konnte Bernd Bormann antworten: "Wir sind auf alles vorbereitet und haben genügend Wohnraum." Bei den Bürgern der Samtgemeinde herrsche große Hilfsbereitschaft, besonders engagiert sei der Verein Kolos, der seinen Sitz in Bruchhausen-Vilsen hat, aber auch Lebenswege Begleiten. "Das ist ein großer Vorteil", sagte Bormann. "Wir müssen aber sehen, wie sich die Lage entwickelt."

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