Tag des offenen Denkmals Juwelen des Nordkreises

Der Tag des offenen Denkmals lockt am Sonntag, 10. September, im Diepholzer Nordkreis mit zahlreichen Führungen und Ausstellungen. Und natürlich mit Kaffee und Kuchen.
20.07.2018, 13:50
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Alexandra Penth und Micha Bustian

Landkreis Diepholz. Einige der Juwelen des Nordkreises können wieder am kommenden Sonntag, 10. September, besucht werden. Der Tag des offenen Denkmals lockt mit vielen interessanten Einblicken. Das Motto diesmal: „Macht und Pracht“.

Weyhe: Unter der Leitung von Gästeführerin Ingrid Schierenbeck können Besucher die alten Gebäude des Mühlenhofes Sudweyhe kennenlernen, die seit den 1980er-Jahren als Kultur- und Begegnungsstätte dienen. Das Motto „Macht und Pracht“ passt gut zum Mühlenhof, wie Schierenbeck findet. „Wir haben so ein tolles Kulturareal, dass man sagen kann: Das ist prächtig.“ Die Gästeführerin zeigt ab 14 und 16 Uhr das Areal rund um die Wassermühle. Mit deren Geschichte eng verbunden ist der benachbarte Gutshof. Eine Besichtigung des privat genutzten Gutsbetriebs ist allerdings nicht möglich, so der Hinweis der Gemeinde. Die teilt außerdem mit, dass die für Sonnabend und Sonntag geplante Gästeführung „Gedenken an Krieg und Leid“ mit Karin Busch aus persönlichen Gründen nicht stattfinden kann. Es gebe auch keinen Nachholtermin. Dafür kommen Eisenbahnfreunde am Sonntag auf ihre Kosten. Die Lokomotive, das Museum und das Lok-Café in Kirchweyhe sind in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Dampflokführer bieten am Bahnhof auch Führungen an.

Stuhr: Gleich sieben Schauplätze sind in der Gemeinde zu bestaunen. Von 10 bis 18 Uhr steht das Gut Varrel mit der Scheune, dem Backhaus, der Wassermühle, dem Gutshof und den Außenanlagen offen, wo der Förderverein des Guts gleichzeitig sein Sommerfest feiert (wir berichteten). Zur gleichen Zeit können Interessierte einen Blick ins Rauchhaus Varrel an der Grünen Straße werfen. Fachkundige Mitglieder der Mühlengemeinschaft stehen zudem von 11 bis 18 Uhr für Führungen und Erläuterungen an der Wassermühle Heiligenrode zur Verfügung. Die Scheune beherbergt laut Ankündigung eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte für den Getreideanbau und die Ernte. Das Backhaus ist an diesem Tag nicht geöffnet, der Heimatverein bietet von 14 bis 18 Uhr Kaffee und Kuchen auf der Mühlenwiese an. Auch sakrale Bauten sind unter den historischen Orten. Von 9 bis 18 Uhr können Besucher die St. Pankratius-Kirche an der Stuhrer Landstraße besichtigen, von 12 bis 17 Uhr die Kirche zum Heiligen Kreuz an der Bremer Straße. Auch die 500 Jahre alten Fresken der Klosterkirche St. Marien in Stuhr-Heiligenrode können von 11 bis 18 Uhr bewundert werden. Ganz in der Nähe befindet sich die Alte Schusterwerkstatt, die der Heimatverein Heiligenrode 2007 im ehemaligen Backhaus der Pastoren einrichtete.

Syke: Das Kreismuseum in der Hachestadt prescht mit einer Aktion voran. Natürlich könnten auch die historischen Gebäude des Museums begutachtet werden, lässt Museumsleiter Ralf Vogeding wissen. Aber im Entdeckergarten würde von 14 bis 16 Uhr ein Handwerk ausgeübt, das quasi auch Denkmalschutz genießt: das Einkochen. Aus Weißkohl werde mit einem historischen Krauthobel Sauerkraut hergestellt, darüber hinaus werde Apfelmus erzeugt. Der Eintritt ist den ganzen Tag über frei.

Bruchhausen-Vilsen: Behlmer Mühle in Engeln, Wassermühle in Bruchmühlen, Klostermühle in Heiligenberg, Noltesche Mühle in Süstedt und die Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld stehen allesamt zur Besichtigung offen. Doch in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen laden weitere vier historische Orte zum Tag des offenen Denkmals ein. Am historischen Ostbahnhof warten von 14 bis 18 Uhr unter anderem Führungen und eine Ausstellung über die Geschichte und die Zukunft des historischen Gebäudes auf Besucher. Die Feldscheune Bruchhöfen aus dem Jahre 1685 öffnet um 11 Uhr ihr Scheunentor. Auf dem Hof Arbste in Asendorf gibt es Führungen, Berichte über die Vergangenheit und Pläne über die Zukunft des Hofes. Die Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen bietet Fahrten von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf und zurück an – alle Besucher, die in historischer Kleidung aus der Zeit um 1900 kommen, fahren zum halben Preis.

Bassum: Vier historische Gebäude sind in Bassum geöffnet: die Stiftskirche, die Freudenburg, die Wassermühle und die Alte Oberförsterei, teilt die Tourismus-Beauftragte der Stadt, Susanne Vogelberg, mit. Die Stiftskirche ist von 14 bis 16.30 Uhr besuchbar. Der ehemalige Pastor Herbert Köhler führt ab 14 Uhr durch die Kirche und berichtet über „Die Reformation im Kirchengebäude“. Hanna Brunner zeigt Interessierten um 15 Uhr den Kirchturm. Ein Orgelkonzert beginnt um 16.30 Uhr in der Kirche, und um 17.30 Uhr musizieren Réka-Zsuzsánna Fülöp, Ralf Wosch und Frauke Brandt im Stiftshof. An Führungen durch die Freudenburg können Kulturfans um 14, 15, 16 und 17 Uhr teilnehmen. Gästeführerin Christine Franzke nimmt die Besucher mit zu einem Ausflug in die Geschichte. Die Wassermühle und Alte Oberförsterei in Neubruchhausen können Interessierte von 13 bis 17 Uhr besichtigen.

Twistringen: Im Strohmuseum, Kapellenweg 2, können Besucher in der Zeit von 14 bis 17.30 Uhr bei freiem Eintritt eine Vielzahl von handgefertigten Strohprodukten bestaunen. Unter anderem die zum Teil sehr aufwendig garnierten Damengartenhüte, die von den Nähdamen des Museums an den historischen Maschinen aus Strohgeflecht hergestellt und von Hand dekoriert werden, sind ein echter Hingucker, findet Silke Perin vom Förderverein des Museums. Als Besonderheit bietet das Museumsteam ab 15 Uhr einen geführten Rundgang an – samt Vorführung an der historischen Hutnähmaschine.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+