Leichtathletik Neele Eckhardt springt zu Bronze!

Was für eine Dreisprung-Wettkampf von Neele Eckhardt! Die 28-Jährige hat bei den Hallen-Europameisterschaften in Torun Bronze geholt, die Olympianorm geknackt und zwei persönliche Bestleistungen aufgestellt.
07.03.2021, 19:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Neele Eckhardt hat bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften einen Wahnsinns-Wettkampf gezeigt: Zwei persönliche Bestleistungen, die Bronzemedaille und die Olympianorm obendrauf – mehr ging nicht für die 28-jährige Dreispringerin mit Asendorfer Wurzeln im polnischen Torun. Am Ende lag sie mit 14,52 Metern nur einen Zentimeter hinter Siegerin Patricia Mamona aus Portugal und gleichauf mit der Zweitplatzierten Ana Peleteiro. Die Spanierin hatte nur die Nase vorn, weil ihr zweitbester Versuch der etwas stärkere war.

Eckhardt strahlte. Bereits der Sonnabend mit der Qualifikation war historisch gut, erreichte sie doch mit 14,12 Metern direkt im ersten Versuch ihr erstes Finale bei einer Hallen-Europameisterschaft überhaupt. Es war das erste Ausrufezeichen des Wochenendes – aber noch lange nicht das letzte. Im Finale knüpfte Eckhardt an die starken Leistungen nahtlos an, sprang dreimal über 14 Meter – eine Marke, die sie in diesem Winter noch nicht erreicht hatte.

Zum wichtigsten Zeitpunkt der Hallensaison aber war die 28-Jährige, die in Hannover lebt und für die LG Göttingen startet, voll da. Mit 14,08 Metern legte sie am Sonntag einen verheißungsvollen Start in den Wettkampf hin. Sie schien bereit für Top-Weiten. Und genau so kam es dann auch: 14,18 Meter im zweiten Versuch waren eine neue persönliche Bestleistung in der Halle. Diese hatte zuvor bei 14,17 Metern gelegen, aufgestellt im Vorjahr in Düsseldorf.

Eckhardt aber hatte noch nicht genug. Ihr dritter Versuch – einer aus dem Bilderbuch. Hohes Tempo beim Anlauf, das Brett sehr gut getroffen, die Ausführung technisch sauber. Weit über 14 Meter! Als auf der Anzeigetafel 14,52 Meter aufleuchteten, schien sie es selbst kaum fassen zu können. Ein stolzer Blick Richtung Tribüne, ein breites Lächeln im Gesicht. Noch nie war sie so weit gesprungen. 14,35 Meter hatte sie im Jahr 2017 bei den Landesmeisterschaften im Freien erreicht. Diese Weite? Pulverisiert. Und die Olympia-Norm von 14,32 Metern ebenso! Zum deutschen Hallenrekord fehlten nur sieben Zentimeter.

Nun hatte Eckhardt sogar die Chance auf Gold. Mamona war im selben Durchgang nur einen Zentimeter weiter gesprungen. Eckhardt, nicht als Medaillenkandidatin gehandelt, war mittendrin im Titelkampf. Ihre anderen drei Versuche danach waren aber ungültig. Doch die Konkurrenz biss sich an ihrem Traumsprung die Zähne aus. Nur Peleteiro konnte im letzten Versuch noch kontern. Der Rest war pure Freude.

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