Leichtathletik Norddeutsche Meisterschaft U16

Leon Michelmann verpasst das Titel-Triple

Bestleistung im Hochsprung, dafür schwächer im Drei- und Weitsprung: Das Asendorfer Leichtathletik-Talent Leon Michelmann hat bei der Norddeutschen Meisterschaft in Berlin erneut auf sich aufmerksam gemacht.
23.07.2021, 13:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Golitschek
Leon Michelmann verpasst das Titel-Triple

Das Asendorfer Leichtathletik-Talent Leon Michelmann hat bei der Norddeutschen Meisterschaft in Berlin erneut auf sich aufmerksam gemacht.

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Gute Atmosphäre, gute Leistungen: Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin haben die Leichtathleten des TSV Asendorf wieder einmal gute Werbung für ihren Verein und die Sportregion gemacht. Talent Leon Michelmann scheiterte nur knapp am Titel-Triple.

Die 1,90 Meter im Hochsprung bedeuteten für den U16-Athleten Platz zwei, gleichauf mit dem sprungstarken Amdi Gaye (TSV Klausdorf). Drei Fehlversuche mehr, zwei davon bei 1,87 Meter, bedeuteten für Michelmann jedoch das Nachsehen im Kampf um die Spitzenposition. "Am Ende hat er sich darüber geärgert", sagte Trainer Ute Schröder, die ihrem Schützling vorab kaum Hoffnungen auf den Titel in dieser Disziplin gemacht hatte.

Da lagen die Erwartungen im anschließenden Dreisprung schon deutlich höher. In dem Zweierfeld fehlte zwar etwas die direkte Konkurrenz, mit fünf der sechs Sprünge über 13 Meter und einer Siegerweite von 13,40 Meter legte Michelmann dafür eine ordentliche Serie hin, fand Schröder. "Technisch ist da noch was zu tun, in Kürze sind da mehr als 14 Meter drin", weckte die Übungsleiterin Hoffnungen auf neue Bestleistungen. Darauf im Training mit Blick auf die Deutschen Schülermeisterschaften im September und gemeinsam mit dem Landeskader hinzuarbeiten, werde eine Gratwanderung: Nicht unterfordern, aber auch nicht zu viel verlangen.

Etwas mehr erwartet hatte Ute Schröder dagegen im Weitsprung. Obwohl Michelmann bei seinem Siegersprung den meisten Gegenwind hatte, ließ er die Konkurrenz zwar bei 6,36 Meter mit 17 Zentimetern Vorsprung hinter sich. "Das ist ein Zeichen, dass die Anläufe noch nicht immer gleich sind", merkte Schröder an. Doch hatte das Sprungtalent Michelmann hier in den vergangenen Wochen bessere Leistungen gezeigt und sich bis zum vierten Versuch noch ziemlich schwer getan, in den Wettkampf zu finden. Zwischenzeitlich war der Favorit sogar auf Rang vier abgerutscht.

Privat ohnehin in Berlin gewesen, nutzte auch Läuferin Adina Kammann (U16) die Gelegenheit, Wettkampfpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. "Eine Meisterschaft ist nochmal anders als ein Sportfest", wusste Schröder um die besondere Atmosphäre. Mit einer Zeit von 45,71 blieb sie zwar mehr als drei Sekunden hinter ihrer eigenen Bestleistung. Schröder bescheinigte ihr dennoch einen ordentlichen Lauf, bei dem sie die geforderte Norm erneute unterboten hatte.

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