Handball-Landesklasse Vilsens furioses Finale

Beim Stand von 22:24 kurz vor Schluss sieht die HSG Bruchhausen-Vilsen schon wie der Verlierer aus. Doch dann dreht die Mannschaft von Trainer Gerd Anton noch einmal auf.
05.03.2019, 11:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Bruchhausen-Vilsen. Die Partie schien schon fast verloren: Als Mirko Müller-Hambsch für den TS Woltmershausen 190 Sekunden vor dem Ende zum 24:22 traf, standen die Handballer der HSG Bruchhausen-Vilsen in der Landesklasse ganz dicht vor der zweiten Niederlage in Serie. Doch dann drehte die Mannschaft von Trainer Gerd Anton auf, legte wie schon im Hinspiel einen grandiosen Endspurt hin und sicherte sich dank eines Treffers von Jorn Bolte zehn Sekunden vor Schluss einen 25:24 (12:11)-Erfolg.

Unverdient war der Sieg der Gastgeber sicher nicht. „Wir hatten eine gute Spielanlage und auch mehr Chancen als Woltmershausen“, wusste Gerd Anton. Allerdings war auch ihm in dem insgesamt sehr engen Duell klar: „Am Ende gehören auch Glück und Pech dazu. Wir hätten das Spiel auch mit einem Treffer Differenz verlieren können.“ Umso mehr freute er sich letztlich aber über den Sieg seiner Mannen, die sich auch vom späten Zwei-Tore-Rückstand nicht aus der Bahn werfen ließen. Stattdessen erzwang seine Mannschaft mit einer starken Willensleistung das Glück. Wie in der Vorwoche bei der unglücklichen Niederlage gegen Spitzenreiter Arbergen-Mahndorf überzeugten die Vilser vor allem in der Abwehrarbeit. „Wir haben es über die gesamten 60 Minuten sehr gut gemacht, haben in der Deckhung sehr aggressiv gespielt und nur wenig zugelassen“, freute sich Anton.

Nur Arbergen-Mahndorf beim 32:19-Erfolg und der ATSV Habenhausen III beim 24:23-Sieg hielten Woltmershausen in dieser Saison bei weniger Gegentoren – eine Leistung, die sich die Vilser durchaus ans Revers heften durften, schließlich haben die Gäste mit Rico Rosemeyer (inzwischen 130 Saisontore) und Nils Bindemann (99) zwei der besten fünf Torschützen der Liga in ihren Reihen. Das Duo kam auf insgesamt zwölf Tore, war aber dennoch nicht so gut ins Spiel eingebunden wie sonst. „Wir wussten natürlich, dass beide die überragenden Torschützen sind. Aber wir wussten auch, was auf uns zukommt, deshalb haben wir die beiden aggressiver und offensiver gedeckt“, verriet Anton die defensive Marschroute seines Teams.

Letztlich hätten es sich die Vilser, die seit Constantin Pasenaus Treffer zum 3:2 (6.) bis zur 51. Minute entweder gleichauf oder in Führung lagen, leichter machen können. „Wir haben uns viele Chancen gut herausgespielt, diese dann aber zu leicht vergeben. Wir hatten vielleicht eine Quote von 40 bis 50 Prozent“, machte Anton das größte Problem seiner Mannschaft im Abschluss aus. Deshalb konnten sich die Gastgeber nie richtig absetzen. Beim 15:11 (33.) führten sie erstmals mit vier Toren, verspielten diesen Vorsprung aber wieder. Als Müller-Hambsch die Gäste knapp neuneinhalb Minuten vor dem Ende nach langer Zeit wieder in Führung warf, kündigte sich eine spannende Schlussphase an – 20:21 (51.). Das 22:24 wenige Minuten später schien einer Vorentscheidung gleichzukommen, doch Vilsen hatte die passende Antwort parat. Pasenau verwandelte auch seinen sechsten Siebenmeter (58.), 46 Sekunden vor dem Ende gelang Hagen Sperling der Ausgleich, ehe Jorn Bolte die Vilser Aufholjagd krönte.

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