Nordwohlder Advent

Trecker statt Schlitten

In großen Schritten geht es Richtung Weihnachten. In Nordwohlde gibt es gleich zwei Aktionen, um die Adventszeit besinnlich zu gestalten: ein Adventskalender am Hombach Hof und ein Besuch vom Nikolaus.
01.12.2020, 16:49
Lesedauer: 2 Min
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Trecker statt Schlitten
Von Tobias Denne

Bassum-Nordwohlde. In diesem Jahr kommt der Nikolaus in Nordwohlde mit dem Trecker statt mit dem Schlitten. Logisch, wird es voraussichtlich keinen Schnee im Ort geben. Das Gefährt leiht er sich von der Familie Kattau. Mit Trecker und Anhänger geht es am Sonntag, 6. Dezember, durch Nordwohlde und der Nikolaus überbringt Kindern Süßigkeiten und Geschenke.

Die Idee dazu hatten seine zwei Helferinnen, Ortsvorsteherin Birgit Kattau und Erika Stötzel. „Wir wollten was machen, weil in diesem Jahr kein Nikolauslaufen stattfinden kann“, erzählt Stötzel. Und schon das ganze Jahr über war, wie Kattau sagt, „vieles trostlos“. Das sollte die Vorweihnachtszeit in Nordwohlde aber nicht sein. Also trafen sich die beiden Frauen zum Spaziergang und entwickelten die Idee, dass der Nikolaus doch einfach durch den Ort fahren kann und Kindern vom Kindergarten- bis Grundschulalter kleine Geschenke bringen kann. „Dabei ist die corona-konforme Idee gewachsen“, berichtet Stötzel weiter.

Die sieht so aus, dass (Kinder, bitte jetzt aufhören zu lesen!) Eltern am 3. und 4. Dezember ein kleines Geschenk zu Stötzels (Hinterm Hang 9) bringen, damit diese auf den Anhänger geladen werden können. Der Nikolaus fährt an „seinem“ Tag dann mit weihnachtlicher Musik und den abgegebenen Geschenken durch den Ort. „Das sollen Kleinigkeiten bleiben“, betont Stötzel. Schließlich soll es nicht darum gehen, möglichst viele und große Präsente zu verteilen, sondern „um Leben nach Nordwohlde zu bringen“. Hält der Trecker vor einem Haus an, legt der Nikolaus das richtige Geschenk vor die Tür und macht sich wieder auf den Weg. Ist er weitergezogen, können die Kinder ihr Päckchen abholen. „So hat niemand Kontakt“, nennt Kattau den Grund.

Zwar wird der Anhänger auch noch ein wenig dekoriert (Erdbeerhof Nüstedt hat einen Tannenbaum gespendet), die Musik soll dafür sorgen, dass die Nordwohlder Kinder voller Vorfreude schon am Fenster darauf warten, dass endlich der Mann mit dem Rauschebart zu ihnen kommt. Damit er auch weiß, zu wem er fahren muss, müssen Eltern Name, Adresse, eine Telefonnummer und einen kurzen Hinweis, ob das Kind am Gottesdienst teilnimmt, auf einen Zettel schreiben und dem Päckchen beilegen. „Ganz wichtig“, betont Stötzel. Kattau freut sich schon: „Das wird ein schöner Anblick, wenn er durchs Dorf fährt.“ Und auch an das Team rund um den Nikolaus haben Kattau und Stötzel gedacht. „Es bleibt alles innerhalb von zwei Familien“, versichert die Ortsvorsteherin.

Die Runde beginnt am späten Nachmittag. Denn ab 15.30 Uhr findet in der Kirche noch ein Kindergottesdienst mit Pastorin Sandra Kopmann statt. „Wir wollen der Kirche nicht in die Quere kommen“, sagt Kattau. Zwei Ehrenrunden drehen Nikolaus und Team aber um das Gotteshaus. Auch Kinder, deren Eltern keine Geschenke abgegeben haben, bekommen eine süße Überraschung.

Apropos Überraschung: Am Hof der Familie Kattau (Am Hombach 12) wird es in diesem Jahr einen Adventskalender geben. Beide Aktionen sollen dabei helfen, dass in Nordwohlde die Adventsstimmung nicht durch das Coronavirus zerstört wird. „Es sind Bilder und Geschichten dahinter versteckt“, verrät Birgit Kattau schon mal ein wenig vom Kalender. Mehr aber noch nicht. So kann jeder, der beim Spaziergang vorbeikommt, das Türchen öffnen und die Geschichte abfotografieren, um sie zu Hause zu lesen, oder einfach das Bild im Adventskalender anschauen. Kattau findet: „Einen Adventskalender mit Schokolade hat jeder.“

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