Kinderzirkus Schapito

Manege frei für Nachwuchskünstler

Artisten, Jongleure und Clowns aufgepasst: Die Piazzetta-Organisatoren Daniela Franzen und Marcello Monaco laden in den Herbstferien zum Kinderzirkus.
28.09.2021, 15:32
Lesedauer: 3 Min
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Manege frei für Nachwuchskünstler
Von Wolfgang Sembritzki

Bassum. Die Festhalle der Sportgilde Bassum 98 wird im Oktober zur Manege: "Wir wollen Laien und Profis bei Projekten zusammenkriegen", sagen die Piazzetta-Organisatoren Daniela Franzen und Marcello Monaco im Pressegespräch. Die Profis sind sie selbst und weitere Vertraute, die Laien vorrangig Kinder zwischen sieben und 14 Jahren. In der zweiten Hälfte der Herbstferien geben sie beim Kinderzirkus Schapito ihr Künstlerwissen an die Jugend weiter.

Rückblick: In der Stadtratssitzung am 1. Juli hatte Bürgermeister Christian Porsch bekannt gegeben, dass zwei Kulturprojekte in Bassum finanziell gefördert werden. Eines davon ist das Projekt Smile, ebenfalls von Franzen und Monaco organisiert, das andere ist besagter Kinderzirkus Schapito. "Chapiteau" kommt aus dem Französischen und bedeutet "Zirkuszelt". Franzen und Monaco haben den Namen der Einfachheit der Schreibweise halber zu Schapito eingedeutscht.

"Kinder sollen zusammenkommen"

Aber zurück zum Programm: Während der zweiten Ferienwoche können sich Kinder in verschiedenen Disziplinen ausbilden lassen. Dazu zählen etwa die Clownerie, Jonglage oder Artistik. "Wir hätten gerne, dass Kinder zusammenkommen", so Marcello Monaco. Gerade Kulturschaffende und Kinder haben coronabedingt eine harte Zeit hinter sich. "Wir wollen einen positiven Beitrag zur aktuellen Situation leisten."

Zuständig dafür sind vier Lehrer, auch Franzen und Monaco packen selbst mit an. Hinzu kommt Tina Badenhop aus Langwedel, die mit den Kindern unter anderem Luftartistik übt. Komplettiert wird das Team von Mohamed Sorr, ein Experte auf dem Gebiet des Pyramidenbaus, der schon im Zirkus Knie gewirkt habe, freut sich Monaco. Jede Lehrkraft soll sich um bis zu fünf Kinder kümmern, insgesamt ist die Aktion für 10 bis 20 Kinder ausgelegt.

Es gehe darum, Geist und Körper zu beschäftigen, erklärt Monaco. Klar sei aber auch: "In einer Woche lässt sich nicht alles komplett lernen", fügt Daniela Franzen hinzu. Gefragt nach der am schwersten zu lernenden Disziplin betont Monaco, dass es immer auf die persönlichen Voraussetzungen beim Kind ankommt: "Seiltanz ist zum Beispiel schwer. Mancher lernt es an einem Tag, mancher lernt es in einem Jahr nicht."

Zeit zum Lernen gibt es dann Ende Oktober: Die Kurse finden vom Montag, 25. Oktober, bis  zum Freitag, 29. Oktober, zwischen 11 und 18 Uhr statt. Am Sonnabend, 30. Oktober, um 15 Uhr dürfen die Kinder dann eine Stunde lang in der Manege zeigen, was sie gelernt haben: Dann findet nämlich die große Abschlussdarbietung statt.

Für Anfänger geeignet

Die Einteilung der Teilnehmenden sei allerdings noch nicht klar, so Monaco. Diese könne nach Alter oder Disziplin erfolgen. Auch die Altersgrenzen seien nicht in Stein gemeißelt. Die Kurse richten sich ebenso an Anfänger wie an Kinder, die schon Vorkenntnisse haben, zudem sind sie inklusiv. Für die Betreuung der Kinder in der Mittagspause ist ebenfalls gesorgt, Koch Robin Schöpe sorgt für das leibliche Wohl, mit Mahlzeiten, "die Kinder auch mögen", so Franzen. Während der Mittagspause ist ein Sozialpädagoge zur Betreuung da.

Die komplette Veranstaltung mit Kursen und Verpflegung ist kostenlos und wird vom Landschaftsverband Weser-Hunte, der Avacon, Immobilien Jobst, der Stadt Bassum, der AWG, der Volksbank und dem Verein Kunst und Kultur rund ums Dreieck gefördert. Bei zu großer Nachfrage möchten Franzen und Monaco den Kinderzirkus zu einem späteren Zeitpunkt erneut organisieren.

Zur Sache

Jonglieren leicht gemacht

Für das Jonglieren mit zwei Bällen, nehme man in die jede Hand einen Ball, heißt es in der Anleitung auf der Webseite http://www.jong.de. Die Grundübung läuft wie folgt: Der rechte Ball soll diagonal über stirnhoch nach links geworfen werden. Wenn der rechte Ball den höchsten Punkt erreicht hat, muss der linke Ball diagonal über stirnhoch nach rechts geworden werfen. Die Bälle müssen gefangen und dann mit links wieder begonnen werden. Zu beachten sei, dass die Bälle nicht zu hoch gefangen werden.

Wer nun die Bälle nicht mehr fängt, sondern den nächsten Ball loswirft, wenn der vorherige den höchsten Punkt erreicht hat, kannst bereits fortlaufend jonglieren, verspricht der Autor der Webseite. Anfangs werde das nur mit ein paar Würfen gelingen, aber mit der Zeit und Übung würden immer mehr Würfe gelingen.

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