Bassumer Advent „Nicht schlechter, sondern spezieller“

Der Startschuss für den Bassumer Advent ist gefallen. Bis Heiligabend gibt es rund um die Stiftskirche Aktionen und Veranstaltungen, die die Menschen in Bassum auf Weihnachten einstimmen sollen.
30.11.2020, 15:39
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Von Dorit Schlemermeyer

Bassum. Es war vielleicht die bisher feierlichste Eröffnung des Bassumer Advents, aber auch die nachdenklichste, die zur inneren Einkehr aufforderte. Mit einem feierlichen Akt in der Stiftskirche eröffneten Bürgermeister Christian Porsch und Pastorin Ines-Maria Kuschmann den Bassumer Advent am Sonntagabend. Vom ersten Sonntag in der Vorweihnachtszeit bis Heiligabend finden in der Stiftskirche und auf dem Stiftshügel Aktionen statt unter dem Motto „Bassumer Advent klingt und leuchtet“.

Und es waren feierliche Klänge, die von der Orgelempore in die Kirche schallten: „Maria durch ein'n Dornwald ging“ gespielt von Kreiskantor Ralf Wosch an der Orgel und Michael Weniger an der Trompete. Ines-Maria Kuschmann verdeutlichte in ihrer Begrüßung die Intention für diesen außergewöhnlichen Bassumer Advent: „In Verbindung bleiben.“ Das sei wichtig und gerade in der Adventszeit zentrale Aufgabe. „Wie schaffen wir das, in diesem Jahr läuft nichts wie gewohnt?“, fragte die Pastorin Bezug nehmend auf die coronabedingten Einschränkungen. Und bedankte sich bei Susanne Vogelberg, Mara Schierenbeck und Claudia Voss von der Stadt, Waltraud Israel vom Kirchenvorstand und einigen mehr. Ihre Kreativität und ihrem Einsatz verdanke der diesjährige Bassumer Advent seine Qualität. Genau dieses Miteinander mache es leichter und setze ein großartiges Zeichen in der schwierigen Zeit.

Mara Schierenbeck fiel dann die Aufgabe zu, die erste Kerze am großen Adventskranz anzuzünden. „Brennende Kerzen spiegeln die Liebe Gottes wider“, so die Pastorin. Dazu passend erklang von der Empore „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ in dreistimmigem Gesang. Und die Geistliche zitierte aus der Bibel, „Matthäus 21“, vom Einzug Jesu in Jerusalem.

„Jetzt ist die Zeit, auf die sich viele das ganze Jahr freuen, es ist eine Zeit mit Tradition und Ritualen, doch in diesem Jahr ist alles anders, ungewohnt, und den meisten fällt es nicht leicht, etwas Neues, Ungewohntes auszuprobieren“, meinte Bürgermeister Christian Porsch in seiner Eröffnungsrede. „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass die Adventszeit zwar anders, aber nicht schlechter, sondern eben spezieller wird“, appellierte er an die Kirchenbesucher und ermunterte sie, doch mal wieder Freunde, Verwandte und Nachbarn zu kontaktieren. Damit eröffnete der Verwaltungs-Chef den Bassumer Advent 2020.

Zum Schluss erklang noch einmal „Tochter Zion“, und etliche Besucher strebten dann zum Gemeindezentrum, um den Gemeinschaftsfilm anzuschauen, während andere die Kirche umrundeten, um die Fotomenschenketten zu entdecken, an der sich fast 100 Bassumer bislang beteiligt haben. „Wir haben uns sehr über die große Resonanz gefreut, da waren Kinder dabei, aber auch eine ältere Dame aus dem Seniorenheim wollte gerne mitmachen“, erzählten Susanne Vogelberg, Claudia Voss und Mara Schierenbeck und freuten sich über das Feedback für ihre Aktionen rund um den Bassumer Advent.

Der Film kann auch noch auf der Internetseite und im gerade eröffneten Stadtladen angesehen werden. An der Fotomenschenkette können sich übrigens noch bis zum 18. Dezember Interessierte beteiligen. Denn, so der Wunsch der Initiatorinnen: Eigentlich soll sie bis in die Innenstadt reichen.

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