Bassumer Advent Die Mischung kommt an

Leuchtsterne auf dem Stiftshügel, beleuchtete Kirche, viel Musik - die Mischung beim coronakonformen Bassumer Advent kommt an. Die Organisatorinnen ziehen ein positives Zwischenfazit.
10.12.2020, 17:18
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Bassum. Große Leuchtsterne in den Bäumen auf dem Stiftshügel, dazu die orange und blau beleuchteten Säulen in der Kirche sorgten für eine besondere Atmosphäre beim abendlichen Konzert am Mittwoch in der Stiftskirche. Und der etwas andere Bassumer Advent hatte etliche Besucher in die Kirche gelockt, um den zweiten Teil des Mottos anzuhören: Wie Bassum klingt.

An diesem Abend hatte der Bassumer Posaunenchor seinen Auftritt. „Genießen sie das Licht und den Klang“ begrüßte Kantor und Posaunenchorleiter Ralf Wosch die Gäste und kündigte Advent- und Weihnachtslieder an. „Wie soll ich dich empfangen?“ wurde gleich in mehreren Versionen an diesem Abend präsentiert, in traditioneller wie in moderner jazziger Form von David Bence Wosch an der Orgel und später von Ralf Wosch mit meditativen Klanginstallationen am Piano. Der Choral, der sich im Evangelischen Gesangbuch (EG 11) findet, wurde auch teilweise von Dietrich Buxtehude vertont. Weltbekannt wurde seine erste Strophe als Bestandteil des Weihnachtsoratoriums, von Johann Sebastian Bach zum Choral Nr. 5 gestaltete.

Dann folgte eines der bekanntesten und beliebtesten Adventslieder: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, das gleichsam das Motto der musikalischen Andacht darzustellen schien. Entstanden ist es im 17. Jahrhundert in Ostpreußen. An diesem Abend in der Kirche schien es für ein besonderes Willkommensgefühl bei den Gästen zu sorgen. Auch „Tochter Zion“ ist ein bekanntes Adventslied. Es basiert auf von Friedrich Heinrich Ranke (1798–1876) umgetexteten Chorsätzen aus Georg Friedrich Händels Oratorien „Joshua“ und „Judas Maccabäus“. Der Posaunenchor präsentierte auch dieses Stück in beeindruckender Ausführung und sehr eindringlich. Mit David Bence Wosch nächstem und perfektem Orgeleinsatz wurde es dann wieder moderner. Mit dem amerikanischen Lied vom „Drummer Boy“ war man dann endgültig bei Weihnachten angekommen. Es erzählt die Geschichte eines armen Jungen, der es sich nicht leisten kann, dem neugeborenen Jesus ein Geschenk zu machen und daher mit dem Einverständnis der Jungfrau Maria für ihn auf seiner Trommel spielt.

Das Konzert, die musikalische Andacht endete nach genau einer halben Stunde mit dem fröhlichen „Winter Wonderland“, im Deutschen auch bekannt als „Weißer Winterwald“. Zum Abschluss gab es viel Applaus, und etliche Gäste bedankten sich für das schöne Konzert. Das Programm dazu hatte Ralf Wosch zusammen mit dem Posaunenchor zusammengestellt.

„Wir haben fast immer so 30 bis 40 Besucher“, freute sich Pastorin Ines-Maria Kuschmann über die positive Resonanz des Publikums auf den etwas anderen Bassumer Advent. Aber nicht nur die Konzerte und musikalischen Andachten erfreuten sich großer Beliebtheit, etliche Gäste gingen auch auf dem beleuchteten Stiftshügel spazieren oder besuchten die Kapelle der Stille. Die Pastorin ist froh, dass die Kirchen offen bleiben konnten und ist überzeugt, dass die Menschen sie gerade in dieser Zeit brauchen. Die Konzerte werden in den kommenden Wochen fortgesetzt, zum Beispiel mit einem Auftritt von Réka-Zsuzsánna Fülöp, einem Auftritt von Vanessa Delicat am Saxofon, einer Andacht mit dem Titel „Beschenkt Euch“ sowie weiteren Lesungen am Freitagabend.

Ein ebenso positives Zwischenfazit wie Kuschmann zieht Susanne Vogelberg von der Bassumer Stadtverwaltung. „Gerade heute habe ich wieder zehn Fotos bekommen und für unsere Fotolichterkette fertig gemacht", berichtet die rührige Organisatorin. Sie würde sich über weitere Bilder freuen. Die können an die E-Mailadresse vogelberg@stadt.bassum.de geschickt werden.

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