Bassumer Jugendhaus Fönix Viele Farben für den Frieden

Das Bassumer Jugendhaus Fönix hat eine Kunst-Aktion aus Solidarität zur Ukraine organisiert. 348 Schüler beteiligten sich. Die Kunstwerke werden zeitnah in Form von Bannern aufgehängt.
01.04.2022, 15:48
Lesedauer: 2 Min
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Viele Farben für den Frieden
Von Micha Bustian

Bassum. Ja, der Workshop zum Erstellen von Friedenszeichen im Bassumer Jugendhaus Fönix musste mangels Interesse abgesagt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass das von Jugendarbeiter Marcus Libbertz und Künstlerin Britta Gansberg ausgerufene Solidaritätsprojekt für die Ukraine gescheitert ist. Im Gegenteil: 348 selbst gemalte Friedenszeichen erreichten das Jugendhaus und wurden auf sechs Bannern verteilt.

Oberschule Bassum, Prinzhöfte-Schule, Lukas-Schule – alle drei weiterführenden Schulen beteiligten sich an der Aktion. Mehr als 300 der 20 mal 20 Zentimeter großen Einzelteile kamen von den Lerninstituten. Der Rest entstammte dem Jugendhaus. "Einige Schüler wollten noch ein zweites Friedenszeichen malen, und auch einige unserer Gäste sind aktiv geworden", verriet Marcus Libbertz. Künstlerin Britta Gansberg und Volkshochschul-Außenstellenleiter Bernd-Fred Heyne stellten die Klein-Kunstwerke dann zusammen und fotografierten sie als Vorlage für die Banner. Die wiederum wurden erstellt vom Print-Haus in Syke, von Edgar Fischer.

"Viele Farben für den Frieden" – so nannte Initiator Marcus Libbertz das Projekt. Und behielt recht. Noch schöner als die Farbenpracht fand der Jugendhausleiter aber, dass sich alle weiterführenden Bassumer Schulen beteiligt hatten. Ihm war die Gemeinsamkeit wichtig, die Solidarität. Und am schönsten: "Hinter jedem Kunstwerk steht ein Individuum, das sich mit dem Krieg beschäftigt."

Nadja Kramer, Lehrerin an der Prinzhöfte-Schule, war von der Aktion "sofort begeistert". Alle hätten Lust darauf gehabt, die Großen hätten den Kleinen geholfen. "Damit wurde den Jugendlichen etwas an die Hand gegeben, um ihre Gefühle zu kanalisieren. Eine Art Ventil." Gabriele Wilk-Batram, Leiterin der Lukas-Schule, lobte die "super Idee". Ihre Schüler hätten schon Kuchen für die Ukraine-Hilfe verkauft, "aber hier kam noch der Anreiz dazu, dass es veröffentlicht wird". An der Oberschule Bassum wurde auch Kuchen zu guten Zwecken verkauft. Aber laut Lehrerin Jana Günnemann, die Schülersprecherin Lilly Prominski zum Pressegespräch mitgebracht hatte, gab es auch "Gesprächsstunden mit Lehrkräften über Fragen und Ängste". Günnemann fand "den Zusammenhalt bei diesem Thema schön". 

Die Banner werden zeitnah am Bahnhof, am Jugendhaus und am Rathaus aufgehängt, später dann an den drei beteiligten Schulen. "Damit es alle Bassumer sehen", sagte Britta Gansberg. Marcus Libbertz fand es "gut und richtig, dass wir das auf den Weg gebracht haben".

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