Fußball-Kreisliga Diepholz Bramstedts Coup

Als krasser Außenseiter und mit großen personellen Sorgen reist der TSV Bramstedt zum TuS Wagenfeld. Dann aber überrascht die Elf um Jens Meyer alle.
22.04.2019, 11:02
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Von Thorin Mentrup

Wagenfeld/Bramstedt. Der TSV Bramstedt hat in der Fußball-Kreisliga für eine faustdicke Überraschung gesorgt und beim Spitzenreiter TuS Wagenfeld einen 5:1 (3:1)-Sieg eingefahren. Dabei waren die Gäste nicht nur ohne Trainer Jan Lehmkuhl, der beim Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen in München weilte, sondern auch ohne etliche Akteure angereist, die aus beruflichen, gesundheitlichen oder privaten Gründen fehlten. „Dafür haben wir es überragend gelöst“, strahlte Co-Trainer Jens Meyer nach dem Sieg.

Letztlich verdiente sich Bramstedt den Erfolg mit einem leidenschaftlichen Auftritt. „Alle sind bis an ihre Grenzen gegangen. Das war eine Leistung, wie man sie sich nur wünschen kann“, schwärmte Meyer. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Lahausen sei das Team nicht wiederzuerkennen gewesen. Mit einer ganz anderen Mentalität entnervte Bramstedt den TuS auf dessen eigenen Geläuf. „Wir wussten, dass alles passen muss, und das hat es auch“, sagte Meyer mit Blick unter anderem auf die enorme Effektivität seiner Elf, aber auch das nötige Quäntchen Glück: Fünf der sechs Torschüsse der Bramstedter waren drin, die Treffer fielen zudem zur richtigen Zeit.

Jedes Tor war eine eiskalte Dusche für die Gastgeber, die im Abschluss nicht dieselbe Kaltschnäuzigkeit an den Tag legten. Auch sie hätten in Führung gehen könne, doch es traf Lukas Frese mit der ersten Bramstedter Chance (8.). Julio-César Martin Hinze legte nach (27.), und auch auf Roman Esanus (31.) Anschluss hatte der TSV die richtige Antwort. Nach dem dritten Treffer durch Iven Lehner mit dem Pausenpfiff „war uns allen klar: Hier geht was“, drückte es Meyer aus. Und das Gespür trog die Gäste nicht: Hinzes schnelles 4:1 nach dem Seitenwechsel (55.) nahm Wagenfeld den Wind aus den Segeln, Lehner stellte den Endstand her (73.). „Das war das richtige Zeichen in die richtige Richtung zur richtigen Zeit“, freute sich Meyer.

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