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Die Bassumer Shooting Birds spielen um den Aufstieg

Die Squasher aus der Lindenstadt treffen beim Kampf um den Regionalliga-Aufstieg in der deutschen Hauptstadt auf zwei Teams aus Berlin sowie eines aus Hamburg. Die Vorfreude ist riesengroß.
03.05.2019, 11:24
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Von Thorin Mentrup
Die Bassumer Shooting Birds spielen um den Aufstieg

Jill Witt ist einer der Hoffnungsträger der Shooting Birds.

INGO MOELLERS

Bassum/Berlin. Schon jetzt ist es die erfolgreichste Saison in der Geschichte des Bassumer SC Shooting Birds. Doch der Meister der Oberliga kann der historischen Spielzeit noch ein weiteres Kapitel hinzufügen: Am Sonnabend ab 10 Uhr spielt die Mannschaft um den Aufstieg in die Regionalliga Nord. In Berlin wartet aber nicht nur die größte sportliche Herausforderung auf das Team – dazu kommen noch drei weitestgehend unbekannte Gegner und auch ein neuer Modus.

Wenn sich am Freitagabend der Bassumer Tross in Richtung Hauptstadt aufmacht, dann wird auch die Anspannung bei den Shooting Birds steigen. „Aber die ist ausschließlich positiv“, macht Mannschaftssprecher Andreas Tiemann darauf aufmerksam, dass im Lager seines Teams die Vorfreude auf das Aufstiegsturnier wesentlich größer ist als der Druck, den sich die Squasher machen könnten. „Wir sind natürlich wahnsinnig gespannt, wie das Ganze sein wird – auch von der Atmosphäre“, blickt Tiemann voraus. Klar ist, wer die Gegner sein werden: Der Hamburger SRC muss ebenfalls eine etwas längere Anfahrt in Kauf nehmen, die anderen Mannschaften Squash Club Fit Fun und Gastgeber Airport Squash sind dagegen in Berlin heimisch. Ein paar Erkenntnisse personeller Natur haben die Bassumer bereits gewonnen. Nico Gerritsen und Jill Witt spielten zuletzt bei einem Mastersturnier im tschechischen Prag. Dort waren auch ein paar Spieler aus Berlin aktiv. „Die Qualität ist sehr hoch, aber damit muss man in einer Aufstiegsrunde rechnen“, weiß Tiemann. Bestens bekannt ist etwa Felix Unger, der einst beim 1. Bremer SC in der Bundesliga spielte. Nun ist er beim Squash Club Fit Fun an Position eins am Ball. Mit dem Israeli Daniel Poleshchuk weist auch ein Akteur der Airport-Squasher Bundesligaerfahrung auf.

Auf Bassumer Seite kann Jill Witt darauf verweisen, in der höchsten deutschen Spielklasse auf Punktejagd zu gehen. Sein Verein ist der 1. Bremer SC, bei den Shooting Birds spielt er bekanntlich mit Gastspielrecht. Dass er am Sonnabend dabei sein wird, ist laut Tiemann sehr wichtig, „weil er einfach die Erfahrung, aber auch die sportliche Klasse hat“, liegt aber auch auf der Hand. Denn Witt wohnt in Berlin. Darüber hinaus können die Bassumer auf Janek Kreutzträger, Nico Gerritsen, Michael Weiler und eben Andreas Tiemann bauen – und damit auf das Team, das vor etwas mehr als einem Monat die erste Oberliga-Meisterschaft der Lindenstädter überhaupt perfekt gemacht hat. Ob das ein gutes Omen ist? „Schlecht ist das mit Sicherheit nicht“, sagt Tiemann und lacht. Die Chancen auf den Aufstieg, für den die Bassumer einen der ersten beide Plätze belegen müssen, ordnet er nüchtern ein. „Ich würde uns schon eher in der Außenseiterrolle sehen. Aber natürlich werden wir alles geben. Wir werden am Ende dann sehen, was dabei rauskommt. Wir gehen auf jeden Fall mit positiven Gefühlen und Emotionen in die Spiele.“ Verstecken müssen sich die Shooting Birds jedenfalls nicht, schließlich blieben Weiler, Gerritsen und Witt in der Liga ungeschlagen.

Neu sein wird für die Bassumer der Modus der Aufstiegsrunde: „Wir müssen drei Spiele an einem Tag bestreiten. Wir kennen ja sonst aus der Liga nur zwei“, nennt Tiemann einen vielleicht entscheidenden Unterschied. „Auf diesem Niveau ist das noch einmal eine ganz andere Belastung“, weiß er um die höheren körperlichen Anforderungen, zu denen bekanntlich auch noch der mentale Druck kommt. Und auch der wird noch einmal auf die Spitze getrieben, denn es gibt keine gewonnenen und verlorenen Unentschieden wie in der Liga mehr, sondern nur Sieg und Niederlage. Steht es also nach den Einzeln unentschieden, entscheiden nach dieser Reihenfolge das Satzverhältnis, das Punktverhältnis und dann die Begegnung auf Position vier. „Da zählt in jedem Spiel wirklich jeder einzelne Punkt“, weiß Tiemann. „Aber das macht es besonders spannend.“ Und so soll es in einer Aufstiegsrunde ja auch sein.

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