E-Tech Bassum

Technik als Leidenschaft

Vor rund einem Monat feierten Olaf Gehrmann und Fabian Beck die Neueröffnung ihrer Firma E-Tech. An der Syker Straße haben sie nun ihr Geschäft, sind aber viel unterwegs. Denn: Kundenkontakt ist wichtig.
11.11.2020, 17:13
Lesedauer: 3 Min
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Von Tobias Denne
Technik als Leidenschaft

An der Syker Straße in Bassum hat Olaf Gehrmann mit Fabian Beck das neue Geschäft E-Tech eröffnet.

Vasil Dinev

Bassum. Sein Motto lautet „Geht nicht, gibt's nicht“. Und das will Olaf Gehrmann von E-Tech aus Bassum auch genau so umsetzen. Warum sollte man im gesamten Haus die Wände aufreißen, um Kabel zu verlegen, wenn es doch auch mit WLAN klappt? „Das ist eine gute Lösungsmöglichkeit“, sagt der Mann aus Sudwalde. Am 1. Oktober hat er an der Syker Straße in Bassum sein eigenes Geschäft eröffnet: E-Tech. „Jedes Problem ist eine Herausforderung, die es zu lösen gilt“, sagt er.

Die ersten Wochen sind „gut angelaufen“, freut sich der Inhaber. Allerdings gab es zu Beginn viel zu organisieren, schließlich hat Gehrmann kein bestehendes Geschäft übernommen, sondern ein komplett neues eröffnet. Daher fehlt natürlich am Anfang der Kundenstamm. „Wir sind im Moment gut unterwegs bei Industrie- und Gewerbekunden“, erzählt er. Was natürlich nicht bedeuten soll, dass sich nicht auch Privatleute bei ihm melden können. So kümmern sich Gehrmann und sein Kollege Fabian Beck um alles, was mit Elektrotechnik zu tun hat. Wartung und Reparatur von Haushaltsgeräten, TV-Anlagen, Internet, Smarthome – „der Vorteil ist, man hat alles aus einer Hand“, betont Gehrmann.

Und er weiß, wovon er spricht, schließlich ist er kein Anfänger auf dem Gebiet. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Gehrmann in der Elektrotechnik-Branche und hat nun den Schritt zur Selbstständigkeit gewagt. „Die Firmen bleiben stehen“, findet der Experte. Denn auch, wenn es neue Lösungsmöglichkeiten für bekannte Probleme gibt, werden alte bevorzugt. Das will Gehrmann, der mit Beck einen Kollegen an der Seite hat, anders machen. Vor allem schreibt er den Service besonders groß. „Die Leute reden immer von der Servicewüste Deutschland. Aber mehr machen, das will niemand“, weiß Gehrmann.

Das liege seiner Meinung nach auch am schlechten Image des Handwerks. „Das ist nicht nur Wände aufkloppen. Wir sitzen viel am PC, rechnen und recherchieren“, betont Gehrmann, der auch gerne ausbilden möchte. Denn er wurde während seiner Lehrjahre gefordert und gefördert. „Da, wo ich war, konnte ich mich immer ausleben. Ich war als Abteilungsleiter auch immer mein eigener Chef“, erinnert er sich gern. Besonders wenn junge Leute dabei sind, fördert das noch mal die Motivation. Mit Beck hat Gehrmann auch an seinem vorigen Arbeitsplatz zusammengearbeitet – das Team kennt sich also schon länger.

Das Stichwort „zusammenarbeiten“ ist für den 50-Jährigen sowieso enorm wichtig. „Das Wichtigste ist, dass man dem Kunden zuhört. Auch wenn das Problem außerhalb des eigenen Gewerks liegt“, sagt er. Daher vermittelt er auch gerne zu anderen Branchen. „Man sollte nicht separat arbeiten, sondern vielleicht zusammen. Zum Beispiel bei Fotovoltaikanlagen können es andere besser als ich“, gibt er zu. Er findet, dass man gemeinsam den Kunden zufriedenstellen kann – und das ist die Hauptsache. Zwar nehme das Internet einem viel ab, allerdings sei es gerade bei Installationen wichtig, dass ein Experte Hand anlege.

Mit der Ladenfläche in der Syker Straße 9 in Bassum (vorher: Zoo21) haben er und Beck im Moment ein wenig viel Platz. Der Plan ist aber, auch einen kleinen Verkaufsstand einzurichten. Denn Laufkundschaft, die beim Supermarkt einen Einkauf tätigt, ist schon häufiger in das neue Geschäft gekommen. „Die Kunden kommen rein und fragen nach einem Kabel oder einem Rasierapparat“, erzählt Gehrmann und lacht. Auch deshalb will er künftig eine Fläche bei sich zum Verkauf umfunktionieren.

Ansonsten sind Gehrmann und Beck viel unterwegs. Im Moment nimmt neben Smarthome auch das Thema Homeoffice ordentlich Fahrt auf. „Wie richte ich das ein, ohne die ganze Wohnung neumachen zu müssen?“, lautet dann eine der Fragen. „Ich war zehn Jahre im Kundendienst, ich kenne die Geräte im Schlaf“, versichert Gehrmann. Manchmal könne er bei den Problembeschreibungen schon fast eine Ferndiagnose stellen. Gerade auf das Rausfahren und der Kundendienst will der 50-Jährige nicht verzichten. Das hat auch damit zu tun, dass es in Bassum und umzu kaum noch welche gebe. „Wir haben richtig Spaß an unserem Job“, sagt Gehrmann und schmunzelt.

Schließlich gehört Technik zu seinem Leben dazu. So beschäftigt sich Gehrmann nicht nur beruflich mit den neuesten Entwicklungen, sondern auch privat. Gehrmann sagt: „Ich mache das, worauf ich Lust habe.“ Technik und der Kundenkontakt gehören eindeutig dazu.


Mehr Infos, Kontaktdaten und Öffnungszeiten zu E-Tech finden sich auf der Internetseite: www.e-tech.one

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