Rainbow Gospelsingers

Ein Hauch von Afrika

Stehend spendeten die Zuschauer den Rainbow Gospelsingers in der Bassumer Stiftskirche ihren Applaus. Und das zurecht: Verzauberten die Musiker doch mit Gospel-Elementen aus Blues, Jazz und Rhythmen aus Afrika.
30.09.2019, 09:58
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Von Peter Cordes
Ein Hauch von Afrika

Drei Tage haben die Rainbow Gospelsingers das Programm intensiv einstudiert. Wenn es nach dem Applaus am Ende des Konzerts geht, dann hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt.

Braunschädel

Bassum. Mit „Oh Happy Day“, inklusive einem Solo von Andrea Rekert, eröffnete Moderatorin Tanja Kaiser am Sonnabendabend das Konzert der Rainbow Gospelsingers in der Bassumer Stiftskirche. „Unter dem Motto 'Sommer, Sonne, Gospel' wollen wir Gospel in der ursprünglichen, gewohnten spirituellen Form, mit zusätzlichen musikalischen afrikanischen Einflüssen näher bringen“, beschrieb Tanja Kaiser den vielen Gästen den geplanten Abend.

Unter musikalischer Leitung der Kreiskantorin Réka-Zsuzsánna Fülöp hatten die mehr als 30 Gospelchormitglieder im Gästehaus Theaterwerk in Wulsbüttel-Albstedt, nahe Bremerhaven, das Konzertprogramm während eines dreitägigen Aufenthalts einstudiert. Herausgekommen war ein abwechslungsreicher Abend, der die Konzertbesucher sofort in seinen Bann zog. „Réka-Zsuzsánna Fülöp holt immer das Beste aus uns heraus“, kommentierte Tanja Kaiser.

Während der erste Teil des Konzertes Gospel-Elemente aus Blues und Jazz beinhaltete, überraschte und faszinierte die außergewöhnliche Kombination des zweiten Teils mit deutlichen afrikanischen Rhythmen die Musikliebhaber. Den Takt rhythmisch mit drei Djemben – westafrikanischen Trommeln, hergestellt aus einem Baumstamm und mit einem Fell bespannt – angebend, schallten dazu die Stimmen durch die gesamte Stiftskirche, begleitet von Hanno Janssen am Schlagzeug und Nadine Remmert am Piano. Zusätzlich besetzte Kirchenkreiskantor Ralf Wosch, am Sonnabendabend auch einer der Gospelsänger, ebenfalls die große Orgel des Hauses. Besondere Begeisterung zeigte sich beim Solospiel des erst zwölf Jahre alten David Bence Wosch und dem später folgenden vierhändigem Spiel gemeinsam mit Maja Noémi Wosch am Piano. Im Reigen der vielen Soli wurde ganz besonders die tiefe Stimme von Wilhelm Alfke, einer der nur vier männlichen Chormitglieder, aufgenommen. Den Konzertabschluss bildete das Lied „Adiemus“ von Karl Jenkins, das auch den Werbespot der amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines unterstützt.

Stehend spendeten die Gäste nach dem fast dreistündigen Konzert ihren tosenden Beifall. Natürlich gab es auch eine Zugabe, bevor die Musikliebhaber des Abends die Stiftskirche verließen. Mit der Zugabe „I Will Follow Him“, vielen auch bekannt aus dem Film „Sister Act“, endete ein wunderschöner Konzertabend. Den Heimweg schon angetreten, zeigten auch Daniela und Guido Preisigke aus Syke ihre Zufriedenheit. „Der Abend hat uns sehr gut gefallen. Die Fahrt nach Bassum haben wir nicht bereut“, so die beiden übereinstimmend.

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