Hans Molkenthin im Porträt

Ein heller Stern am Bassumer Himmel

Hans Molkenthin macht seit 60 Jahren die Weihnachtsbeleuchtung für Bassum. Ein Porträt.
13.11.2018, 17:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Lena Mysegades

60 Jahre Weihnachtsbeleuchtung in Bassum – der Mann, der sich seit so langer Zeit darum kümmert, heißt Hans Molkenthin. Der ehemalige Marktmeister der WIR, der Wirtschafts- und Interessengemeinschaft Region Bassum, hat schon mit 15 Jahren in der Elektrofirma seiner Eltern mitgeholfen. Jetzt blickt er auf die vergangene Zeit zurück, hat die Sanierung seiner Weihnachtssterne im Blick und spricht mit dem SYKER KURIER über die Veränderungen in Sachen Stadtfeste.

„Damals war es noch so, dass die Eltern gewisse Bedingungen gestellt haben. Es war klar, dass ich ihre Werkstatt übernehme“, erzählt er. Der erste Streich seines Vaters war dann, dass er seinen Sohn beauftragte sich um die Lichterketten zu kümmern. „Am Anfang war die Weihnachtsbeleuchtung in Bassum noch aus Echthaartanne gebunden.“ Einige Geschäfte in der Innenstadt hätten sich diese zur Dekoration vorne angebunden. „Die Sulinger Straße war die erste Straße, die damals dann eine durchgängige Girlande bekam.“ Zehn Jahre später dann, Molkenthin war 25 Jahre jung, gab es eine Neuerung in der Lindenstadt. Der Elektriker verkaufte seine ersten Weihnachtssterne an die Läden und Boutiquen. Diese befestigte man wieder an den Hauswänden. Wieder zehn Jahre später dann kam Molkenthins großer Coup: Die großen Sterne wurden durch kleinere ersetzt, und der Bassumer durfte ganze 120 Sterne auf die Stadt verteilen. „Häuser stehen unterschiedlich. Deshalb wurden die Sterne nun an den Licht- und Strommasten befestigt“, sagt er. Bei Masten sei der Vorteil, dass es eine Flucht des Blickfelds gibt. Das sehe besser aus.

Alte Modelle werden aufgearbeitet

Genau diese Sterne sind jetzt 30 bis 35 Jahre alt. Teilweise würden sie der WIR gehören und teilweise den Molkenthins. „Wir müssen die alten Modelle jetzt dringend aufarbeiten.“ Das sei zwar teuer, aber immer noch günstiger, als neue zu kaufen. Diese Arbeit macht er gemeinsam mit seinem Sohn Uwe Molkenthin im Lager hinter seinem Elektrogeschäft und Wohnhaus. Beschäftigt zu sein, das gehört zu ihm. „Wenn du nichts machst, gehst du kaputt. Ich habe immer gearbeitet und auch immer meine Kontakte gepflegt.“

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Dass allerdings Jürgen Donner jetzt seinen Rang in der WIR übernommen hat, darüber ist der „Mister Stadtfeste“ froh. „Irgendwann ist Schluss. Bei den Festen ist man 13 Stunden auf Achse und sitzt keine zehn Minuten.“ In 40 Jahren hätte er für die Stadt und die WIR ungefähr 250 Feste betreut. Und auch jetzt macht Hans Molkethin noch alles Organisatorische. „Ich mache jetzt mehr das Technische, mein Vater spricht alles ab“, bestätigt Uwe Molkenthin.

Kegelbahn als Lager

Das Lager, in dem die beiden jetzt die brüchigen Kabel ihrer Sterne mit neuen aufwickeln, war früher eine Kegelbahn. Davor hätten sie die Sterne zum Einen beim Bauhof und zum Anderen in einem kleineren Lager aufgehoben. Außerdem sind 3500 Lichter jetzt LED-Leuchten. Die seien nicht nur energiesparender, sondern auch wasser- und bruchfest sowie erschütterungsresistent. Ende November müssen die Sanierungsarbeiten an der Weihnachtsbeleuchtung jedenfalls abgeschlossen sein. Dann müssen sie in der Innenstadt angebracht sein, um das Gefühl von Weihnachtszauber für die Menschen zu gewährleisten. Am ersten Dezemberwochenende ist Weihnachtsmarkt, und vom 14. bis zum 23. Dezember findet der Hüttenzauber statt. Dafür möchte der Workaholic gewappnet sein. „Wenn die Planung für Weihnachten fertig ist, denke ich schon wieder an das Frühjahr, in dem das Piazzetta-Festival steigt.“

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Die Kultur der Feste, die hat sich nach Molkenthins Ansicht aber zweifellos verändert. „Früher waren sie kleiner, die Leute waren leichter dafür zu begeistern und die Sättigung war auch nicht so stark“, sagt er. Heute gäbe es doch acht Veranstaltungen an einem Tag. Es zähle nur, wer besser ist.

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