Reisegarten Stiftspark

Ein Ort zum Entspannen

Früher wusste niemand, wo sich der Stiftspark befindet. Am Sonntag, 11. August, wird der Reisegarten Stiftspark in Bassum eingeweiht. Dafür haben sich verschiedene Akteure zusammengesetzt und Ideen entwickelt.
03.08.2019, 10:19
Lesedauer: 3 Min
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Ein Ort zum Entspannen
Von Tobias Denne
Ein Ort zum Entspannen

Machen es sich im Duft-Kräuter-Nasch-Garten schon mal gemütlich: Sabine Nörmann (v.l.), Petra Haase, Bärbel Schröder, Ulrike Schink, Anni Wöhler-Pajenkamp, Christian Porsch, Susanne Vogelberg, Stefanie Menzel und Detlev Block.

Fotos: Vasil Dinev

Bassum. Detlev Block von der Agenda21-Gruppe in Bassum ist sich sicher: „Früher wusste niemand, dass es den Stiftspark gibt.“ Kein Wunder, schließlich gab es keine richtigen Wege, alles war zugewuchert. „Man hatte keinen Grund, hier hochzugehen“, weiß auch Bürgermeister Christian Porsch. Das Gefühl, dass man auch mal durch den Park neben dem Naturbad und in der Nähe zur Stiftskirche mal spazieren gehen könnte, das kam nicht auf. Seit zehn Jahren kümmern sich unter anderem Anni Wöhler-Pajenkamp und Block um den Stiftspark. „Es freut mich, dass es soweit gekommen ist“, sagt Block. Er sitzt auf einer Bank der neuen Schutzhütte bei der Stiftsgerichtseiche. Von dort hat man einen schönen Blick über den neu angelegten Reisegarten Stiftspark. Damit demnächst nicht nur Bassumer wissen, wo dieser Garten ist und was dieser zu bieten hat, wird dieser am Sonntag, 11. August, ab 14 Uhr eröffnet.

Bassum ist die dritte Kommune der Win-Region, die ihren Reisegarten einweiht. Syke war schon, Weyhe kommt an diesem Wochenende und Stuhr und Twistringen werden noch folgen. „Das ist das erste große Projekt, das wir veranstalten. So wird die Vernetzung der Win-Region sichtbar“, sagt Bürgermeister Porsch. Denn alle fünf Reisegärten warten mit Gemeinsamkeiten auf – Sitzmöbel, eine Schutzhütte und Info-Tafeln sollen zeigen: Man gehört zusammen. „Aber jede Gemeinde hat auch seine eigenen Dinge“, erzählt Porsch, der sich darüber freut, dass viele helfende Hände dabei waren, um den Garten umzugestalten. „Das war eine Gemeinschaftsarbeit“, sagt er. Allerdings betont er, dass die Einweihung nicht das Ende der Fahnenstange für die Umgestaltung ist. „Der Park ist kein fertiges Konstrukt. Wir werden uns überlegen, wie man etwas ergänzen kann. Vielleicht etwas für Kinder“, schaut Porsch ein wenig in die weitere Zukunft.

Etwas näher liegt allerdings die Einweihung am 11. August, bei der die Besucher ein abwechslungsreiches Programm und verschiedene Stationen erwarten.

Duft-Kräuter-Nasch-Garten: Ein schwieriges Wort, das aber alles zusammenfasst. „Es werden alle Sinne angesprochen“, sagt Susanne Vogelberg von der Stadtverwaltung. Mit Unterstützung der Landfrauen, Anni Wöhler-Pajenkamp und Expertin Bärbel Schröder wurden Pflanzen ausgesucht, die „man auch in handelsüblichen Mengen“, wie Schröder lachend versichert, ernten kann. Rund 100 Pflanzen haben ihren Platz gefunden, die nächstes Jahr in ihrer vollen Blüte stehen sollen. „Also nicht alles wegnaschen“, mahnt Porsch. Bei der Einweihung gibt es Wildkräuter-Smoothies, etwa aus Brennnesseln oder Obst, und die Landfrauen verkaufen Bücher und „wir werden mit Kindern kreativ“, versichert Sabine Nörmann von den Landfrauen. Die dürfen nämlich Glückssteine bemalen. „Wir werden später auch den Garten pflegen und fitte Senioren aus dem Seniorenheim einbeziehen“, kündigt Nörmann schon mal an.

Bouleplatz: Auch einen rechteckigen Bouleplatz gibt es im Reisegarten. „Der Platz war noch gar nicht fertig, da haben schon welche darauf gespielt“, erinnert sich Detlev Block. Er selbst spricht von einem schönen Sport, den man spielen kann. „Wir haben ja auch Beziehungen nach Frankreich, da liegt es nahe, dass man sich damit beschäftigt“, findet er.

Landart-Projekt: Am Jakobshügel können Besucher laut Dechantin Ulrike Schink mit Bambus aus dem nichtöffentlichen Stiftsgarten einen Aufgang anlegen. „Das ist temporär. Es gibt die Idee, später das Material anders im Garten zu verwenden“, kündigt Schenk an. Auch die Kapelle der Stille in der Stiftskirche wird an diesem Tag geöffnet sein. Beim Kunstparkplatz können eigene Kreationen hergestellt werden.

Und als wäre das nicht schon genug, tritt das Duo Goldilocks and the Nightingale im Zuge des Gartenkultur-Musikfestivals auf. "Ab 14.30 Uhr wollen die Musiker mit Folk die Besucher in ihren Bann ziehen. Vogelberg ist sicher: "Das Konzert passt zum Park."

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