Fotomarathon Bassum

Auf die Plätze, fertig, knipsen

„Sechs Stunden – sechs Fotos – eine Landpartie und Du“ - das war das Grundprinzip des ersten Fotomarathons in Bassum. Ein kreativer Wettbewerb für Hobby-Fotografen, der motivierte, Bassum (neu) kennenzulernen.
06.09.2020, 15:36
Lesedauer: 3 Min
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Auf die Plätze, fertig, knipsen
Von Jürgen Juschkat
Auf die Plätze, fertig, knipsen

Lage sondieren: Als Orientierungshilfe gehörte zum Starterset jedes Teilnehmers beim Fotomarathon auch eine Karte von Bassum.

Vasil Dinev

Die Beschreibung der Veranstaltung sagt bereits viel aus: „Sechs Stunden – sechs Fotos – eine Landpartie und Du“. Der erste Fotomarathon Bassum startete am Sonnabendmorgen beim Rathaus und endete am späten Nachmittag an der Freudenburg. Es war kein klassischer Marathon, bei dem allein die Zeit zählt. Hier ging es vielmehr um eine Motivjagd, bei der jedoch ebenfalls die Uhr herangezogen wurde. Die Veranstalter um Claudia Voss aus dem Kulturamt der Stadt Bassum registrierten mehr als 80 Teilnehmer und waren damit vollauf zufrieden.

Frei nach dem Motto 2020 „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ erhielten die Starter bereits beim Auftakt am Bassumer Rathaus eine Karte mit den drei Themen: „Ein blaues Wunder erleben“, „Alles im grünen Bereich“ und „Das zeig‘ ich Dir schwarz auf weiß“. Innerhalb von drei Stunden mussten diese kreativ umgesetzt werden. Zwischenstation war um 14 Uhr an der Alten Oberförsterei an der Sudwalder Straße in Neubruchhausen. Hier erhielten die Marathon-Teilnehmer einen Stempel und die zweite Themenkarte mit den Infos zur Zielstation. Auf dem Weg dahin lauteten die drei restlichen Themen „Rosige Aussichten“, „Der Goldene Schnitt“ und „Das wird mir hier zu bunt“.

Bei der Freudenburg konnten die Marathonis, die vor allem mit dem Fahrrad gestartet waren, ihre Speicherkarte einlesen lassen. Es durften sich dabei nur ein Selfie mit der Startnummer und die sechs Fotos in chronologischer Reihenfolge auf der Karte befinden. Dabei war es nicht erforderlich, eine hochwertige Kamera zu besitzen. Wichtiger waren eine Speicherkarte, auf der alles festgehalten wurde, sowie besonders ausgefallene Ideen. Diese kreative Challenge im Landkreis Diepholz fand in Kooperation mit den Bremer Organisatoren um Ulrich Graf-Nottrodt statt, die seit fünf Jahren in der Hansestadt solch einen Fotomarathon mit bis zu 300 Teilnehmern veranstalteten. Nunmehr wurde eben dieses Bremer Event zu einer Landpartie, weil man zurzeit im benachbarten Bundesland kaum solch ein großes Event hätte durchführen können. Claudia Voss war mit der Beteiligung „über alle Maßen zufrieden“. Bereits mit 50 Startern hätte sie sich anfreunden können, doch es waren eben über 30 mehr.

Nicht nur die Veranstalter waren zufrieden, auch die Teilnehmer sprachen von positiven Eindrücken. „Ich war letztes Jahr schon in Bremen dabei. Nun hatte ich gezielt geschaut, ob trotz der Corona-Pandemie wieder ein Fotomarathon stattfindet", erzählte Sylvia Bückmann aus Sulingen. Sie finde es motivierend, "die Welt aus einem anderen Blickwinkel" zu sehen. Ihre Begleiterin Conny Hanke aus Scholen schloss sich an und hob den Wert der gemeinsam verbrachten Zeit hervor. Der Kirchweyher Rainer Willenbrock nahm mit seiner Freundin Uschi Gerdes teil. Beide sind schon in Bremen an den Start gegangen und lasen von der Bassumer Ausgabe in der Zeitung. „Meine Freundin hat gesagt, dass das doch sicher spannend sei, und so habe ich uns angemeldet", erinnerte er sich. Man müsse sich reinfallen lassen in die Themen, obwohl man nicht aus Bassum komme. "Die Ideen sind aber schnell gekommen und wurden umgesetzt“, berichtete Willenbrock. Auf die Frage nach den Ideen sagte er geheimnisvoll: „Wir waren kreativ.“ Der Bremer Norbert Jagemann gab zu, anfangs Anlaufschwierigkeiten gehabt zu haben. Insgesamt sei es aber "leichter als in den anderen Jahren" gewesen.

Es wird auch beim Bassumer Fotomarathon, für den sogar Teilnehmer aus Hamburg oder Osnabrück und natürlich auch Bremen angereist waren, einen Sieger geben. Die Besten werden aber erst Ende September von einer Jury ermittelt, die die Bassumer Profis Marco Gallmeier und Tara Frese sowie Meike Behrendt aus Bremen bilden. Die geplante Ausstellung dürfte es aber durch die Beschränkungen aufgrund von Corona wohl nicht geben. „Vielmehr ist eine Online-Ausstellung möglich“, erklärte Graf-Nottrodt. So ist für die Foto-Marathonis also erstmal Warten angesagt, bis die eigene Platzierung und die gesamte Fotoausbeute sichtbar werden.

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