Kommunales Kino Bassum

Film mit Nachhaltigkeit

Premiere in der Lindenstadt: Die Arbeitsgruppe Querschnittsthemen und nachhaltige Entwicklung bietet am 2. April ein kommunales Kino in der Kulturbühne Mittelstraße an.
29.03.2019, 18:55
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Film mit Nachhaltigkeit
Von Tobias Denne
Film mit Nachhaltigkeit

In Bassum wird erstmals ein kommunales Kino organisiert: Verantwortlich dafür sind Elke Steding (von links), Heiner Hibbing, Stefan Seltmann, Christine Gaumann und Martina Meyer.

Tobias Denne

Bassum. Mit ihrem Angebot schließen sie eine Lücke. „Hier in Bassum gibt es kein Kino“, weiß Christine Gaumann. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und Mitglieder der Arbeitsgruppe Querschnittsthemen und nachhaltige Entwicklung haben schon in den ersten Sitzungen überlegt, dass sie gerne Filme zeigen und eben diese Lücke schließen wollen. Für den Auftakt am Dienstag, 2. April, ab 17.30 Uhr haben sich die Organisatoren aber nicht irgendein Thema herausgesucht. „Wir wollten uns um Inklusion kümmern. Diese Filme sind wirklich charmant und sie stellen das Miteinander dar“, erzählt Gaumann.

Dafür haben sich die Organisatoren gleich zwei Filme herausgesucht: „Weser Lust Hotel“ und „All Inclusive“. Dabei zeichnet die Filme auch eine Verbindung zur Lindenstadt aus. „In den Filmen spielen zwei Bewohner einer Bassumer Wohngruppe als Statisten mit“, sagt Elke Steding. Darüber hinaus wird als besonderer Gast Regisseur Eike Besuden den Weg zur Kulturbühne Mittelstraße auf sich nehmen und mit zwei Schauspielern eine halbe Stunde zwischen den beiden Streifen mit den Gästen diskutieren und Fragen beantworten. „So eine Diskussion macht einen Film nachhaltig und man kommt mit den Menschen ins Gespräch“, weiß Martina Meyer.

Für ihren Auftakt hat sich die Gruppe die Kulturbühne Mittelstraße ausgesucht. Einlass ist ab 17.30 Uhr, um 18 Uhr beginnt „Weserlust Hotel“. „Der Film ist das Making-of von ‚All Inclusive‘“, verrät Elke Steding. Während der Pause von 19.30 bis 20 Uhr steht Regisseur Eike Besuden mit zwei Akteuren Rede und Antwort für die Gäste. Ab 20 Uhr läuft dann „All Inklusive“. „Eike Besuden moderiert nach den Filmen die Diskussion“, freuen sich Stefan Seltmann und die Gruppe, dass der Bremer mit dabei ist.

Und darum geht es: Der Film „All Inclusive“ erzählt die Geschichte von Ricky, der ein Hotel erbt. „Ricky ist behindert“, stellt er sich laut Ankündigung die Frage, ob er ein Chef sein will. Andere Menschen wollen ihn beeinflussen, weil sie sich einen Vorteil davon versprechen. Das Besondere an der Geschichte ist: Sämtliche Rollen wurden von Menschen mit Behinderung übernommen. „Weserlust Hotel“ dagegen wirft einen Blick hinter die Kulissen des Filmdrehs. Nach einem halben Jahr Vorbereitung wird der Film gedreht, und nicht immer geht alles glatt. „Eine immer wieder überraschende Arbeit am Tellerrand der Gesellschaft“, heißt es in der Ankündigung.

Die Gruppe Querschnittsthemen und nachhaltige Entwicklung, die sich im Zuge des Stadtentwicklungsprozesses gegründet hat, freut sich darüber, endlich in Bassum ein kommunales Kino anbieten zu können. „Es gibt zwar Filmreihen im Hansa-Kino in Syke, aber es kann nicht die Weisheit letzter Schluss sein, von Bassum nach Syke zu fahren“, ist Meyer überzeugt.

Gerade, weil es das erste kommunale Kino in Bassum ist, wollen die Organisatoren erst einmal die Resonanz abwarten, ehe sie weitere Pläne schmieden. „Viele Kommunen haben ein derartiges Kino“, weiß Steding. So etwa auch Syke oder Dörverden. Wichtig ist dem Team derweil, dass es keine Filme zum Berieseln sind, die sie anbieten. „Wir können uns auch Dokumentarfilme oder andere, über die man reden kann, vorstellen“, nennt Seltmann etwa Energiewende oder Plastik als aktuelle Themen. Womöglich können künftig auch Gäste Filmwünsche äußern. „Wir wollen Bassum bunter machen“, sagt Martina Meyer.

Der Eintritt für den Filmabend, bei dem Bewohner der Wohngruppe Getränke anbieten, ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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