Neuzugänge im Check

Der routinierte Fitness-Freak

Rückkehrer Max Hahnel hat sich schnell wieder in den Kader des TSV Bassum integriert. Ebrahim Jallow dagegen war vom Pech verfolgt: Er verletzte sich zu Beginn der Saison.
12.04.2021, 18:30
Lesedauer: 3 Min
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Von Jannis Klimburg
Der routinierte Fitness-Freak

Max Hahnel (links) stand nur eher selten in der Startelf, sorgte aber stets für frischen Schwung nach seiner Einwechslung.

Thorin Mentrup

Nach zwei Jahren Fußballpause auf den Punkt wieder fit zu sein und weiterhin zu den Konditionswundern der Mannschaft zu gehören, ist wahrlich nicht selbstverständlich. Doch für Max Hahnel vom Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum war das absolut kein Problem. In Windeseile arbeitete sich der 31-Jährige zu seiner alten Fitness zurück und kassierte in den acht Begegnungen der Lindenstädter somit auch zurecht einige Einsatzminuten ein. Ebrahim Jallow dagegen war vom Pech verfolgt, verletzte sich zu Beginn der Saison und kam somit nur auf zwei Kurzeinsätze. Die beiden Neuzugänge des TSV Bassum im Check.

Beruflich hätte er einfach keine Zeit mehr gehabt, verrät Hahnel bezüglicher seiner Fußballpause. „Unter der Woche war ich sehr viel unterwegs und konnte daher nicht trainieren“, betont der Unternehmensberater, der für Projekte oftmals weit reisen musste. „Und am Wochenende wolltest du dann deine wenige freie Zeit auch anders nutzen.“ Allerdings hat der Routinier den Fußball, den TSV Bassum und seine Teamkollegen schnell vermisst. Und so gab er im Frühjahr 2020 beim Winter-Cup in Sulingen sein Comeback. Dabei habe er absolut keine Ansprüche gestellt, wie er verrät. „Ich wollte einfach nur wieder ein bisschen kicken, Spaß mit den Jungs zusammen haben.“ Große Konditionsdefizite hatte er aufgrund der zweijährigen Pause nicht. „Ich bin oftmals joggen gegangen und zum Glück hatten die Hotels, in denen ich genächtigt habe, fast alle ein Fitness-Center“, schmunzelt er. „Doch bis mein Ballgefühl wiederkam, hat es schon etwas gedauert.“

Neue Position für Hahnel

Allerdings sah sich Hahnel bei seiner ersten Einwechslung auf einer ganz neuen Position wieder. Nicht im defensiven Mittelfeld, wo er eigentlich zuhause ist. Sondern auf dem rechten Flügel. „Ich komm schon eher über den Zweikampf, aber ich glaube, dass es einige im Kader gibt, die mit dem Ball versierter umgehen können und auch eine bessere Übersicht haben. Daher war das schon in Ordnung“, unterstreicht der 31-Jährige, der meistens nur von der Bank kam. Aber trotzdem immer alles reinwarf, auch wenn es nur für wenige Minuten war. „Max ist beim Training immer total fleißig dabei und ihn kannst du fast überall einsetzen“, lobt Klein seinen „Neuzugang“. Ebrahim Jallow dagegen konnte sich nie wirklich beweisen, musste sich gleich zu Beginn einer Operation am Kreuzband unterziehen. Der 20-Jährige kam im zurückliegenden Sommer vom FC Roland Bremen zu den Lindenstädtern. „Er ist ein richtig feiner Techniker, der total schnell unterwegs ist“, adelt Bassums Trainer. „Doch leider konnte ich ihn ja nicht oft spielen sehen.“

Fußball, Freundschaftsspiel, TSV Bassum, SV Mörsen-Scharrendorf, Bassum

Eine Saison zum Vergessen für Ebrahim Jallow (links). Früh verletzte sich der Neuzugang in der Vorbereitung.

Foto: Michael Braunschädel

Zu wenig Punkte geholt

Vielleicht hätte das dem TSV Bassum auch ein paar mehr Punkte eingebracht, wenn sich Jallow nicht verletzt hätte. So sind nach neun Spielen nur elf Zähler auf der Habenseite. „Für unsere Ansprüche ist das schlichtweg zu wenig“, urteilt Hahnel. „Ich habe uns selber ein bisschen weiter oben in der Staffel gesehen. Aber irgendwie fehlt uns dann einfach die Konstanz. Das war in der jüngeren Vergangenheit auch immer der Fall. Aber so oder so hätten wir mit dem Aufstieg nichts zu tun gehabt.“

Dennoch: Max Hahnel möchte auch in der kommenden Saison wieder voll angreifen. „So lange es meine Arbeit zulässt, werde ich auch weiter Fußball spielen. Ich kann es auch kaum erwarten, die Jungs endlich mal wieder zu sehen“, bekräftigt der Routinier, der schon eine Zeit lang die Kapitänsbinde trug. Allerdings wird er dann seinen Trainer Torsten Klein nicht mehr an der Seitenlinie brüllen hören, weil der bekanntlich zum Liga-Konkurrenten SV Bruchhausen-Vilsen wechseln wird. „Er wird dem Verein schon fehlen, weil er sehr akribisch gearbeitet und sich sehr viele Gedanken um das Training gemacht hat. Außerdem konnten wir Spieler unsere Idee immer miteinbringen. Er ist da immer sehr offen mit umgegangen.“

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