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Christian Jeinsen und TVE Nordwohlde gehen getrennte Wege

Der Kreisligist TVE Nordwohle und Trainer Christian Jeinsen gehen getrennte Wege.
26.06.2020, 15:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Jannis Klimburg
Christian Jeinsen und TVE Nordwohlde gehen getrennte Wege

Christian Jeinsen wird in der neuen Spielzeit nicht mehr an der Seitenlinie des Kreisligisten TVE Nordwohlde stehen.

Michael Braunschädel

Das hatte sich Christian Jeinsen mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. An die abgelaufene Fußball-Saison 2019/20 wird er sich in Zukunft nur ungerne zurückerinnern. Denn in der neuen Spielzeit wird der Trainer nicht mehr an der Seitenlinie des Kreisligisten TVE Nordwohlde stehen. „Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt“, gibt Jeinsen zu. Die Spatzen pfiffen es in den vergangenen Tagen schon von den Dächern, nun ist die Trennung also offiziell.

Und das war bereits die zweite Trainerstation in dieser Spielzeit für Jeinsen. Zu Beginn hatte der 60-Jährige beim Liga-Konkurrenten TSV Bramstedt angeheuert. Dort war jedoch nach wenigen Wochen schon Feierabend, Jeinsen musste aufgrund ausbleibenden sportlichen Erfolges gehen. „Die beiden Konstellationen kann man jedoch nicht vergleichen. In Bramstedt war die geringe Trainingsbeteiligung das große Problem. Und dort war ich nur eine kurze Zeit als Coach tätig“, unterstreicht er. „Hier in Nordwohlde hatten wir einfach viele Baustellen. Viele Leistungsträger waren verletzt, die mangelnde Fitness war am Anfang ein Riesenproblem.“ Doch gleichzeitig betont er auch, dass sich die Mannschaft zu jederzeit reingekniet und eine gute Wintervorbereitung gespielt hätte. „Mit der Mannschaft habe ich mich wunderbar verstanden, da passt kein Blatt zwischen uns. Doch leider konnten wir viele Ausfälle nicht kompensieren. Aus meinem 26-Mann-Kader hatte ich teilweise nur 14 bis 15 Spieler zur Verfügung.“ Ähnlich sieht es Reiners: „Christian hatte es auch nicht einfach, als er im Herbst zu uns gestoßen ist. Es ist dann auch sehr unglücklich gelaufen mit den vielen Invaliden. Es war für ihn schwierig, neue Impulse zu setzen.“ So rutschte der TVE Nordwohlde immer weiter in den Tabellenkeller bis auf den letzten Platz. Beim heutigen Verbandstag wird sich außerdem entscheiden, ob das Schlusslicht der Liga erhalten bleibt oder doch noch absteigt.

Unterschiedliche Visionen

An der Mannschaft lag die Trennung also nicht. Woran dann? „Wir haben unterschiedliche Visionen, was die Zukunftsplanung betrifft“, beschreibt Jeinsen. In den vergangenen Tagen hat sich der Übungsleiter mit dem ersten Vorsitzenden Torben Reiners und dem Spartenleiter Lüder Volkmann zusammengesetzt. „Wir haben alle weiterhin ein gutes Verhältnis und gehen im Guten auseinander“, stellt Jeinsen klar, der sich ein neues Engagement bei einem anderen Verein in der kommenden Saison durchaus vorstellen könnte. „Mein Herz schlägt weiter für den Fußball. Das kriegst du auch nicht mehr heraus“, scherzt der 60-Jährige. „Ich muss mal schauen, was so passiert. Aber ich würde gerne noch einmal einen anderen Trainerposten übernehmen.“

Mit Trainern in Gesprächen

Jetzt ist der Kreisligist TVE Nordwohlde also schon wieder auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter. „Die Gespräche laufen bereits. Aber es gibt noch nichts konkretes zu berichten“, sagt Reiners, der die möglichen Kandidaten geheim halten will. Was er vom Jeinsen-Nachfolger erwartet, gibt er jedoch Preis: „Er muss einfach gut zum Team und Verein passen. Die Jungs müssen Spaß daran haben, unter ihm zu trainieren. Das ist uns extrem wichtig. Dabei ist es egal, ob er viel Erfahrung mitbringt oder noch ein sehr junger Trainer ist.“

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