Streetfood-Festival Green Boy, Red Lady und Bubble-Waffel

Auch beim dritten Streetfood-Festival an der Sulinger Straße in Bassum lockten die Betreiber mit kulinarischen Besonderheiten die Gäste zu ihren Ständen. Von traditionell bis exotisch war alles dabei.
22.04.2019, 18:42
Lesedauer: 3 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Bassum. Schon kurz nach der Eröffnung um die Mittagszeit herrschte reger Betrieb. Viele Ausflügler nutzten am Sonnabend die Gelegenheit, einen Abstecher zum dritten Streetfood-Festival rund um den Parkplatz des Modehauses Maas an der Sulinger Straße in Bassum zu machen. Aber: Es bildeten sich noch keine Schlangen an den Foodtrucks.

„Wir haben unser Mittagessen hierher verlegt, aber konnten den Burgertruck vom letzten Jahr nicht finden. Da mussten wir eben was Neues ausprobieren“, erzählten Besucher aus Bassum. Also hatten die Gäste sich für einen Burger von einem anderen Anbieter entschieden und einem Tütchen gekringelter Kartoffeln mit Soße, während andere der Wildkrakauer, der Rehsalami oder der Fleischbombe den Vorzug gaben. All das gab es bei Jens sin Backstuuv. Er ist ein Wiederholungstäter und schon zum dritten Mal beim Streetfood-Festival: „Ich war schon beim ersten Mal dabei und gehörte zu den wenigen, die nicht ausverkauft waren“, erinnert er sich noch an die Premiere, die mit ebenso gutem Wetter gesegnet war wie die jetzige dritte Auflage. „Letztes Jahr war das Wetter nicht so gut, das merkt man dann auch gleich“, erzählte der Standbetreiber aus Bremen, der mittlerweile hauptberuflich in diesem Gewerbe tätig ist und vor allem Mittelaltermärkte bereist. Bassumer kennen ihn womöglich vom Bovelmarkt: „Ich hatte die Idee, besondere Speisen anzubieten nach dem Besuch eines solchen Marktes. So bin ich dazu gekommen." Deshalb hat sein Essensangebot auch so kreative Namen wie Dreikäsehoch, Drachenauge oder Scharfer Stecken.

Auch für die „Offroader“ Brian und Ron aus Hannover ist es das dritte Mal, das sie nutzen, um ihre leckeren Pizzen und Flammkuchen zu verkaufen: „Michael (Maas, Anm. d. Red.) wollte uns gern dabei haben“, so Ron. Drei Minuten dauert der Backvorgang im 500 Grad heißen Ofen. „Normale Pizzaöfen haben nicht diese Temperatur und brauchen deshalb länger“, erläuterte er und wünschte sich für den weiteren Verlauf noch mehr Gäste.

Wer die „Red Lady“ oder den „Green Boy“ essen wollte, wurde am Stand von Ulli Paul fündig. Mit ihren Flationos – gefüllten Fladen – war sie sowohl im vergangenen Jahr als auch bei der Piazetta dabei, aber nicht so zufrieden mit dem Umsatz: „Das war einfach zu heiß, da hatten die Leute keinen Appetit und haben lieber etwas getrunken. „Ich komme sehr gern hierher, die Kunden sind sehr nett, und es ist eine tolle Atmosphäre“, lobte die Standbetreiberin.

Derweil ein wenig unschlüssig zeigte sich ein anderer Gast: „Ich überlege noch, ob ich Pizza nehme oder Pommes und Bratwurst.“ Er steuerte dann aber doch die Bratwurst-Biene von Georg Bert an, freute sich über das traditionelle Angebot: „Hier schmecken die Pommes eben doch noch anders als bei McDonald's“. Und auch Bert ist kein Neuzugang beim Streetfood-Festival und war schon bei der zweiten Auflage dabei: „Wir waren sehr zufrieden mit dem Umsatz“, zog er mit Blick auf 2018 ein positives Fazit.

Auf einem anderen Truck war zu lesen: „Local Food ist gut“, und im Angebot waren Holsteiner Spanferkel, Holsten Dinger, Ferkelbox, Lümmeltüte und Kringel-Pommes. Bezeichnungen, die für Neugier sorgten, aber für ein traditionelles Angebot standen, während sich andere schon den Nachtisch in Form von „Bubble-Waffel“ gefüllt mit Eis schmecken ließen: „Wir kommen aus Huntlosen, sind hergefahren, weil wir Hunger hatten“, kommentierten Christian, Lena, Felix und Hauke. Auch für sie war es nicht die Premiere, waren sie doch ebenfalls im vergangenen Jahr in Bassum. „Wir haben in Wildeshausen die Straßenschilder gesehen und beschlossen, hierher zu kommen“, so die jungen Leute, die am Abend dann das Osterfeuer in ihrem Heimatort bei Oldenburg besuchen wollten.

Wer weniger Kalorien bei seinem Nachtisch haben wollte, konnte sich ein „Snow Ice“ kaufen, eine Innovation eines Herstellers aus Bad Zwischenahn, die vor allem für Veggiefans geeignet war, da das Eis nur aus Früchten, Wasser und ein wenig Zucker besteht, die bei minus 25 Grad gefroren werden. Und natürlich gab es auch viele Getränkeangebote wie vom Vino, der neuen Weinbar in Bassum: Weine, weiß, rot, rosé, aber auch das beliebte „Aperol Sprizz“ wurden von Geschäftsführerin Monja ausgeschenkt. Davon fühlten sich auch rührige E-Biker angesprochen, die ganz aus Bruchhausen-Vilsen hergefahren waren und sich freuten, eine neue Strecke entdeckt zu haben: „Wir sind sonst immer anders herum gefahren, aber haben jetzt eine landschaftlich wirklich schöne Tour entdeckt“, freuten sich die beiden Radler auf die Belohnung mit Essen und Trinken.

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