Grundschulen Bassum

Neue Schulleiter gesucht

Die, die könnten, wollen nicht: Die Grundschule Petermoor sucht einen Leiterin, die Grundschule Mittelstraße gar eine Direktorin und eine Konrektorin. Und dazu: mehr Platz.
11.06.2021, 17:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Wolfgang Sembritzki
Neue Schulleiter gesucht

Auf Bassums Grundschulen kommen Veränderungen und vor allem viele neue ABC-Schützen zu. Hier in Bramstedt wird wohl bald angebaut.

Vasil Dinev

Bassum. Die Stadt hat es versucht. Doch unterm Strich bleiben vier Stellenausschreibungen, wie Erster Stadtrat Norbert Lyko am Donnerstag vor dem Schulausschuss referierte: Die Grundschule Petermoor braucht eine neue Direktorin, die die Grundschule Mittelstraße gar eine neue Direktorin, Konrektorin sowie eine Sozialarbeiterin. Die Lehrkräfte, die die Leitungen bislang kommissarisch übernommen haben, möchten diese wieder abgeben. Trotz aller städtischer Werbeversuche.

Auf das neue Personal kommt jede Menge Arbeit zu. Zum kommenden Schuljahr werden 159 Kinder eingeschult – eine ohnehin schon hohe Zahl, die sich aus der Einwohnerstatistik ergibt. Und sie wird mindestens bis zum Beginn des Schuljahres 2026/27 konstant bei etwa 160 liegen, so Lyko. 2022 gäbe es zwar Stand heute "nur" 142 ABC-Schützen, im Jahr darauf folge allerdings mit 187 Schülern der Ausreißer nach oben. Durch die neuen Baugebiete in Nordwohlde und Bramstedt sei Bevölkerungszuwachs zu erwarten. Dennoch: "Alles im Lot, nur in Bramstedt muss etwas getan werden", sagt Lyko. 

33 Kinder würden diesen Herbst in Bramstedt eingeschult, dafür sei man gerüstet, schließlich hätten im vergangenen Jahr bereits mit 26 Schülern verhältnismäßig viele ihren Schuldienst angetreten. Daher könnte es für die kommende zweite Klasse eng werden, führt Lyko weiter aus: Als Notbehelf könnte vorerst der Speiseraum dienen, langfristig komme man um einen Anbau nicht herum. Dieser würde rund 600.000 Euro kosten. "Die soziale Infrastruktur muss nun der baulichen Infrastruktur folgen", so Lyko. Eike Sellmer (Die Grünen) merkt an, dass ein Anbau zwar teuer sei und wegen des derzeitigen Baustoff- und Handwerkermangels länger dauern werde. Allerdings müsse man aufpassen, dass dem Ausschuss nicht die Zeit wegläuft und daher schnellstmöglich mit dem Vorhaben starten, denn: "Die Lösung mit dem Speiseraum geht gar nicht!" Die Kinder bräuchten je einen adäquaten Platz, um zu essen und zu lernen. Zudem habe gerade die Pandemie die Enge in großen Klassen gezeigt, weshalb zusätzlicher Platz vonnöten sei. 

Die Digitalisierung in den Bassumer Schulen schreitet ebenfalls voran, berichtet Robert Noatschk von der Stadtverwaltung. Im Zuge des Digitalpakts habe die Stadt bislang 175.000 Euro von möglichen rund 211.000 Euro an Fördermitteln beantragt, bewilligt wurden bislang 166.000 Euro. Das Geld fließt unter anderem in Leihgeräte für benachteiligte Schüler, 20.000 Euro wurden für den Kauf von 50 iPads samt Zubehör bewilligt. 23.000 Euro werden für Leihgeräte für Lehrer veranschlagt. Die Zahlungen aus dem Digitalpakt gäben den für die Digitalisierung nötigen Anschub, auch wenn Noatschk oft mit bürokratischen Hürden zu kämpfen habe. Denn der Kontakt zum zuständigen Landesamt sei bisweilen schwierig, zudem seien die Anträge sehr aufwendig. Aber: "Wir wollen die Digitalisierung, insofern ist das gut investiert", so Noatschk.

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