Tobias Hoffmann

Die Allrounder

Beim Unternehmen Hoffmann Bauservice und Dienstleistungen aus Hallstedt gibt es alles aus einer Hand. Tobias Hoffmann hat sich als Allroundhandwerker vor fast zwei Jahren selbstständig gemacht.
18.11.2020, 16:31
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Die Allrounder
Von Tobias Denne
Die Allrounder

Von Hallstedt nach Huchting: Das Team um Tobias Hoffmann (links) ist nicht nur in Bassum unterwegs.

Fotos: Vasil Dinev

Bassum-Hallstedt. Er selbst bezeichnet sich und sein Team als Allroundhandwerker. Mal kommt Tobias Hoffmann zum Streichen, mal zum Decke abhängen oder zum Fensteraustausch. Und das sind nur ein paar von den Arbeiten, für die Kunden sich an Hoffmann Bauservice und Dienstleistungen wenden können. „Es macht so viel Spaß“, sagt der Hallstedter über seinen Beruf, für den er sich vor fast zwei Jahren selbstständig gemacht hat.

„Ich wusste vorher überhaupt nicht, dass es den Bereich gibt“, erzählt Hoffmann heute. Denn mit seinem Verein Faithline organisiert er seit vier Jahren Transporte nach Osteuropa, für die er immer wieder Spenden sammelt. Die kamen unter anderem aus Hausauflösungen, wenn etwa der Bewohner gestorben war. „Wenn wir die Spenden herausgeholt haben, kamen nach uns die Entrümpler“, sagt Hoffmann. Warum denn nicht auch das Entrümpeln übernehmen, dachte sich Hoffmann. „So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe“, erzählt er und machte sich daraufhin Anfang 2019 selbstständig – erst nebenbei, seit Oktober desselben Jahres arbeitet er ausschließlich als Allrounder. Als Ein-Mann-Unternehmen sorgte er zunächst dafür, dass Häuser leer werden, damit die Renovierungen starten können. Die übernahm er wenig später auch.

Alles muss raus: Körperlich schwere Arbeit gehört für das Hoffmann-Team dazu.

Alles muss raus: Körperlich schwere Arbeit gehört für das Hoffmann-Team dazu.

Foto: Vasil Dinev

„So hat man alles aus einer Hand“, begründet Hoffmann, der mittlerweile drei Leute eingestellt hat. Die Arbeit hat sich wieder verändert und der Aufgabenbereich erweitert. So sorgen er und sein Team auch für Trockenbau und -ausbau oder verrichten Gartenarbeit. „Jetzt sind bei uns größere Projekte umsetzbar, wir können zwei bis drei Baustellen zur selben Zeit bearbeiten“, sagt Hoffmann nicht ohne Stolz. Denn dank seines Teams funktioniere das wunderbar. Jeder weiß, was er zu tun hat. „Wenn die Abläufe stimmen, dann kann man gut was stemmen“, ist er überzeugt. Dem gelernten Tischler ist wichtig, dass seine Kollegen vor allem handwerklich etwas drauf haben. „Wenn man die praktischen Fähigkeiten mitbringt, dann passt das“, sagt Hoffmann. Denn einfach ist die Arbeit ganz und gar nicht. So kommt es bei Entrümplungen durchaus vor, dass man mit Maske, Brille und in einem Schutzanzug Mineralwolle entsorgt. „Man atmet dann den ganzen Tag nur durch die Maske. Das muss man können“, weiß der Hallstedter. Dennoch „haben wir viel Spaß bei der Arbeit“.

Und die wird immer mehr. „Seit Jahresbeginn ist die Auftragslage steil nach oben gegangen“, freut er sich. Trotz Corona-Pandemie. Und selbst, wenn die Arbeit manchmal etwas anders aussah, als es sich Hoffmann gedacht hatte. „Ich wurde gefragt, ob ich eine Klobrille aus dem Baumarkt holen könnte“, erinnert sich der Unternehmer. Im Frühjahr waren die Baumärkte für Privatleute ja geschlossen, Hoffmann konnte helfen.

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Foto: Vasil Dinev

Der Hallstedter stellte zu Jahresbeginn nicht nur drei Kollegen ein („grundsätzlich suche ich gute Leute“), sondern besorgte sich auch einen neuen Transporter und erweiterte den Radius. So sind Hoffmann und sein Team bereit, rund 60 Kilometer für die Baustelle zu fahren. Manchmal sind sie nur ein Tag auf der Baustelle, mal drei oder auch eine ganze Woche. „Dann geht‘s weiter“, sagt er. Gerade diese Abwechslung macht die Arbeit für den Hallstedter interessant. „Man kann anpacken und Probleme lösen. Und am Ende sieht man, was man geschafft hat“, sagt er. Gleichzeitig helfen er und seine Kollegen – gerade mit Entrümpelungen – nach einem Todesfall den Angehörigen. „Wir können so unseren Teil dazu beitragen, dass die Last etwas leichter wird“, ist Hoffmann überzeugt. Die Angehörigen geben einmal den Schlüssel ab und, wenn sie ihn wiederbekommen, dann ist alles fertig und sauber. Er weiß, dass die Arbeit für Angehörige extrem schwer sein kann. Beim Ausräumen findet Hoffmann dann auch schon mal Briefe, die in einer Schublade lagen. So lernt Hoffmanns Team den Toten oder die Tote irgendwie kennen. „Wir müssen überall reinschauen“, sagt er angesichts der Abfalltrennung. Schnüffeln tun sie indes nicht. Aber: „Es zeichnet sich ein Bild von der Person, man sieht ein wenig von der Lebensgeschichte.“

Trennung von Abfall ist auch der Grund, warum die Allrounder etwa vor einem Hausabriss durch die Räume gehen und alles rausholen, was am Ende kein Bauschutt mehr ist. Türen, Rigips-Platten, Dämmwolle, Vertäfelungen – alles muss raus. Danach kann die Arbeit des Baggers und der Abriss losgehen. Aber auch Interessierte, die ihre Wohnung renovieren oder einfach eine neue Wand haben wollen, können sich bei den Allroundern melden. „Wir machen auch ganze Wohnungen neu, indem wir alte Wände abreißen und neue hochziehen“, erzählt Hoffmann. Dabei arbeite man mit einem Architekten zusammen.

Info

Zur Sache

Kontaktmöglichkeit

Weitere Informationen zu Hoffmann Bauservice und Dienstleistungen finden sich im Internet auf der Seite www.hoffmann-bassum.de. Der direkte Weg zu Tobias Hoffmann läuft über die Telefonnummer 01 77 / 8 96 77 28.

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