Jazz-Frühschoppen "Endlich wieder volle Hütte"

Nach drei Jahren Corona-Pause hat der Jazz-Frühschoppen an der Bassumer Freudenburg wieder stattgefunden. Letztlich waren alle Seiten mit der Veranstaltung glücklich.
07.06.2022, 18:03
Lesedauer: 3 Min
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Von Norbert Lyko

Bassum. Frühschoppen, super Musik, sonniges Wetter – wenn das zusammenkommt, ist der Erfolg vorprogrammiert. So auch am Pfingstmontag in Bassum am Vorwerk der Freudenburg. Die Sonne ließ sich zwar anfänglich etwas bitten, zeigte sich dann aber von ihrer besten Seite. Und das Ambiente um das Vorwerk tat ein Übriges dazu. Zwei Jahre hatte das Coronavirus den Jazz-Frühschoppen ausgebremst, jetzt konnte wieder voll durchgestartet werden. Deshalb auch die erleichternden Worte der Kulturbeauftragten der Stadt Bassum, Claudia Voss: „Endlich mal wieder eine volle Hütte.“

Gut 150 Besucher nutzten das kulturelle und noch dazu kostenfreie Angebot der Stadt Bassum, um die Musik zu genießen und ins Gespräch zu kommen. 
Musikalisch sorgte die Band School House Seven mit Happy-Jazz-Klängen für beste Stimmung. Die Band begleitet das seit 2013 stattfindende Event öfter mit ihrer Guten-Laune-Musik.

Auf der Bühne standen am Pfingstmontag: Olaf Wetjen (Posaune), Dirk Haverland (Schlagzeug), Andreas Schnisa (Trompete), Reiner Arndt (Kontrabass) und Jürgen Brings (Gitarre). Für die sonst zur Band gehörenden Mitglieder Bernd Sagell und Boris Wagner sprangen kurzfristig Andreas Eden (Banjo, Gesang) und Hansjörg Klotz (Klarinette, Saxofon) ein.

Warum der Name School House Seven? Weil sich 2004 die Band um Initiator Berthold B. Kollschen gründete, sieben Mitglieder der Band angehören und man sich zum ersten Probenabend in einer Schule, nämlich im Musiksaal der KGS Weyhe, traf. Soweit die einfache Namenserklärung.

Wichtiger aber noch das Repertoire der Band. Es umfasst bekannte Stücke des Oldtime- und Dixieland-Jazz, aber auch neuere Stücke wie „Bei mir bist du schön“ wurden vorgetragen. Mit guten Soli und einem 1a-Zusammenspiel überzeugten die sieben Jazzer und ließen dabei auch nicht erkennen, dass nicht die Stammformation aufspielte. Das Publikum quittierte dies mit mitklatschen, mitsingen und mitwippen und sparte auch während des Spielens nicht mit Applaus. Dagmar Möller aus Ostholstein war hin und weg: „Ich habe schon viele Veranstaltungen von School House Seven besucht und bin immer wieder begeistert. Selbst der Ersatz ist richtig gut gelaunt.“

Hauptsächlich war unter den Zuschauern die Altersgruppe Ü50 zu finden. Aber auch bei den Jüngeren ließen sich Anhängerinnen ausmachen, die – so wie Zofia – „Dixieland von klein auf lieben“. Bürgermeister Christian Porsch, der sich mit seiner Ehefrau ebenfalls unter den Zuhörern befand, freute sich, dass die Menschen wieder Lust haben, sich zu treffen und die Open-Air-Angebote der Stadt freudig annehmen.

Nicht nur das Publikum zeigte sich hocherfreut, Bandmitglied Olaf Wetjen sagte stellvertretend für die Band: „Während der Pandemie traten wir nur zu den Luthergottesdiensten in der Stiftskirche auf. In diesem Jahr hatten wir bisher nur einen Auftritt, und zwar auf der Waldbühne in Bremen und jetzt, heute in Bassum. Bassum ist für mich die Kulturhauptstadt im Landkreis Diepholz. Angefangen hat alles im Jahre 2008 mit dem Bassum-Open-Air-Jazz. Anerkennung für das Bassumer Publikum, dass es nach der langen Pandemie-Abstinenz jetzt wieder zu den Veranstaltungen kommt und diese mit seinem Enthusiasmus belebt.“

Der Initiator der Band, Berthold B. Kollschen, ließ sich die Gelegenheit des Frühschoppens ebenfalls nicht entgehen. Er war in den vergangenen Jahren immer dabei und stellte fest: „Ich habe so viele bekannte Gesichter gesehen. Das zeigt deutlich die Treue der Anhängerschaft zu dieser Musikrichtung und zu dem Angebot der Stadt Bassum. Und, na klar, hat es mich wieder in den Fingern gejuckt, wenn ich da an meine Zeit als Kornett- und Trompetenspieler in der Band denke.“

Die Wirtegemeinschaft, die für das leibliche Wohl und den Aufbau der Bestuhlung verantwortlich zeichnete, wurde auch nicht enttäuscht. Gastwirt Andree Meyer sagte: „Tolle Veranstaltung, Wetter super, auch die Erbsensuppe wurde ordentlich nachgefragt. Gegenüber dem letzten Frühschoppen in 2019 ein Absatzplus.“ Zum Abschluss sah man die sichtlich zufriedene Kulturbeauftragte Claudia Voss: „Wenn eine Veranstaltung so läuft, ist das das größte Lob für meine Arbeit.“

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