Lukas-Schule Bassum

Der Plan steht

Noch laufen die ganzen Arbeiten am Anbau der Lukas-Schule in Bassum. Einen Haufen Arbeit haben die Handwerker noch vor sich, ehe die Schüler ab August dort einziehen können. Aber: Der Plan bleibt bestehen.
01.07.2020, 17:07
Lesedauer: 3 Min
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Der Plan steht
Von Tobias Denne
Der Plan steht

Digital soll's sein: Wenn der Neubau fertig ist, dann wird jedes Klassenzimmer eine Digitaltafel erhalten.

Michael Braunschädel

Bassum. Noch versperrt eine dicke Eisentür den Durchgang im Erdgeschoss. Friedhelm Bilsing nimmt seinen Schlüsselbund in die Hand und schließt die Tür auf. Sofort ist die Musik aus dem Radio zu hören und die Handwerker zu sehen, die sich im Anbau der Lukas-Schule in Bassum befinden. Beschäftigt sind sie, sollen doch in etwas mehr als zwei Monaten Schüler in die Räume einziehen. „Das wird ein straffes Restprogramm“, weiß Bilsing vom Dienstleistungszentrum der Lukas-Schule.

Das Richtfest ist mittlerweile sechs Monate her und seitdem hat sich in dem 1500 Quadratmeter großen Bau einiges getan. Der Rohbau ist fertig, der Estrich ebenfalls, die Fenster sind drin, die Decken sind abgehängt, die Platten fehlen noch. Beim Blick nach oben zeigt sich: Das Gebäude ist vollgepackt mit Technik. „Wir heizen mit einem Lüftungssystem“, erzählt Bilsing. Die Rohre hängen schon über der abgehängten Decke. Die Wärme dazu kommt aus einer Wärmepumpe, die von der eigenen Fotovoltaikanlage versorgt wird. Neben den Rohren schlängeln sich unzählige Leitungen, denn: Das Gebäude soll technisch hochmodern ausgestattet werden. „Wenn wir den Anbau an die Schulleitung übergeben, dann wird die ganze Schule digitale Tafeln besitzen“, kündigt Bilsing als Beispiel an. Herkömmliche Kreidetafeln sucht man dann in der gesamten Schule vergebens. Mit den riesigen Bildschirmen gibt es im Unterricht deutlich mehr Möglichkeiten. Nicht zu wissen, wie eine Pflanze aussieht? Kein Thema: Dank Internet kann ein Bild gesucht werden. Auch können Schüler ihre Bildschirme der Tablets bei der Tafel teilen und so gemeinsam weiterarbeiten. „Das sind andere Anforderungen für Schüler und das pädagogische Personal“, weiß Bilsing.

Im bestehenden Gebäude gibt es schon entsprechende Tafeln, in den neuen Räumen sollen sie ebenfalls zum Einsatz kommen. „Wir wollten nichts Altes mehr einbauen“, erzählt Bilsing. Er steht mittlerweile im künftigen Musikraum. Dort, wo vor sechs Monaten noch der Wind durch die nicht vorhandenen Fenster zog, „kann man sich langsam vorstellen, wie es hier aussehen soll“, freut er sich. Einige Fenster sind bodentief, draußen soll eine Terrasse entstehen, um Veranstaltungen drinnen wie open air anbieten zu können. Nicht nur der Musikraum im Erdgeschoss kommt in das neue Gebäude, sondern auch ein Kunst- und Werkraum im Obergeschoss.

Dort fallen sofort die hohe Decke und die zusätzlichen Fenster auf. Ein sogenanntes Scheddach wurde eingebaut. Dank der zusätzlichen Fenster fällt deutlich mehr Licht in den Raum als bei einer herkömmlichen Decke. „So kriegen die Schüler optimales Licht“, berichtet Bilsing. Zwar fehlen die Werkbänke und das Waschbecken noch, aber auch in diesem Raum sind ansonsten noch Kleinigkeiten zu erledigen. „Viele Kleinbaustellen“, nennt Bilsing das, der sich freut, dass alles so unkompliziert während des Baus gelaufen ist. Insgesamt sei er mit dem Fortschritt zufrieden.

Gerade bei diesen beiden Räumen zeigt sich, dass es doch eng geworden war in der Lukas-Schule. Denn bis vor dem Ausbruch der Corona-Krise lernten die Fünftklässler im Gebäude der Lukas-Grundschule. Der Platz war einfach nicht da. Auch fehlten ein eigener Musik- sowie Kunstraum – bislang. Vorher mussten die Schüler ihre Kunstprojekte in den Klassenräumen herstellen. Durch die zusätzlichen Räume – allein sieben Klassenzimmer – haben natürlich auch mehr Schüler Platz in den Gebäuden. So besuchen nächstes Schuljahr 410 Kinder und Jugendliche die Einrichtungen (Grundschule, Realschule, Gymnasium). „Wir haben noch vereinzelt Plätze frei“, sagt Claudia von Klitzing, Leiterin des Gymnasiums. Sogar ein eigener Raum für die Oberstufenschüler soll drin sein, damit diese mal unter sich sein können. Differenzierungsräume zwischen den Klassenzimmern, Toiletten und ein Server-Raum komplettieren das Raumangebot.

Auch Claudia von Klitzing freut sich, wenn die Baustelle abgeschlossen ist. Am 3. August soll der große Umzug starten, die Schule beginnt wieder am 27. August. „Am 21. August wollen wir der Schulleitung das Gebäude übergeben“, kündigt Bilsing an. „Die Schulleitung will das auch“, antwortet von Klitzing und lacht. Denn dank des Coronavirus können die fünften Klassen schon jetzt im großen Gebäude unterrichtet werden, in der Grundschule haben die Renovierungsarbeiten derweil begonnen. „Nächstes Schuljahr startet die Grundschule das erste Mal zweizügig“, erzählt von Klitzing. Daher werden die Räume gebraucht. „Die fünften Klassen können dann endlich hier beginnen. Dann gehören sie auch räumlich zu den Großen.“

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