Verwaltungsausschuss Bassum

Weichen für Naturbad-Sanierung gestellt

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Bassum fasste vergangene Woche einige Beschlüsse - beispielsweise zur Sanierung des Naturbads. Eile war geboten, da der Förderbescheid nur eine bestimmte Zeit Gültigkeit hat.
25.05.2020, 17:07
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Von Ilias Subjanto
Weichen für Naturbad-Sanierung gestellt

Christian Porsch.

Jonas Kako

Bassum. Nachdem der Bassumer Verwaltungsausschuss am vergangenen Mittwoch getagt hatte, informierte Bürgermeister Christian Porsch nun über die Ergebnisse der Sitzung. „Wir wollen endlich das Naturbad attraktivieren“, sagt der Verwaltungs-Chef zufrieden. Die Stadt hatte für die Sanierung des Freizeitbads einen Antrag auf Fördermittel gestellt (wir berichteten). Der Förderbescheid des Amts für regionale Landesentwicklung in Höhe von 170 000 Euro liegt mittlerweile vor, hat jedoch nur eine bestimmte Zeit Gültigkeit. „Daher wurde ein Beschluss des Verwaltungsausschusses benötigt“, erklärt Porsch. Bis Frühjahr 2021 müsse die Stadt den Förderanteil in Anspruch nehmen, wahrscheinlich werde jedoch eine Verlängerung beantragt, so der Bürgermeister.

Im ersten Bauabschnitt soll für eine Beheizung des Wassers im Schwimmbecken gesorgt werden. Dies wird nach Porschs Angaben wahrscheinlich mit einer Solarthermieanlage geschehen. Zudem ist geplant, das Becken zu sanieren und neue Wasserspielelemente anzuschaffen. Insgesamt sind für die Bauarbeiten 435 000 Euro veranschlagt, die Fertigstellung ist für das kommende Jahr vorgesehen. Nachdem der Pächter des Naturbads seinen Vertrag nicht verlängert hat, wird die Stadt das Freizeitbad in Eigenregie betreiben. Über die Höhe der Eintrittspreise habe sich die Stadtverwaltung allerdings noch keine Gedanken gemacht, sagt Porsch.

In Groß Ringmar wird es ein neues Baugebiet geben. Einer entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans 2000+ stimmte der Verwaltungsausschuss zu. „Wir möchten gerne eine neue Fläche entwickeln und Neubauten ermöglichen“, erklärte der Verwaltungs-Chef. Das ausgewiesene Wohnbauland befindet sich in der Nähe des Groß Ringmarer Feuerwehrhauses.

Mehr eine Formalie war die Neufassung der Satzung der Betreuungsgebühren für die Bassumer Kitas. Die Kindertageseinrichtungen in Bassum sind bekanntlich aufgrund der Corona-Auflagen seit Wochen geschlossen; Eltern, die ihre Kinder nun selber betreuen, müssen seit Anfang April keine Kita-Gebühren bezahlen. Damit alles rechtskonform zugeht, war es notwendig gewesen, dass der Verwaltungsausschuss nachträglich einen entsprechenden Passus zur Gebührenfreiheit in die Satzung aufnimmt.

Bei einem Flurbereinigungsverfahren, das aktuell in den Gemeinden Neuenkirchen und Schwaförden stattfindet, fallen einige Feldwege in Bassumer Gebiet. Schwaförden hat Bassum daher gebeten, einen Teil der Kosten zu übernehmen. 36 000 Euro lässt sich die Stadt die Beteiligung kosten. „So günstig kann man an neue Wege nicht rankommen“, findet Porsch. Denn: 75 Prozent der Gesamtkosten erhalte die Stadt als Zuschuss vom Land.

Auf der Tagesordnung stand ebenfalls ein Weg in der Stadtmitte, nämlich der Weg zur Stiftskirche Bassum. Dieser wird an die Kirchengemeinde verkauft, die dort einen Parkplatz bauen möchte. Konkret geht es um eine Fläche von 221 Quadratmetern. „Der Parkplatz kann auch öffentlich genutzt werden“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Das Bassumer Jugendhaus Fönix bekommt eine neue Leitung. Nachfolger der Sozialpädagogin Hilke Bald wird ab 1. Juli Marcus Libbertz aus Verden, der die öffentliche Ausschreibung für sich entscheiden konnte. „Wir haben einen sehr guten Eindruck von ihm erhalten und sind sicher, seine und unsere Vorstellungen gut umsetzen zu können“, sagt Porsch über Libbertz.

Personalentscheidungen gab es auch bei den Feuerwehren. Bei der Ortsfeuerwehr Albringhausen wurde Ortsbrandmeister Heino Raven wiedergewählt. Sein Stellvertreter Jörn-Hinrich Neddersen trat nicht erneut zur Wahl an, sein Nachfolger wird Sven Schulze. Ortsbrandmeister Joachim Meyburg und sein Stellvertreter Martin Klinker von der Ortsfeuerwehr Neubruchhausen wurden in ihrem Ämtern bestätigt. Der Verwaltungsausschuss beschloss diese Personalien einstimmig. Endgültig für sechs Jahre ihre Ämter sicher haben die vier Feuerwehrmänner, wenn der Rat der Stadt Bassum bei seiner nächsten Sitzung am 23. Juni grünes Licht gibt.

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