Neubruchhausen

Digitaler Austausch

Die Dorfgemeinschaft Neubruchhausen hat sich digital mit Bürgermeister Christian Porsch und Erstem Stadtrat Norbert Lyko getroffen. Dabei ging es um Themen, die den Ort bewegen.
04.12.2020, 16:29
Lesedauer: 3 Min
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Digitaler Austausch
Von Tobias Denne

Bassum-Neubruchhausen. Die Themen, die die Dorfgemeinschaft „neubruchhausen.de“ auf dem Zettel hatte, hatten es in sich. Fahrradweg an der Landesstraße 332 nach Bassum, die Zukunft der Grundschule, Verkehr im Ort und Baugebiete. Ein buntes Potpourri, um die Menschen in Neubruchhausen wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Dafür luden Maik Dannemann, Raimund Schrader und Kai Uwe Bohn als Vertreter der Dorfgemeinschaft zu einem Online-Gespräch ein. Ortsvorsteher Hendrik Bülter, Bürgermeister Christian Porsch und Erster Stadtrat Norbert Lyko standen dabei Rede und Antwort.

Thema Radweg: Beim Radweg an der L 332 nach Bassum herrschte lange Jahre, gar Jahrzehnte, nur Stillstand. Nun könnte es schnell gehen, denn in den vergangenen Monaten kam Bewegung in die Sache. Bürgermeister Porsch schätzt, dass der Radweg im kommenden Jahr realisiert werden kann. Mittlerweile sind die Unterlagen in den Händen der Straßenbaubehörde in Nienburg, die diese prüfen. „Die sind auf dem allerneusten Stand, was Breite und Überquerungen angeht“, betonte Porsch. Schließlich habe sich in den vergangenen fast 30 Jahren (seitdem ist der Radweg Thema) einiges an Vorgaben geändert. Porsch geht davon aus, dass noch 2021 das Band durchgeschnitten und der Radweg offiziell eröffnet werden kann. „Ich kann kein festes Datum nennen, da viele unbekannte Faktoren reinspielen“, sagte der Verwaltungs-Chef zu den Planungen.

Thema Grundschule: Dass Verwaltung und Politik die Grundschule in Neubruchhausen erhalten wollen, das ist klar. Daher wurde zum einen die Bezirkssatzung geändert, sodass etwa Bramstedter Eltern ihre Lütten in Neubruchhausen anmelden können. Auch das Hortangebot ist mittlerweile kostenlos. „Wir haben gute Voraussetzungen, nicht nur wegen des Campus, sondern auch wegen der Menschen“, sagte Norbert Lyko zu diesem heiklen Thema. So sind nicht nur die Grundschullehrerin Ulrike Templin und Kita-Leiterin Sonja Dannemann überaus engagiert, sondern die Stadt und Mitarbeiter gehen offensiv in die Werbung. „Jeder kann nach Neubruchhausen gehen“, betonte Lyko noch einmal. Mithilfe eines Flyers, der verteilt wird, soll nun für den Bildungscampus geworben werden. Die Frage von Kai Uwe Bohn, wie es mit dem Schülertransport aussieht, konnte Lyko damit beantworten, dass man im Vorfeld mit dem Landkreis Diepholz gesprochen habe, der für die Beförderung zuständig ist. „Das muss klappen. Es wäre sträflich, die Grundschule aufzugeben“, unterstrich er. Indes ist die Verwaltung realistisch, dass diese Änderungen noch keinen extremen Anstieg der Schülerzahlen zur Folge haben werden. Ein Baugebiet könnte helfen. Womit wir beim nächsten Thema wären.

Thema Baugebiete: Bereits vor vier Jahren war die Innenbereichssatzung für das Baugebiet „Jakobsberg“ Thema der politischen Beratungen. „Die rechtlichen Vorbereitungen können wir machen“, sagte Porsch. Für die Umsetzung wäre indes ein Geldgeber notwendig. „Politik und Verwaltung wollen eine Lösung finden, um die Kosten für die Leute attraktiv zu halten“, betonte er. Gleichzeitig führe man Gespräche zu weiteren Flächen, um Bauland auszuweisen. Welche genau, das wollte Porsch nicht verraten. Dannemann bot vonseiten der Dorfgemeinschaft Hilfe an, um Bauplätze gegebenenfalls zu finden. „Wir brauchen jemanden, der sich den Hut aufsetzt“, machte er aber angesichts eines notwendigen Investors deutlich.

Thema Verkehr: Der hat in den vergangenen Jahrzehnten ordentlich zugenommen in dem Ort. Das Problem, das die Dorfgemeinschaft sieht: Viele Auto- und Lkw-Fahrer fahren zu schnell nach Neubruchhausen hinein. „Das 70er-Schild wird ignoriert“, monierte Schrader angesichts der Strecke von Ochtmannien nach Neubruchhausen. Da vor allem im Wohngebiet Schewe Kämpe viele Kinder leben, ist das dort „saugefährlich“, wenn der Verkehr zu schnell unterwegs ist. Porsch sah das Problem, dass die Stadt nicht befugt sei, die Geschwindigkeitsbegrenzung hinabzusetzen. Auch Blitzer könnte nur der Landkreis aufstellen. Er betonte, dass die Geschwindigkeitsdisplays, die in diesem Jahr unter anderem auch in Neubruchhausen (von Bassum und von Sudwalde kommend) aufgestellt wurden, um eines ergänzt werden. So sehen die Menschen auch von Ochtmannien nun, wenn sie zu schnell unterwegs sind. „Das hilft bei Menschen, die einen guten Willen haben“, ist Porsch überzeugt.

Thema Breitband: Hendrik Bülter konnte berichten, dass die ersten Rohre für das Glasfaser in der Hauptstraße versenkt wurden. Das passt dazu, was Porsch sagte: Der Ausbau der weißen Flecken ist fast abgeschlossen, der der schwarzen Flecken beginnt langsam. Während die weißen Flecken vom Landkreis gefördert werden (da das Internet dort deutlich zu langsam ist), bezahlt die GVG Glasfaser mit ihrer Marke Nordischnet den Ausbau der schwarzen Flecken selbst. „Ich schätze, dass die ersten weißen Flecken im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres angeschlossen sind“, schaut Porsch in die Zukunft.


Weitere Infos über Neubruchhausen gibt es auf www.neubruchhausen.de.

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