Fußball

Nordwohlde und die Bitterkeit des Fußballs

Der TVE zeigt seine beste Saisonleistung und geht in der Schlussphase in Führung. Doch der TuS St. Hülfe-Heede schlägt noch zweimal zu.
18.08.2019, 19:50
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Von Thorin Mentrup

Diese Niederlage musste auch Trainer Martin Werner erst einmal verdauen. „Das war brutal“, lautete seine erste Reaktion auf das 2:3 (1:1) gegen den TuS St. Hülfe-Heede in der Fußball-Kreisliga und sprach kurz darauf von der Bitterkeit des Fußballs. Sehr vieles hatte der punktlose TVE besser gemacht als in den vergangenen Wochen, trotzdem war das Resultat am Ende dasselbe: wieder nichts Zählbares. Nordwohlde wartet also weiterhin auf den ersten Punkt der Saison.

So nah wie gegen Hülfe-Heede aber waren die Gastgeber noch nicht dran. Überhaupt wirkten sie wieder mehr wie das Nordwohlde der vergangenen Serie: Der TVE spielte durchaus selbstbewusst, traute sich wieder zu kombinieren und erspielte sich dementsprechend auch einige Chancen. „Wir haben viel Power und viel Einsatz ins Spiel gebracht, und zwar von der ersten Minute an“, konnte Werner seiner Mannschaft keinerlei Vorwurf machen. Die Gastgeber investierten enorm viel, hatten das 0:5 vom Pokal in Brockum offensichtlich sehr gut weggesteckt und gaben die richtige Antwort auf dem Platz. Selbst das 0:1, laut Werner ein Treffer aus heiterem Himmel, schockte sie nicht (20.). Im Gegenteil: Sie gaben durch Jannes Schorling direkt die richtige Antwort (21.). Danach dominierte Nordwohlde die Begegnung, hatte zum Beispiel durch Linus Brunner oder auch Pascal Matz gute Gelegenheiten und belohnte sich dann in der Schlussphase durch Matheis Heikoops Solo (81.). Nordwohlde war dem verdienten Erfolg so nah, doch dann brachen die letzten Minuten an: Zunächst glich Aydin Sünün per Foulelfmeter aus (90.) – und als wäre das noch nicht bitter genug für die Gastgeber, entriss ihnen André Glatzel in der zweiten Minute der Nachspielzeit per Kopf sogar noch den einen Zähler. Ein weiterer und darüber hinaus richtig bitterer Tiefschlag, den die Nordwohlder erst einmal wegstecken müssen.

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