Obstbaum-Pflanzaktion Kaputt und müde, aber glücklich

Etwa 25 Menschen haben am Mittwoch ganze Arbeit geleistet. Sie pflanzten zwischen Neubruchhausen und Wickbranzen 72 Obstbäume. Die Idee dazu stammt vom Neubruchhauser Andreas Templin.
25.11.2021, 16:30
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Kaputt und müde, aber glücklich
Von Micha Bustian

Bassum-Neubruchhausen. Es wird früh dunkel im Spätherbst. Das bemerkten auch die letzten Verbliebenen der Baumpflanzaktion in Neubruchhausen am Mittwoch. "Vier Leute vom BUND, zwei weitere Menschen, Hans-Hermann Schrader und ich", zählte Neubruchhausens Ortsvorsteher die Truppe auf, die letztlich zufrieden auf ihr Werk blicken durfte: Mehr als 60 Obstbäume wurden an Wegeseitenrändern zwischen Bassum und Syke, zwischen Neubruchhausen und Wickbranzen gesetzt. Die Idee dazu stammte vom Neubruchhauser Andreas Templin.

Anfangs, gegen 10 Uhr, hatten sich "so 20 bis 25 Leute" eingefunden, erklärt Werner Wisloh. Eine durchaus beachtliche Zahl, so mitten in einer Zeit, zu der viele Menschen eigentlich arbeiten müssen. Die stellvertretenden Bürgermeisterinnen aus Syke und Bassum, Cathleen Schorling und Edith Heckmann, packten auch mit an, eine Gruppe vom Rotary-Club stand bis mittags zur Verfügung. Sie hatten einen Teil der Bäumchen finanziert. Darüber hinaus unterstützte das Streuobstwiesenbündnis Niedersachsen diese Aktion über den europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung im ländlichen Bereich. 

Die ersten sechs Bäumchen hatte diese Bürgerinitiative bereits Pflöcke für die Wetzlinge wurden bereits in der vergangenen Woche gesetzt (wir berichteten). Nicht, um schon mal eine sichtbare Reservierung zu tätigen, sondern, um den Besitzern der angrenzenden Grundstücke die Möglichkeit zu eröffnen, zu schauen, ob nicht der eine oder andere noch zu pflanzende Obstbaum künftig im Wege stehen würde.

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"Arbeitshandschuhe, Spaten, Gummistiefel", das war es, was laut Werner Wisloh an Ausrüstung mitgebracht werden musste. Er stand Schaufel bei Fuß und musste zugeben: "Das war schon ein Aufriss." Das bestätigte auch Reinhild Olma von der Bassumer Stadtverwaltung. Die freute sich darüber, dass von Frank Kliem weitere sieben Bäume auf der Gevers Wise platziert wurden. "Das soll später eine öffentliche Streuobstwiese werden, auf der jeder Obst pflücken darf."

Der Bassumer Bauhof hatte an den Straßenrändern zwischen Neubruchhausen und Wickbranzen zwar schon Löcher gebuddelt, aber auch darüber hinaus gab es noch einiges zu tun. "Wühlmausschutz, Wurzelballen eingraben, an den Stützpfählen befestigen, das dauert seine Zeit", erzählte Neubruchhausens Ortsvorsteher.

Blasen an den Händen – nein, das hatte Werner Wisloh auch nach 72 eingebuddelten Apfel-, Kirsch-, Birnen- und Pflaumenbäumen nicht. Anstrengend sei die Aktion indes schon gewesen. "Ich musste zwischenzeitlich dienstlich weg, bin dann aber zurückgekommen, um weiter mitzuhelfen." Am Ende sei er "kaputt und müde" gewesen. Aber auch glücklich. Die Vorstellung, wie es in zwei, drei Jahren an den Straßenrändern aussehen würde, ließ ihn lächeln. "Das wird wunderbar sein."

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