Fußball Okels Coup in Bassum

Der Aufsteiger zeigt bei den Lindenstädtern eine reine Abwehrschlacht. Eine Chance reicht dann zum Sieg. Die Gastgeber enttäuschen, haben aber auch Pech.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup

Bassum. Der TSV Okel hat in der Fußball-Bezirksliga für eine weitere Überraschung gesorgt: Mit dem letzten Aufgebot gewann der Aufsteiger beim TSV Bassum mit 1:0 (0:0) und kletterte auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Schlüssel zum Erfolg waren eine leidenschaftliche Defensivleistung, eine große Effektivität und auch eine Portion Glück. Die Gastgeber dagegen enttäuschten auf ganzer Linie.

Okels Trainer Lutz Schröder war einfach nur stolz auf seine Elf. „Ich kann den Jungs nur ein Riesenkompliment machen, wie sie sich reingekämpft und alles gegeben und sich gegenseitig gepusht haben“, sagte er nach dem ersten Zu-Null-Sieg in einem Pflichtspiel seit dem 2:0 über die TSG Osterholz-Gödestorf am 18. November vergangenen Jahres. Dass der TSV nach fast einem Jahr ausgerechnet in Bassum wieder ohne Gegentor bleiben würde, war angesichts der personellen Situation nicht zu erwarten gewesen: Nur zwölf Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft standen auf dem Spielberichtsbogen. Die Verteidigungsschlacht, zu der sich die Partie aus Gästesicht entwickelte, war also wahrlich nicht verwunderlich. Aus dem Okeler Kollektiv ragten Marlon Reyher und Clemens Backhaus, die gemeinsam mit Manuel Hopp die Innenverteidigung der Fünferkette bildeten, sowie Jörn Kastens und Hasan Sabehaioun noch ein Stück heraus.

Das Tor des Tages erzielte Marvin Zwiebler, der nach einem Pass von Richy Rabba ein Solo startete, schon fast zu weit abgedrängt schien und trotzdem mit Hilfe des Innenpfostens Keeper Dominik Overmeyer überwand (63.). Es war die einzige richtige Gelegenheit der Gäste. „Und eigentlich wollte Marvin auch flanken“, grinste Schröder. Manchmal müsse eben auch eine Chance reichen. Der Coach wusste aber auch: „Wir hatten das nötige Glück auf unserer Seite.“ Deshalb haderten die Bassumer: Sowohl Wilke Kluge (49.) als auch Patrik Remmert (89.) scheiterten am Aluminium. Ansonsten waren die Gastgeber vor allem im ersten Durchgang gefährlich gewesen, überwiegend nach Standards. Insgesamt war der Auftritt der Lindenstädter fußballerisch äußerst bieder und vor allem nach dem Rückstand zu hektisch. „Wir haben zu umständlich gespielt, hatten keinen Biss und kaum Kombinationen“, ärgerte sich Klein. So reichte es nicht, um einen fußballerisch limitierten, aber dafür emotional verteidigenden Gegner zu bezwingen, geschweige denn dauerhaft vor Probleme zu stellen. Deshalb verpasste Bassum die Chance, sich in die Top Fünf vorzuschieben. Okel dagegen durfte feiern: Der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt acht Punkte.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+