CTC Bassum

Gegen Sucht und für Respekt

Von der Kita bis zur weiterführenden Schule: Für die Präventionsarbeit in Bassum hat die Lenkungsgruppe CTC unter der Leitung von Anne Heinze dem Schulausschuss neue Projekte vorgestellt.
11.06.2021, 17:37
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Von kiw
Gegen Sucht und für Respekt

Angebote für Kinder und Jugendliche, wie etwa hier im Jugendhaus Fönix, stehen im jüngsten Bericht der Lenkungsgruppe CTC Bassum im Vordergrund.

Michael Braunschädel

Bassum. Anne-Kathrin Heinze hat sich Verstärkung mitgebracht. Bevor die Leiterin der Lenkungsgruppe CTC („Communities That Care“, deutsch: Gemeinschaften, die sich kümmern) in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, die coronabedingt erneut online stattfinden musste, das Wort an ihre Kollegen gibt, stellt sie selbst Ergänzungen im Präventionsprogramm der Stadt vor.

Demnach soll es das "Respekt-Trainingsprogramm" künftig nicht nur in Grundschulen geben, sondern auch in Kitas und weiterführenden Schulen. "Das ist eine Einzigartigkeit", betonte Heinze. Schüler und Kita-Kinder trainieren dabei soziale Fertigkeiten für ein respektvolles Miteinander. Gleichzeitig soll laut Elsbeth Ruholl vom Mütter-Kinder-Zentrum das Programm "Kita-Move" ausgebaut und auf Grundschulen ausgedehnt werden, das Fachkräfte in den Bildungseinrichtungen stärken soll. 

Patrick Ehnis vom "Release Netzwerk psychosozialer Hilfen" in Brinkum stellte die Programme "1000 Schätze" und die Begleitung von Kindern aus suchtbelasteten Familien vor. Im ersten sollen Kinder und Jugendliche lernen, mit antisozialem Verhalten umzugehen. Für das Letztgenannte sei laut Ehnis eine halbe Personalstelle vorgesehen, die 110.000 Euro auf vier Jahre kosten soll. Der Anteil der Stadt Bassum liege bei überschaubaren 1100 Euro pro Jahr. Der Vorteil bei diesen Projekten sei, dass Kinder "verlässliche Bezugspersonen außerhalb der Familie" bekämen, so Patrick Ehnis. Ausschussvorsitzender Rainer Hartmann gab zu bedenken, dass gerade Schüler bei psychischen Erkrankungen oder Suchtbelastung "nicht damit hausieren gehen würden" und der Erstkontakt schwierig wäre. Ehnis bestätigt dies. Das liege in der Natur der Sache: "Die, die sich nicht zeigen, verliert man." Die jedoch, die auf dem Weg sind, ihre Probleme anzupacken, gelte es zu stärken. 

Ehnis betont auf Nachfrage, dass es nicht darum gehe, ein komplett neues Programm hochzuziehen, sondern vielmehr darum, Kinder und Jugendliche in bestehende Angebote, etwa in Sportvereine zu vermitteln. Der Schulausschuss zeigte sich von diesen Vorhaben überzeugt.

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