Schulausschuss Bassum Es wird eng

Viele Baugebiete, viele Kinder. Und die müssen irgendwo zur Schule gehen. Deshalb sprach sich der Schulausschuss Bassum am Dienstagabend einstimmig für einen Anbau an die Grundschule Bramstedt aus.
24.11.2021, 16:25
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Micha Bustian / abu

Bassum-Bramstedt. Bramstedt boomt. 32 Jungen und Mädchen sind zum laufenden Schuljahr an der örtlichen Grundschule eingeschult worden. Für das Jahr 2023/24 sind sogar 38 Neulinge angekündigt. Eine Zahl, die in einer Klasse nicht zu unterrichten ist. "Und dabei ist das neue Baugebiet nicht eingerechnet", erklärte Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko während der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend. 30 Bauplätze würde etwa sieben Grundschulkinder bedeuten. Und es gibt zwei Baugebiete im Dorf. Heißt: Es wird eng in der Grundschule Bramstedt. Und deswegen soll gebaut werden.

Es läuft auf eine Zweizügigkeit hinaus in Bramstedt. Und das nicht nur in einem Jahrgang, somit sei die Notwendigkeit von Erweiterungsbauten besser zu rechtfertigen. Schulleiter Tobias Baron stellte in der Sitzung die Schulausschusssitzung vom 12. November 2019 die Arbeit in der Grundschule vor und sprach sich für eine bauliche Erweiterung aus. Laut Beschlussvorlage wurde abschließend ein Arbeitskreis Grundschulstruktur gegründet und damit beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, wie auf eine deutliche Erhöhung der Schülerzahlen in Bramstedt zu reagieren sei.

Auch der Arbeitskreis Grundschulstruktur befand am 21. Januar 2020, dass die Schülerzahlen im Bramstedt steigen werden, was – wenn auch nicht sofort – eine Zweizügigkeit der Grundschule zur Folge haben könnte. Und obwohl die örtliche Grundschule vor Jahren schon mal zweizügig war, sei es nicht so, dass genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stünden. Ehemals als allgemeine Unterrichtsräume genutzte Räume würden inzwischen als Förderraum für Inklusion, Musikraum, Speisesaal, Schulbüro und Lehrerzimmer genutzt werden. Eine Rückkehr zur alten Nutzung käme nicht in Betracht, heißt es in der Beschlussvorlage. Eine Umsteuerung der Schülerströme nach Neubruchhausen durch eine Änderung der Schulbezirke wäre der Elternschaft kaum zu vermitteln.

Der Arbeitskreis Grundschulstruktur schlug einen Anbau vor, der die pädagogischen und baulichen Notwendigkeiten vereint. Favorisiert wird im ersten Schritt ein Anbau mit zwei Unterrichtsräumen, dazu  Differenzierungsräume. Dieser Anbau soll von der Durchfahrtsstraße aus gesehen auf der Rückseite des Schulgebäudes entstehen, parallel zur Turnhalle liegen und eine Erweiterung in einem zweiten Bauabschnitt ermöglichen. Dabei zu berücksichtigen sind auch die Bedürfnisse des Turn- und Sportvereins Bramstedt, der direkt nebenan residiert.

1,52 Millionen Euro soll dieser Anbau kosten und zum Schuljahresbeginn 2023 fertig sein. Maria Babic von der Gruppe Gemeinsam kommentierte: "Die Zahlen sprechen für sich. Wir brauchen den Platz für den Unterricht." Dorit Schlemermeyer (SPD) fand, eine familienfreundliche Stadt wie Bassum brauche familienfreundliche Angebote. "Und das wird ein richtig tolles Angebot."

Der Beschlussvorschlag lautet wie folgt: Die Grundschule Bramstedt wird um vier allgemeine Unterrichtsräume erweitert – Differenzierungsräume eingeschlossen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Details zu planen, die Detailplanung ist der Politik zur Freigabe vorzulegen. Dies wurde vom Schulausschuss in der Grundschule an der Mittelstraße einstimmig begrüßt. Nun hat der Rat der Stadt Bassum das letzte Wort.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+