Schulausschuss Bassum Dickster Brocken geht nach Bramstedt

Schulausschuss Bassum hat den Teil des Haushalts für das Jahr 2022, für das er zuständig ist, einstimmig befürwortet. Nach den vielen Zahlen wurde es noch emotional: Norbert Lyko verabschiedete sich.
14.01.2022, 15:32
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Dickster Brocken geht nach Bramstedt
Von Micha Bustian

Bassum. Nun geht es auch in Bassum los mit den Haushaltsberatungen. Der Schulausschuss startete damit am Donnerstagabend. Abschließend wurde die Stimmung noch etwas sentimental: Für den Ersten Stadtrat Norbert Lyko war es seine letzte Sitzung in diesem Gremium. Er geht zum 1. April in den Ruhestand.

Doch zurück zum Fachlichen. Rund 1,18 Millionen Euro stehen als Ausgaben im Ergebnis-Haushalt: 851.000 Euro für die Grundschulen, 17.000 Euro für die Schulbeförderung und 212.000 Euro für "Sonstiges". Das trug Julia Niemann von der Stadtverwaltung vor. Ihr zufolge ist dies "eine Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2021". In Zahlen: Vergangenes Jahr wurden etwa 66.000 Euro mehr ausgegeben.

An Investitionen, aufgelistet im Finanz-Haushalt, hat die Stadt Bassum für die Grundschulen und "sonstige schulische Aufgaben" 1,436 Millionen Euro geplant. Darunter sechsstellige Beträge für den Umbau der Grundschule in Bramstedt (750.000 Euro) oder die Sanierung der "Alten Schmiede" an der Grundschule Mittelstraße (380.000 Euro, wir berichteten). Zu den in der Beschlussvorlage genannten Zahlen kamen weitere 18.000 Euro für Softwarelizenzen, erläuterte Julia Niemann.

Dorothee Binder (CDU) fragte nach den Kosten für die EDV. Julia Niemann entgegnete, dass dafür 33.000 Euro in den Ergebnis-Haushalt eingestellt worden seien, dazu im Finanz-Haushalt 4000 Euro für EDV-Netzwerke und besagte 18.000 Euro für Softwarelizenzen. Binder wies auch auf Beschwerden in Sachen Systembetreuung hin. "Wer macht das", fragte die Christdemokratin. "Es wurde geklagt, weil Betreuung nicht so fließend lief wie gewünscht." Das Netzwerk für die Schüler werde vom Landkreis betreut, antwortete Julia Niemann. Der habe bereits gemerkt, dass er für diese Aufgabe mehr Personal brauche und auch entsprechend mehr Geld in seinen Haushalt eingestellt. "Für den Rest ist unsere EDV-Abteilung zuständig." Dafür gebe es Zuweisungen vom Land Niedersachsen.

Henning Meyer (CDU) kam coronabedingt auf fest installierte Lüftungsanlagen zu sprechen, sogenannte RLT-Anlagen. Er wollte wissen, ob die Umsetzung der bestehenden Pläne abhängig von der Haustechnik seien. Diese sei schließlich zurzeit nur unzureichend besetzt. Julia Niemann erklärte, die Stadt warte zurzeit auf den Zuwendungsbescheid für die RLT-Anlagen. Und der Haustechniker könne ersetzt werden.

Dann war wieder Dorothee Binder an der Reihe. Sie verwies darauf, dass 2026 das Ganztagsgesetz für Grundschulen geändert werde. "Da müssen wir die Schulsituation fristgerecht anpassen." An der Grundschule Petermoor in Bassum herrsche Raumbedarf. "Wann wollen wir mit der Planung beginnen?" Hier antwortete Norbert Lyko. "Wir werten jedes Jahr die Entwicklung der Schülerzahlen aus", begann er. Auf Grundlage dieser Zahlen würde nun ja auch die Grundschule in Bramstedt ausgeweitet. Der Erste Stadtrat nannte allerdings die Förderrichtlinie "unkoordiniert und nicht strategisch". Deshalb bereite sich die Verwaltung auf ein Gespräch mir André Kolley von der Landesschulbehörde vor. Zu beantwortende Fragen: "Was müssen wir jedes Jahr tun? Was ist mit den kleinen Außenstellen? Was ist mit Ganztag und Hort?" Letztlich wurde der Haushaltsplan vom Schulausschuss einstimmig befürwortet.

Zum Abschluss der Sitzung gab es Applaus für den bald scheidenden Norbert Lyko. Die Schulausschussvorsitzende Eike Sellmer lobte ihn für seine "hochmotivierte und beharrliche Arbeit". Lyko zählte die Highlights seiner Zeit in Bassum auf und behauptete, die Arbeit habe ihn glücklich gemacht. "Ich wohne zwar in Harpstedt, aber im Herzen bin ich ein Bassumer."

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