Reiten

Stradtmann krönt das perfekte Wochenende

Die Bedingungen waren perfekt - und die Lokalmatadoren trumpften auf. Aus Sicht des RFV Diek-Bassum hätte das eigene Turnier besser nicht laufen können. Uwe Stradtmann glänzte besonders.
24.09.2019, 14:42
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup

Enno Buschmann war aus dem Häuschen: „Besser hätte es nicht laufen können. Es war perfekt“, jubelte der Vorsitzende des RFV Diek-Bassum nach einem langen, aber erfolgreichen Turnierwochende auf der Anlage in Wiebusch. Buschmann hatte „ein richtig tolles Turnier“ erlebt: beste Bedingungen, starke Starterfelder, anspruchsvolle Prüfungen und viele, viele Zuschauer. „Besser geht es nicht“, strahlte er. Und auch sportlich lieferten die Gastgeber ab. Mit 36 Reitern trumpften sie schon zahlenmäßig auf, darüber hinaus fuhren sie insgesamt acht Siege ein und damit so viele wie kein anderer Klub.

Dem Bassumer Heimauftritt setzte Uwe Stradtmann die Krone auf. Er gewann mit der Dressurprüfung der Klasse S* den Höhepunkt des Turniers. Auf Feeling Good war er nicht zu schlagen, hatte am Ende mit 67,984 Prozentpunkten einen hauchdünnen Vorsprung auf Katrin Lohmann (RV Sottrum), die auf Lauderdale 67,946 Prozentpunkte einheimste. „Das war die Krönung für uns“, freute sich Buschmann. Glücklich war natürlich auch Stradtmann selbst. „Für mich war es ein tolles Wochenende. Feeling Good und ich sind ganz gut drauf momentan“, sagte er und lachte. Die Stute ist siebenjährig – und damit noch jung und entwicklungsfähig. Erst ein paar Prüfungen auf S-Niveau hat das Duo hinter sich. Nicht viel, aber die Resultate sind erstaunlich gut. „Der Sieg in Bassum war sicherlich etwas, mit dem weder der Besitzer noch ich gerechnet hatten. Das macht es natürlich umso schöner“, sagte Stradtmann, der fünf- bis sechsmal pro Woche mit Feeling Good trainiert. „Da geht es dann gar nicht immer darum, nur Lektionen zu pauken. Wenn man auf diesem Niveau reiten will, muss man auch die nötige Kraft haben.“ Die Aufgabe bei einer S-Dressur dauere rund sieben Minuten, dazu komme eine Vorbereitung von mindestens einer Dreiviertelstunde, bei einigen Duos eher eine Stunde – all das unter höchster Spannung und Konzentration.

Umso stolzer war Stradtmann deshalb, am Ende der Turniersaison noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt zu haben. „So ein Erfolg ist eine schöne Bestätigung für die Zeit und die Arbeit, die man investiert hat.“ Das zeigten auch die zahlreichen Schulterklopfer, die er von den Zuschauern erhielt. Sie alle kannten Stradtmann natürlich. Der hatte beim Heimturnier kurze Wege, konnte gleich fünf Pferde in verschiedenen Prüfungen ins Dressurviereck führen. „Wir mussten ja nur raus aus dem Stall und waren schon da“, verdeutlichte der Lokalmatador die Vorzüge eines Turniers vor Ort. Normalerweise sattelt er pro Wochenende höchstens drei Pferde. Bei einer Veranstaltung vor der Haus- beziehungsweise Stalltür sieht das anders aus. „Da ist alles entspannter.“ Diese Lockerheit spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: Mit F.B.I., Zando, Quintus Sertorius, Diamanda Dea und eben Feeling Good erreichte Stradtmann fünf Platzierungen und war der erfolgreichste Reiter des Turniers. „Das wird zwar nicht extra erwähnt, aber das hat jeder mitbekommen“, wusste Buschmann.

Der Vorsitzende richtete den Blick nicht nur auf Aushängeschild Stradtmann. Er freute sich auch über Erfolge im Springen, etwa durch Sina Stüwe und Henrik Sander. Schließlich stehen die Bassumer nicht unbedingt für eine erfolgreiche Springsparte. „Die Dressur hat bei uns eine lange Tradition. Aber wir versuchen, auch den Springsport aufzubauen. Im Moment sind wir sehr zufrieden, wie es läuft“, sagte Buschmann. Auch das passte also zum perfekten Wochenende.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+