Volleyball SV Dimhausen: Selbstbewusst und wachsam

Sechs Spiele bestreitet der Aufsteiger noch bis zum Ende der regulären Saison. Dabei liegt der Fokus voll auf dem Klassenerhalt – verstecken wollen sich die Dimhauserinnen aber keinesfalls.
09.01.2020, 13:10
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Dimhausen. Sie sind mittendrin – und das ist für die Volleyballerinnen des SV Dimhausen in der Landesliga definitiv eine gute Nachricht. Den Jahreswechsel erlebten sie auf dem fünften Platz. Bis zum Saisonende am 14. März will das Team um Trainer Jörg Menzel seine Position verteidigen. Von sich schieben kann der Aufsteiger die Abstiegsgefahr noch nicht, trotzdem gibt es für den SVD aber keinen Grund, allzu skeptisch in die Restrunde zu starten, die mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfL Wildeshausen beginnt.

Wenn Teamsprecherin Tomke Borchers auf die ersten elf Begegnungen zurückblickt, ordnet sie diese als „insgesamt schon zufriedenstellend“ ein. „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir das Mittelfeld erreichen wollen, und das haben wir bis jetzt geschafft.“ Dimhausen ist also auf Kurs, doch der SVD ist auch wachsam. Denn die Tabelle ist trügerisch: Lediglich der TuS Wremen 09 hat wie der Aufsteiger bereits elf Begegnungen absolviert. Der VfL Oythe III, Bremen 1860 III, die SG Beverstedt und der ATSV Scharmbeckstotel dagegen erst neun. Es wird also noch viel Bewegung ins Tableau kommen. Besonders interessant wird dabei sein, wie sich Beverstedt und Scharmbeckstotel schlagen. Denn beide Mannschaften sind mit zwei beziehungsweise drei Punkten Rückstand auf Dimhausen noch in Schlagdistanz. Läuft es unglücklich für den SVD, findet er sich in der Abstiegszone wieder. Zwei Mannschaften müssen die Liga am Ende der Saison direkt verlassen, ein Team kann sich über die Relegation retten. „Wir haben die Situation im Blick. Wir möchten natürlich direkt den Klassenerhalt schaffen“, will Borchers ein Zitterspiel möglichst umgehen.

Sieben Mal über die volle Distanz

Dafür müssen die Dimhauserinnen noch ein paar Punkte sammeln. „Zwei bis drei Siege“ erhoffen sich Borchers und Co. noch. Vor allem gegen Beverstedt und Wremen soll Zählbares her. Dann am besten dreifach. Die volle Punktausbeute fuhr der Aufsteiger lediglich einmal ein. Dreimal dagegen setzte er sich in fünf Sätzen durch. Ohnehin standen Spiele über die volle Distanz bislang an der Tagesordnung: Sieben Mal war das der Fall. „In der Häufigkeit habe ich das auch noch nicht erlebt“, wundert sich Borchers. Immerhin sammelte der SVD auf diese Art und Weise selbst bei Niederlagen noch vier Punkte, die noch wichtig werden könnten. Die engen Spiele zeigen zweierlei: Zum einen spielt Dimhausen mit vielen Teams auf Augenhöhe, zum anderen ist die Qualität der Landesliga deutlich höher als die der Bezirksliga. „Die Gegner stellen sich viel schneller auf unser Spiel ein. Deshalb müssen auch wir unser Spiel häufiger umstellen und flexibler angreifen.“

Anderthalb Wochen Pause gönnten sich die Dimhauserinnen nach dem 0:3 in Oythe, dem letzten Punktspiel des Vorjahres. Die spielfreie Zeit nutzten sie auch selbst zu einem Zwischenfazit. „Wir haben in einer Mannschaftssitzung darüber gesprochen, was gut läuft und wo es noch hapert“, erläutert Borchers. Als Schwachstelle machte das Team die Annahme aus. „Daran arbeiten wir“, erzählt die Teamsprecherin. Auf der anderen Seite sind die Aufsteigerinnen in der Lage, über ihre Aufschläge viel Druck zu erzeugen und es ihren Kontrahentinen schwer zu machen, in den Ballwechsel zu kommen. „Das tut unserem ganzen Spiel natürlich gut.“ Ebenfalls im Fokus: der Teamgeist. „Wir geben nie auf und sind schon einige Male nach Rückständen noch zurückgekommen“, freut sich Borchers. Der beste Beleg für diese Aussage war wohl der 3:2-Erfolg beim TSV Fischerhude-Quelkhorn, als der SVD ein 0:2 noch umbog.

Genau diese Kämpfermentalität werden die Dimhauserinnen auch in den verbleibenden sechs Partien benötigen, um sich ohne Umwege den Klassenerhalt zu sichern. Die erste Hürde ist dabei direkt eine der höchsten: Wildeshausen ist ein Top-Team der Landesliga. „Die Stammsechs hat höherklassig Erfahrung. Das merkt man natürlich. Wenn alle da sind, wird es schwer für uns.“ Verstecken will sich der Aufsteiger, der das Hinspiel in eigener Halle 1:3 verlor, allerdings nicht. Dieses Selbstbewusstsein hat er sich in den ersten elf Begegnungen erarbeitet.

Weitere Informationen

Der Spielplan bis zum Saisonende

11. Januar: VfL Wildeshausen - SV Dimhausen

25. Januar: SG Beverstedt - SV Dimhausen

9. Feburar: SV Dimhausen - TV Eiche Horn Bremen III, SV Dimahusen - VfL Oythe III

29. Februar: TuS Wremen 09 - SV Dimhausen

14. März: Bremen 1860 III - SV Dimhausen

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