Tag der Regionen

Regionale Produkte kennenlernen

Coronabedingt musste der Kartoffelmarkt in Bassum in diesem Jahr ausfallen. Der diesjährige Tag der Regionen wurde deshalb dezentral gefeiert. An zwölf Stationen waren regionale Spezialitäten zu entdecken.
27.09.2020, 18:10
Lesedauer: 3 Min
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Von Peter Cordes
Regionale Produkte kennenlernen

Im Naturbad informierte der Förderverein über seine Pläne und Marlies Muß fertigte Kränze

Michael Braunschädel

Bassum. Der Tag der Regionen findet in diesem Jahr bundesweit bis zum 11. Oktober statt. In Bassum machte sich dieser Tag in den Vorjahren auf dem Freudenburggelände als Kartoffelfest einen Namen. Wegen der außergewöhnlichen Voraussetzungen meisterte man am Sonntag als erste Veranstaltung im Landkreis Diepholz den diesjährigen Bassumer Tag der Regionen nun mit großer Kreativität und unter Beachtung besonderer Hygiene- und Abstandsregeln.

Nicht zentral auf dem Freudenburggelände, sondern dezentral an zwölf über das Stadtgebiet verstreute Standorte wurde von mehr als 20 Akteuren auf die Wichtigkeit des regionalen Wirtschaftens hingewiesen. „Das als Kartoffelfest bekannte Event der Vorjahre hatte Marktcharakter, eine Eigenschaft, die in diesem Jahr hygienebedingt fehlen muss“, erklärte Susanne Vogelberg, neben Reinhild Olma und Mara Schierenbeck im Bassumer Rathaus zuständig für die Mitorganisation und Bewerbung der Veranstaltung, den Grund für die unterschiedlichen Einsatzstellen. Das unter dem Motto „Klimaschutz, durch kurze Wege“ stehende Angebot an die Besucher, nicht nur die Möglichkeit die hiesige Region neu zu entdecken, sondern regionales Handeln und gute Nachbarschaft zu erleben und zu genießen, wurde von einer Vielzahl von Menschen gerne angenommen.

Die sonntägliche Einleitung bildete gestern der von Pastor Wiardus Straatmann und dem Posaunenchor zelebrierte Gottesdienst, nicht wie geplant auf dem Stiftshügel als Open-Air-Gottesdienst, sondern vom Wetter diktiert, in der Stiftskirche. Lektor Fritz Tolkmitt aus Nordwohlde predigte dabei als Besonderheit auf Platt. Er ging dabei auf die sehr hohe Messlatte der Ansprüche in unserer Gesellschaft ein und zog das Fazit, dass diese Denk- und Handlungsweise einen sehr hohen Preis hat.

Grußworte folgten von Bürgermeister Christian Porsch bevor sich das Orgelmärchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ als Lesung mit Musik anschloss. „Lange sei unklar gewesen, ob der heutige Tag der Regionen in Bassum überhaupt stattfinden kann. Heute freue ich mich, dass wir die Organisation dieses Tages in einer etwas anderen Form, nämlich dezentral, so gut umsetzen konnten, um die regionalen Produkte und Arbeitsweisen kennenzulernen“ so Porsch. Das weitere Geschehen spielte sich in der Bassumer Innenstadt und den Ortschaften Bramstedt, Henstedt, Neubruchhausen und Nordwohlde ab.

In Bassum präsentierten sich neben dem Gottesdienst auf dem Stiftshügel die Delmewerkstätten und der Förderverein Naturbad „Bassumer Bäder“ mit der Seniorenberatungsstelle, die Bäckerei M. Meyer und die Kunsthandwerkerinnen Birgit Pfeil-Seidel und Marlies Muß. In Bramstedt tischten der Biolandhof Steding und Klaus Ritterhoff auf. Der Ferienhof Pankalla öffnete seine Tore in Neubruchhausen. Dort konnten sich Besucher im Bauerngolf üben. Am auch dort untergebrachten Stand des Waldpädagogikzentrums Hahnhorst brachten einige der jüngeren Gäste ihre Spürnasen als Detektive ein. Mit Kunsthandwerken als dekorative Holzobjekte für Haus und Garten oder auch Floristikkombinationen glänzten zudem Elke Hoffmann und Kerstin Wecky. Ebenfalls in Neubruchhausen unterbreiteten die Tischlerei und die Imkerei Schrader ihre Angebote.

Die Nordwohlder Angebote umfassten den Hombach-Hof, der erstmals dabei war, den Erdbeerhof Nüstedt, wo frisch geerntetes Obst und Gemüse lockten, und die Kartenmanufaktur Tara Frese. Wer alle Angebote des Tages bestaunen wollte und zwischendurch hungrig wurde, konnte sich an vielen kleinen Besonderheiten, die an fast allen Haltepunkten bereitlagen, laben oder auch im Hotel Restaurant Brokate, Stövers Landgasthaus oder dem Hotel Gasthaus zur Post mit Leckereien stärken.

Neu im diesjährigen Programmangebot war der „Förderverein Naturbad“. Nach der noch jungen Neugründung gaben die Vereinsmitglieder auf dem Naturbadgelände erste Informationen zu geplanten Umbaumaßnahmen im Naturbad preis. An einer Karte erläuterte Jens Diedrich die Planungen. „Es geht nicht alles auf einmal, aber eines ist sicher, im kommenden Jahr öffnen sich die Türen des Bades und das Wasser wird sogar beheizt sein“, versprach Diedrich.

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