Tierpark Petermoor Vorsicht, Nandu kreuzt den Weg

Der Förderverein des Tierparks Petermoor hat mit Tierfiguren einen Kreisel aufgehübscht
01.12.2021, 13:43
Lesedauer: 2 Min
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Vorsicht, Nandu kreuzt den Weg
Von Micha Bustian

Bassum. Wer von Syke kommend nach Bassum hineinfährt, wird es bereits bemerkt haben: Der erste Kreisel an der Syker Straße hat eine optische Auffrischung erhalten. Dort bestimmen nun Hinweise auf den Tierpark Petermoor die Optik. An jeder Einbiegung hat ein Tier aus Metall eine neue Heimat gefunden: ein Nandu, ein Schaf, ein Katta und ein Lama. Nicht irgendein Lama. "Lama Rudi", klärte Bassums Bürgermeister Christian Porsch auf. „Der hat hier schon Kultcharakter.“

Die Idee, das verriet der Verwaltungs-Chef der Lindenstadt, sei bereits vor einem Jahr entstanden, bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Tierpark Petermoor. Tagesordnungspunkt: Verschiedenes. Jörg Plaumann und seine Ehefrau Anja, direkte Anwohner des Kreisverkehrs an der Syker Straße, wiesen damals darauf hin, dass in Walsrode an vielen Kreiseln auf den örtlichen Vogelpark aufmerksam gemacht werde. Warum also sollte Bassum nicht auf solchen Flächen für seinen Tierpark werben?

Susanne Vogelberg, Tourismus-Fachfrau der Bassumer Stadtverwaltung, nahm diese Idee auf und entwickelte sie weiter. Schon vorher wurde darüber diskutiert, wie Sehenswürdigkeiten in der Lindenstadt ausgeschildert werden könnten. Ein Vorschlag: Wegweiser an der Bundesstraße 51. Jetzt kommen die Tiersilhouetten im Kreisel dazu. „Eine tolle Idee“, findet Christian Porsch. Obgleich er das Innenleben des besagten Kreisels „auch vorher schon sehr schön“ fand.

Also ging es an die Umsetzung. „Ein bisschen was Exotisches“, sollte laut Petermoor-Tierpflegerin Carolin Meineke dabei sein. Aber auch „etwas mit Heimatbezug“. Schließlich einigte man sich auf Schaf, Katta, Nandu und Lama. Verzeihung: Lama Rudi. Die Firma Buth laserte die Tiersilhouetten aus Stahl, die Firma Gunsemann setzte die Verankerungen am Kreisel. Susanne Vogelberg stimmte das Projekt mit dem Landkreis Diepholz ab. „Da gibt es Vorgaben wegen der Größe.“ Es dauerte dann noch ein wenig. Erst kam der bestellte Stahl coronabedingt nicht an, dann gab es in den beteiligten Firmen Krankheitsfälle.

Nun aber stehen sie dort, die Metalltiere, schick im Rost-Look. Ein Anblick, an den sich Christian Porsch erst einmal gewöhnen musste. „Ich habe zuerst gedacht, das müsste noch bunt gemacht werden“, gab er zu. Ihm sei aber glaubhaft versichert worden, dass zu viel Farbe die Autofahrer ablenke und dass die Rost-Optik heutzutage hochmodern sei.

Doch es soll nicht bei den Tiersilhouetten bleiben. Grünpfleger Uwe Hocke hat den Auftrag erhalten, sich um den Rest des Kreisverkehrs zu kümmern. Außen herum, also zwischen Rosttieren und Straßenbelag, wird er Bodendecker pflanzen. Für die Mitte ist eine Blumenwiese geplant. Ein- bis zweijährige Blüher sollen dort, zwischen Katta und Lama, zwischen Schaf und Nandu, ihre Heimat finden. „Von Frühjahr bis Spätherbst soll es dort blühen“, versprach Hocke. „Das wird toll aussehen.“ An welche Blumen er denkt, verrät er nicht. „Das wird eine Überraschung.“ Marc Schumacher vom Förderverein des Tierparks gefällt der Vorschlag mit der Blühwiese. „Gerade auch wegen der Bienen“, die sich dort bedienen könnten.

Die Kosten von insgesamt gut 2000 Euro teilen sich der Förderverein und die Stadtverwaltung. Susanne Vogelberg hofft, dass die Tiersilhouetten nur ein Anfang sind. Auf dem Kreisel, der Syker Straße und Bremer Straße verbindet, habe der Bauhof bereits Bodendecker gepflanzt, an der Straße Lange Wand indes sei noch nichts geplant. Aber es gebe ja noch einige Sehenswürdigkeiten in Bassum, auf die es hinzuweisen lohne. Christian Porsch indes freut sich über die Fertigstellung dieses Projektes. „Das war so richtig in meinem Sinne“, sagte er. „Es haben viele daran mitgewirkt, und es ist etwas Tolles dabei herausgekommen.“

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