Kurs mit neun Teilnehmern VHS zeigt Möglichkeiten der GPS-Navigation im Outdoorbereich

Bernd Batke aus Weyhe bot am Sonnabend in Bassum den VHS-Workshop „GPS Navigation im Outdoorbereich“ an. Dass daran ein großes Interesse besteht, haben ihm die Anmeldungen schon bei früheren Kursen gezeigt.
17.10.2021, 17:10
Lesedauer: 3 Min
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Von Peter Cordes

Bassum. Für die Urlaubsplanungen war es einer Vielzahl von Menschen im Schatten der Corona-Pandemie wichtig, der Sache ihren Respekt zu zollen und einer weltweiten Ausbreitung entgegenzuwirken. Nicht immer lockten der Flieger und weit entfernte Länder als Urlaubsziel, sondern die Nähe wurde gesucht – zu Fuß, per Fahrrad oder auch in Kombination von Auto und Fahrrad als Versuch zur Vermeidung der Virenverbreitung.

Fast automatisch kommt da der Gedanke nach schönen Wander- oder Fahrradstrecken auf den Plan. Einer, der dank der Unterstützung durch die heute mögliche GPS-Navigation im Outdoorbereich per App viele dieser Strecken kennt, ist Bernd Batke aus Weyhe. Als Dozent der Volkshochschule (VHS) im Landkreis Diepholz bot er am vergangenen Sonnabend in den Räumen der VHS Bassum, gleich neben der dortigen Oberschule, den Workshop „GPS Navigation im Outdoorbereich“ an. Dass ein großes Interesse bei den Menschen besteht, haben ihm die Anmeldungen schon bei ähnlichen Kursen in Brinkum und Kirchweyhe aufgezeigt.

Genaue Standortbestimmung

„Aus speziellen Fahrradwegtouren eine geeignete auswählen und sich dann via Smartphone navigieren lassen, diesen Service bieten einige Navigationsapps und viele davon sind sogar kostenlos“, berichtete Bernd Batke in seiner Bassumer Workshoperöffnung. „Ähnlich wie die klassischen Navigationsgeräte, arbeiten auch die Apps mit GPS, dem Global Positioning System. Mithilfe von GPS lässt sich ein Standort oft bis auf weniger als zehn Meter genau bestimmen. GPS-fähige Geräte erhalten ihre Daten über ein Satellitensystem und funktionieren daher ohne Internetverbindung und auch in abgeschiedenen Regionen. Entsprechende Apps seien mittlerweile beliebt und etabliert“, erklärt Batke weiter.

Der Handel verfügt noch nicht so lange über die klassischen GPS-Geräte. Die eingesetzte Technik fand ihre Anfänge zum Ende des 20. Jahrhunderts und dank der zügigen Entwicklungsfortschritte gibt es seit 2016 insgesamt 30 funktionsfähige Satelliten, die für das GPS-System kreisen. Für Bernd Batke gehören zu den wesentlichen Vorteilen der Navigation mit GPS, dass die Länge der geplanten Strecke exakt planbar und vorab bekannt ist und GPS gerade in komplexen Wegenetzen eine wichtige Orientierungshilfe bietet. In Notfällen kann der Standort bestimmt und Rettungskräften durchgegeben werden. Für Batke bedeutet die relativ leichte Handhabung im GPS-Bereich eine absolute Steigerung der Verkehrssicherheit.

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die Aufmerksamkeit der neun Teilnehmer in der VHS Bassum war mit Beginn des Workshops voll da und fand seine Höhepunkte, als es mit den Geräten in die freie Natur ging. Während der insgesamt zwei Unterrichtstage konnte man sich umfangreich informieren, ausprobieren und Fragen stellen. Die von Bernd Batke gesetzten Schwerpunkte gaben Antworten auch darauf, wie eine satellitengestützte digitale Navigation funktioniert, was an der Outdoornavigation so besonders ist und warum die Tourenplanung so wichtig ist. Internetbasierende PC-Tourenportale und Planungssoftware sowie die Kartenvielfalt und die wirklich benötigten Karten zum Navigieren mit dem Smartphone und klassischen Navigationsgeräten stellte Batke vor.

Einer der Kursteilnehmer war Clemens Langeland aus Bassum. „Als passiver Altersteilzeitler habe ich den Wunsch, mich zu bewegen. In Kombination mit Auto und Fahrrad möchte ich viele Touren planen und letztlich auch abradeln. Heute habe ich gerne die Möglichkeit ergriffen, um mir alles vom Fachmann aufzeigen zu lassen“, so Langeland. Auch bei Hildegard Marquardt und Johannes Meyer aus Sulingen war der Eifer ähnlich. „Gleich beim Eintritt in die Rente belohnte mich meine Tochter mit einem GPS-Gerät. Beide sind wir GPS-Neulinge, haben aber sehr großes Interesse, gesteckte Ziele mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen“, erklären beide gemeinsam. „Auch die Möglichkeit des Geocaching hat mich neugierig gemacht“, sagte Johannes Meyer ergänzend.

Eine Frage nach der persönlich besten Gerätevariation stand bei den Kursteilnehmern im Vordergrund. „Ob nun mit Smartphone, iPhone oder einem der vielen auf dem Markt befindlichen GPS-Geräten – wenn ein Nutzungsinteresse vorhanden ist, muss jeder für sich die Vor- und Nachteile der Gerätschaften abwägen und selbst entscheiden, welches der Angebote den größten Teil der eigenen Anforderungen erfüllt“, so Bernd Batke, die Qual der Wahl an die Kursteilnehmer abschließend zurückgebend.

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