Volleyball Volleyball: Das Ende des Jahres – und dann?

Bis Ende des Jahres ruht der Spielbetrieb im Volleyball. Doch wie geht es dann weiter? Einfachrunde, Saisonverlängerung? Beim SV Dimhausen wartet man gespannt auf die Entscheidungen des Verbands.
10.11.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) ist ein Verband der schnellen Entscheidungen. Als es darum ging, wie es mit Beginn des November-Lockdowns weitergehen soll, machten die Verantwortlichen aus dem Präsidium sowie die Regionsvorsitzenden und die Ressortleiter zügig Nägel mit Köpfen und entschieden, den Spielbetrieb bis zum Jahresende ruhen zu lassen.

Dass es die richtige Entscheidung war, die Pause direkt bis zum Jahresende zu verlängern, daran zweifelt im Lager des SV Dimhausen niemand. „Das ist die beste Lösung“, sagt Kristin Claus. Sie leitet nicht nur die Volleyballsparte, sondern steht auch bei der ersten Damenmannschaft auf dem Feld. Mit ihrem Landesliga-Team wären der November und der Dezember besonders intensiv gewesen: Sieben Spiele hätte der SVD bestreiten sollen – mehr als die Hälfte der insgesamt 13 Saisonbegegnungen also.

„Auf diese Wochen hatten wir uns sehr gefreut“, sagt Claus. Schließlich waren sie und ihre Mitspielerinnen bereits mittendrin in einer längeren Pflichtspielpause: Nach drei Ligapartien und der erfolgreichen Qualifikation für das Verbandspokalfinalturnier im September war der Oktober komplett frei. Nun wird die volleyballfreie Zeit noch einmal verlängert. Vor allem das Training vermissten sie und ihre Mitspieler, sagt Claus. „Dass wir uns zwei Mal pro Woche sehen, fehlt total.“ Da geht es den Dimhauserinnen nicht anders als den vielen anderen Mannschaftssportlern, die sich ebenfalls nur privat fit halten können. „Wir sind da in unserer Whatsapp-Gruppe sehr aktiv und posten unsere Ergebnisse“, halten sich die SVD-Akteurinnen gegenseitig informiert und bei Laune. Der Sport kommt in der Zwangspause nicht zu kurz. „Sonst müssten wir noch härter trainieren, wenn es wieder erlaubt ist“, weiß Claus.

Januar? Februar? Oder erst März?

Genau das ist der Knackpunkt. Wann geht es wieder los? „Das kann, glaube ich, niemand im Moment richtig sagen“, findet Jörg Menzel, Trainer der zweiten Dimhauser Damenmannschaft. Klappt es wirklich Anfang Januar? Wird es doch erst der Februar oder gar der März, der Monat also, in dem die Saison eigentlich enden sollte? Der NWVV hat angekündigt, im Dezember die Situation neu zu bewerten. Der Verbandsspielausschuss werde Szenarien für eine Rückkehr in den Spielbetrieb erarbeiten.

Doch was bedeutet ist denkbar? „Eine Idee wäre, nur die Hinrunde zu spielen“, bringt Claus eine Einfachrunde ins Spiel. In der Landesliga erscheint das durchaus sinnvoll: Sieben Partien insgesamt wären dann zu bestreiten, Dimhausen hat bereits drei absolviert. Der Terminkalender ist zu Beginn des Jahres ohnehin etwas dünner beim SVD: Pro Monat ist momentan nur eine Partie angesetzt. Da gäbe es also einige Möglichkeiten. Wobei das Verbandspokal-Turnier nicht vergessen werden sollte: Am 21. Februar soll die Endrunde in Nordwohlde steigen. „Es wäre extrem bitter, wenn wir darauf verzichten müssten“, weiß Claus.

Die Situation ist von Liga zu Liga, von Mannschaft zu Mannschaft verschieden. Die Dimhauser Zweite, die in der Kreisliga auf Punktejagd geht, spielt zunächst eine Vorrunde und dann – je nach Abschluss – eine Meister- oder eine Platzierungsrunde. „Ich hoffe, dass wir alle Spiele machen können“, sagt Menzel. Die Vorrunde umfasst insgesamt sechs Partien, im neuen Jahr sollen laut Plan fünf weitere folgen. Der Coach hat einige freie Kapazitäten in der Nordwohlder Halle bereits geblockt. Er will auf Nummer sicher gehen.

Flexibel agieren

Sicherlich sei eine gewisse Flexibilität erforderlich, um die Saison mit allen Spielen zu beenden. „Wir dürfen nicht zu kleinkariert denken: Man kann auch mal an einem Trainingstag spielen. Vielleicht kann dann eine zweite Mannschaft eines Vereins das Schiedsgericht stellen“, schlägt Menzel vor. Eine Einfachrunde hält auch er für möglich, „aber wir sind Sportler und wollen am liebsten alle Spiele durchziehen“, wirft er ein. Das solle erst einmal das Ziel sein. Womöglich müsse man auch über ein späteres Saisonende nachdenken. „Im März“, findet Menzel, „muss noch nicht Schluss sein. Wenn wir das Saisonende ein, zwei Monate nach hinten verschieben, vielleicht bis vor den Beginn der Sommerferien, wäre das nicht schlimm.“ Ob die Verbandsoffiziellen das genauso sehen, werden die Dimhauser wohl erst im Dezember erfahren.

Erst einmal blicken die Dimhauser allerdings auf die nahe Zukunft. Für diese formuliert Menzel einen Wunsch: „Es wäre toll, wenn wir im Dezember wieder trainieren können.“

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