Volleyball

Ohne Trainer, aber mit viel Optimismus

Dimhausens Volleyballerinnen wollen in ihrem zweiten Landesliga-Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben. In Eigenregie haben sie sich auf die Serie vorbereitet - und bereits das erste Ausrufezeichen gesetzt.
18.09.2020, 18:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Das zweite Jahr in der neuen Klasse, so heißt es im Sport, ist für einen Aufsteiger immer das schwierigste. Wenn das wirklich stimmt, dann steht den Volleyballerinnen des SV Dimhausen eine unangenehme Spielzeit in der Landesliga bevor. Dieses Gefühl teilt das Team allerdings nicht. Im Gegenteil: Auch dank einer äußerst gelungenen Generalprobe startet es voller Optimismus in die neue Serie, die direkt mit einem Heimspieltag beginnt. An diesem Sonnabend in Nordwohlde heißen die Gegner ab 15 Uhr VfL Wildeshausen und Emder Volleys II.

Bereits jetzt steht fest, dass die Saison eine besondere für die Dimhauserinnen wird. Denn einen Nachfolger für Trainer Jörg Menzel, der kürzertritt und sich nur noch auf die zweite Mannschaft des Vereins konzentriert, haben sie nicht gefunden. In Eigenregie hat sich das Team also auf die neue Serie vorbereitet – ein ungewohntes Gefühl. „Das ist natürlich schon etwas zeitaufwendiger“, sagt Kristin Schorling, Spielerin und Spartenleiterin. Ein riesige Umstellung sei es allerdings nicht gewesen: „Dafür spielen die meisten von uns schon lange genug Volleyball und haben in verschiedenen Vereinen Erfahrungen gesammelt.“

Der SVD hat erkannt: Es geht auch ohne Trainer. Sehr gut sogar: Denn mit dem Einzug in die Endrunde des Verbandspokals haben die Landkreisdiepholzerinnen kurz vor dem Beginn der Punktspiele bereits einen großen Erfolg gefeiert. Im Achimer Lahof setzten sie sich gegen den TSV Fischerhude-Quelkhorn und den MTV Stederdorf aus den Landesliga-Parallelstaffeln jeweils mit 3:1 durch. Das Besondere: Die Endrunde findet am 21. Februar in Nordwohlde statt. „Das gibt uns hoffentlich einen zusätzlichen Schub“, setzt Schorling darauf, dass sie und ihre Mitspielerinnen dieses Hochgefühl mit in die Punktspiele tragen können.

Eine wichtige Eigenschaft aus dem Turnier in Achim wird während der gesamten Spielzeit gefragt sein: Dimhausen muss sich während der Spiele auf neue Gegner einstellen. Das hat im Lahof gegen Stederdorf sehr gut funktioniert. Die zweite Mannschaft der Emder Volleys etwa „kennen wir überhaupt nicht“, verrät Schorling. Kein Wunder: Der Zusammenschluss der Volleyballgemeinschaft Emden mit Blau-Weiß Borssum ist schließlich ganz neu am Start. Ohnehin sind nur wenige Kontrahenten aus dem vergangenen Jahr geblieben: Wildeshausen zählt dazu, aber auch der Stützpunkt Bremen, der erneut außer Konkurrenz spielt. Alle anderen Kontrahenten sind neu. „Das ist spannend. Wir haben versucht, so viel wie möglich zu recherchieren. Aber es zeichnet eine gute Volleyballmannschaft auch aus, dass sie sich schnell auf einen Gegner einstellen kann. Das müssen wir jetzt ohne Trainer schaffen, aber das trauen wir uns zu“, ist Schorling optimistisch.

Die Dimhauserinnen, die auf Janna Sondermann verzichten müssen und dafür auf Birthe Soller bauen können, trauen sich zu, „dieses Jahr nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen“, wie die Spartenleiterin betont. „Wir wollen unsere Punkte frühzeitig an Land ziehen.“

Das Auftaktspiel gegen Wildeshausen wird direkt ein echter Gradmesser sein: „In der letzten Saison haben wir beide gegen sie verloren und auch keinen Punkt geholt. Jetzt wollen wir ihnen mindestens einen abknöpfen“, wollen Schorling und Co. gegen den Vorjahresvizemeister beweisen, dass sie einen Schritt weiter sind als noch in der vergangenen Serie und in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet haben.

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