Neujahrsempfang des Kreissportbundes Von Fördermitteln und Talentschulen

Als Kreissportbund-Vorsitzender hat Peter Schnabel nicht nur die Region im Blick, sondern auch das gesamte Land Niedersachsen. Dementsprechend ging er in seiner Rede auch auf die Politik ein.
14.01.2019, 15:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup

Langweilig wird es im Sport nie – kaum jemand weiß das so gut wie Peter Schnabel, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Diepholz und seit Jahrzehnten eine echte Instanz des sportlichen Lebens der Region. Und so gab der KSB-Chef beim Neujahrsempfang in Neubruchhausen nicht nur einen Überblick über das, was zurücklag, sondern auch über das, was das Jahr 2019 bringen wird. Dabei spielte besonders die Landespolitik eine Rolle, aber auch der Tag des Sports in Twistringen und Talentschulen.

Generell sieht Schnabel den Sport im Landkreis Diepholz auf einem guten Weg – auch weil die Unterstützung vonseiten des Landes Niedersachsen stimmt: Ende des vergangenen Jahres beschloss der Landtag ein Investitionsprogramm mit einem Volumen von 100 Millionen Euro für die Sportstätteninfrastruktur für die nächsten fünf Jahre. In Niedersachsen gebe es einige sanierungsbedürfte Sportanlagen, wusste Schnabel. Der Kreis Diepholz stehe gut da, doch zu tun gebe es immer etwas. Der KSB habe dementsprechend geeignete Maßnahmen seiner Vereine gemeldet, „sodass wir hoffnungsfroh sind, dass wieder eine uneingeschränkte Förderung des Sportstättenbaus möglich sein wird“.

Klar positioniert hat sich der Kreissportbund auch mit Blick auf das niedersächsische Sportfördergesetz. Der Förderbetrag von 31,5 Millionen Euro, den das Land dem Landessportbund zur Verfügung stellt, müsse angehoben werden – und zwar automatisch alle drei Jahre. „Damit soll verhindert werden, dass wir wie zuletzt 15 Jahre keine finanzielle Besserstellung erhalten haben“, erklärte Schnabel. Dass der Landtag bereits eine weitere Million Euro zur Verfügung gestellt habe, sei ein erster Schritt. „Aber wir erwarten noch etwas mehr, allein schon, um die Inflation aufzufangen.“ Er sei zuversichtlich, dass noch mehr passiere. Die Evaluation des Sportfördergesetzes, das seit dem Jahr 2013 in Kraft ist, werde wahrscheinlich im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen.

Ein Thema, das im ländlichen Raum eine wichtige Rolle einnehmen wird, ist die Talentförderung. Vereinbarungen zum Leistungssport seien zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Bundesinnenministerium bereits getroffen worden, aber auch zwischen dem Land Niedersachsen und dem Landessportbund. Um Talente möglichst frühzeitig zu erkennen und zu fördern, könnten sich Schulen als Talentschulen des Sports bei der Landesschulbehörde bewerben, berichtete Schnabel. In Zusammenarbeit mit Vereinen und Fachverbänden sollen Talentscouts für Sichtungen in die Schulen kommen. Der KSB wolle dieses Thema voranbringen, sagte der Vorsitzende, „zumal wir auf eine Tradition hervorragender Sportlerinnen und Sportler verweisen können, die in der Vergangenheit und Gegenwart Weltniveau darstellen“. Damit ist unter anderem Neele Eckhardt, Deutsche Meisterin im Dreisprung, gemeint. Eine Arbeitsgruppe habe sich bereits gebildet.

Als großen Erfolg bezeichnete Schnabel den vergangenen Tag des Sports in Sulingen. Dieses Jahr wird das Stelldichein der Vereine und Gruppen des Landkreises bekanntlich am 30. Juni in Twistringen stattfinden – und das vielleicht mit Unterstützung aus Landesmitteln. Der KSB bewirbt sich in Absprache mit dem Niedersächsischen Sportförderverein um Fördermittel in Höhe von 25 000 Euro. „Diese Mittel würden natürlich einiges erleichtern“, so Schnabel. Unabhängig davon seien die Planungen bereits angelaufen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+