TC Bassum

Damit es trocken bleibt

Die letzten Wochen der Außensaison nutzt der TC Bassum noch einmal, um sein Dach an der Industriestraße zu sanieren. Grund dafür: Es regnete immer wieder rein. Damit ist jetzt Schluss.
06.10.2020, 11:03
Lesedauer: 3 Min
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Damit es trocken bleibt
Von Tobias Denne
Damit es trocken bleibt

Istvan Albert (vorne) und Josef Polyak haben alle Hände voll zu tun, damit das Dach der Tennishalle wieder dicht ist.

Vasil Dinev

Bassum. Von draußen ist schon erkennen, dass sich an der Halle des TC Bassum einiges tut. Ein Gerüst steht seit Kurzem an der Halle, ein Kran ist ebenfalls vor Ort. Dennoch sind die Arbeiten, die vor einigen Tagen gestartet sind, erst innen sichtbar. Dort, wo sonst die Spieler um die Sätze kämpfen, stehen zwei Hubsteiger. Eine große Plane liegt auf den beiden Spielfeldern an der Industriestraße in Bassum. Denn: Das Dach der Tennishalle wird saniert. „Es hat schon durchgeregnet“, sagt TC-Sprecher Gerrit Windhorst über die Notwendigkeit.

Der Teppich soll übrigens auch noch weichen, allerdings erst im nächsten Jahr. Im Moment geht es darum, das Dach wieder dicht zu kriegen. Dafür wird von innen die Dämmung erneuert und die Handwerker schrauben neue Platten an die Balken. In wenigen Tagen geht es nach draußen auf das Dach. Das wird zunächst abgenommen und vollkommen saniert – Fotovoltaikanlage inklusive. Wenn im kommenden Jahr der Teppich ausgetauscht wird, die Wände gestrichen und die Sanitäranlagen erneuert werden, „dann haben wir es hier schick und schön“, freut sich Schriftführerin Stephanie Tamtalen, die den Überblick über die Sanierungsarbeiten behält. Wichtig war den Verantwortlichen, dass die Sanierung nicht zulasten der Mitglieder geschieht, sondern anders bewerkstelligt wird.

Also machte sich Tamtalen auf die Suche nach Investoren und fand über Umwege – „auch eine lange Geschichte“ – das Unternehmen Privates Institut aus Bayern. Das Unternehmen pachtet die rund 1500 Quadratmeter Dach für seine Fotovoltaikanlage, die den Strom direkt in das Netz einspeist, und erneuert im Gegenzug das Dach. Mit Förderungen des Landessportbundes und der Stadt Bassum sei das Projekt überhaupt erst finanzierbar, denn allein die Dachsanierung kostet rund 100 000 Euro. Im kommenden Jahr kommt noch mal ein sechsstelliger Betrag für die „Verschönerung“ dazu. „Es sieht im Moment so aus, als hätten wir noch etwas über“, sagt Windhorst. Tamtelen und Windhorst sind überzeugt, „das Projekt ist alternativlos“. Denn gerade eine Halle für den Tennissport zu haben, ist in der Region nicht mehr alltäglich. Viele Vereine, auch in der Umgebung, haben nur noch Außenplätze und könnten so nicht ganzjährig Tennis anbieten. Als der TC Bassum vor drei Jahren das Buchungssystem für die Halle umgestellte, zeigte sich, auch umliegende Vereine nutzen die Räumlichkeiten. „Wir haben einen guten Zulauf“, freut sich Windhorst. Und auch beim Nachwuchs sieht es nicht schlecht aus in Bassum.

Per Hubsteiger steht es an den richtigen Platz. Neue Dämmung und neue Platten sollen Wasser draußen und Wärme drinnen halten.

Per Hubsteiger steht es an den richtigen Platz. Neue Dämmung und neue Platten sollen Wasser draußen und Wärme drinnen halten.

Foto: Vasil Dinev

„Tendenz steigend“, sagt Tamtelen. Die beiden merken, dass das Interesse zunimmt. Das liegt auch daran, dass der TC sich an einigen Aktionen wie der Ferienkiste und Kooperationen mit Schulen beteiligt. So lernen die Kinder früh das Tennisspielen und bleiben dabei. Derzeit sind zwischen 60 und 70 Kinder und Jugendliche im Verein aktiv.

Wenn Tamtelen und Windhorst auf die vergangenen Wochen und Monate blicken, dann „waren es relativ geringe Einschränkungen“ angesichts des Coronavirus. Sicher, am Anfang war die Halle zu und Doppel waren zu Beginn noch nicht erlaubt. „Wir haben einen Hygienebeauftragten, haben uns überlegt, wo wer hingeht, haben Schilder aufgehängt“, berichtet Tamtelen. Als Tennis wieder möglich war (gegen Ende Mai), kamen die Leute. „Sie haben richtig darauf gewartet“, erzählt sie. Windhorst bestätigt: „Das hat gut funktioniert.“ Was noch bestehen bleibt, auch angesichts der anstehenden Hallensaison, ist: Abstand halten und Kontaktliste führen.

Was nicht passt: Istvan Albert (rechts) und Josef Polyak müssen die Platten so schneiden, damit keine Lücken entstehen.

Was nicht passt: Istvan Albert (rechts) und Josef Polyak müssen die Platten so schneiden, damit keine Lücken entstehen.

Foto: Vasil Dinev

Wo wir auch wieder bei der Dachsanierung wären, denn die sollte zu Beginn der neuen Saison im Innenraum abgeschlossen sein. „Es war so geplant, die Sanierung in der Außensaison durchzuführen, damit wir keine Ausfallzeiten haben“, erzählt Tamtelen. Die Hallensaison startet Anfang Oktober, derzeit sieht es gut aus. Wie lange es dann draußen dauern wird, das wissen beide momentan nicht. Hängt ja auch mit der Witterung zusammen. Wann es angefangen hat, das wissen beide allerdings genau. Fast ein Jahr ist es her, dass die Planungen in der ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung der TC-Vereinsgeschichte vorgestellt wurden. Ein Dreivierteljahr zuvor war es mit den ersten Überlegungen losgegangen. Windhorst und Tamtelen freuen sich über die Zustimmung innerhalb des Vereins, denn, wie die Schriftführerin sagt: „Ohne die Mitglieder geht es nicht.“

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