Kreisverbandstag Weiterhin Hand in Hand

Die Leichtathleten der Region hängen an ihrem Sport. Das wurde beim Verbandstag in Neubruchhausen deutlich: Die Vereinsvertreter und der Vorstand diskutierten eifrig über das vergangene Jahr und die Zukunft.
25.11.2018, 14:11
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Bassum-Neubruchhausen. Die Leichtathleten des Kreisleichtathletikverbandes (KLV) Diepholz hängen an ihrem Sport. Das wurde einmal mehr beim Verbandstag in Neubruchhausen deutlich: Die Vereinsvertreter und der Vorstand diskutierten eifrig über das vergangene Jahr, aber vor allem über die Zukunft. Dabei stellte sich schnell heraus: Die Zusammenarbeit mit dem KLV Nienburg soll weitergehen. Und auch die meisten Termine für das neue Jahr stehen fest.

Das Verhältnis zwischen Diepholzern und Nienburgern ist in der Leichtathletik ein geschwisterliches, wobei die Rolle des größeren Bruders fraglos den Diepholzern zukommt. Der Sulinger Wilfried Becker, Chef der hiesigen Leichtathleten, verwies auf 1250 gemeldete Sportler. Zum Vergleich: Die Nienburger zählen 750 gemeldete Sportler. Bei den gemeinsamen Kreismeisterschaften profitieren die Nienburger von der Infrastruktur des hiesigen Verbandes und „den vielen engagierten Trainern“, wie Becker die zahlreichen Ehrenamtlichen lobte. Er betonte: „Was wir hier auf die Beine stellen können, das schafft der KLV Nienburg nicht.“ Das ist auch den Verantwortlichen des Nachbarkreises nicht verborgen geblieben: „Ich habe mit Björn Stolterforth gesprochen. Er zeigt sich begeistert von der Zusammenarbeit“, berichtete Becker von einem Gespräch mit dem Nienburger KLV-Vorsitzenden, der die Versammlung in Neubruchhausen erkrankt verpasste. Die Kooperation, die auf dem Verbandstag 2015 beschlossen wurde und 2016 offiziell begann, wird fortgesetzt. Dafür sprach sich die Versammlung einstimmig aus.

Mehr Gesprächsbedarf gab es da schon bei den Terminen für das kommende Jahr, einem der Kernpunkte der Versammlung. Abschließend wurden noch nicht alle Titelkämpfe genau angesetzt. Im Rahmen des Tags des Sports am 30. Juni in Twistringen könnten mit Unterstützung des Sportfördervereins Niedersachsen der Staffeltag stattfinden. Wie Peter Schnabel, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Diepholz, mitteilte, bemüht sich der KSB darum, den Tag des Sports auf Niedersachsen-Ebene zu veranstalten. Dafür gebe es Fördergelder von der Landesregierung. Was mit den Meisterschaften der U10- und U12-Athletinnen und Athleten im Jahr 2019 passiert, steht noch nicht fest. Auch die Mehrkampfmeisterschaften der U16- und U18-Sportler sind noch nicht vergeben.

Eine wichtige Rolle spielt weiterhin die Talentförderung. Sie funktioniert dank gut ausgebildeter Trainer sehr gut, was Aushängeschilder wie Anna-Lena Freese oder Neele Eckhardt zeigen. Und doch sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Das wird vor allem im Winter deutlich: Es fehlt an Hallenzeiten. Auch in der Leichtathletikhalle unter dem Weserstadion, so Klaus Lange vom FTSV Jahn Brinkum, komme man nicht unter. Die Zeiten seien komplett geblockt. „Wir können nur Sprungkraft, Koordination und Stabilität trainieren“, sagte er. Deshalb halte er die Ergebnisse des Vergleichswettkampfs der acht Kreisverbände des Bezirks Hannover auch kaum für aussagekräftig. „Mit Hannover können wir uns nicht messen“, wies er auf die großen infrastrukturellen Vorteile der Landeshauptstädter hin. Die Athleten der Kreise Hildesheim, Hannover-Stadt und Hannover-Land seien wesentlich besser aufgestellt. Es mache deshalb mehr Sinn, die Veranstaltung, die gerade erst über die Bühne ging, nicht erst im November, sondern Ende September durchzuziehen.

Für gute Platzierungen haben die Diepholzer, wie berichtet, dennoch gesorgt. Das zog sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene durch das komplette Jahr. Damit soll es auch 2019 weitergehen, unter anderem in mehreren neuen Startgemeinschaften, so etwa Brinkum/Asendorf in den Altersklassen der U14 bis U20, Brinkum/Asendorf/Friedrichsfehn bei der weiblichen U23 und den Frauen sowie Brinkum/Friedrichsfehn/Barßel für Senioren.

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