Bassumer Linde

Wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung

Ehre, wem Ehre gebührt. Als Bassumer Kulturforum haben Gudrun Lösche, Claus Ulbrich und Berthold Kollschen sechs Jahre Konzerte und Ausstellungen organisiert. Jetzt gab's dafür die Bassumer Linde.
31.08.2018, 09:41
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Von Peter Cordes
Wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung

Ausgezeichnet: Gudrun Lösche (von links), Claus Ulbrich und Berthjold Kollschen erhielten von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Luzia Moldenhauer die Bassumer Linde.

Michael Braunschädel

Bassum. And the winner is: das Bassumer Kulturforum. Die Bassumer SPD hat am Mittwochabend die Bassumer Linde an Gudrun Lösche, Claus Ulbrich und Berthold Kollschen verliehen. Im Innenhof des SPD-Domizils an der Bahnhofstraße wurde diese Auszeichnung bereits zum 24. Mal vergeben.

Die Freude über die Ehrung und die damit verbundene Anerkennung ihres Wirkens war den Dreien deutlich anzusehen. Sechs Jahre hatten Gudrun Lösche, Claus Ulbrich und Berthold Kollschen gemeinsam als Bassumer Kulturforum ehrenamtlich das Kulturprogramm für Bassum organisiert. Mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Bassumer SPD-Ortsvereins, Bärbel Ehrich, der Finanzverantwortlichen Katharina Mehlau sowie den Beisitzerinnen Dorit Schlemermeyer, Jonathan Kolschen und Jutta Neumann nahm die Vorsitzende Ortsvereinsvorsitzende der Bassumer Sozialdemokraten, Luzia Moldenhauer, die Ehrung feierlich vor.

Überreicht wurde die Anerkennung in Form einer Urkunde, die Luzia Moldenhauer zusammen in einem Umschlag mit einem Fördergeschenk an das Trio übergab. Der Lindenbaum wird erst gepflanzt, wenn von den Geehrten ein entsprechender Platz benannt worden ist. Moldenhauer würdigte damit den hohen ehrenamtlichen Einsatz von Lösche, Ulbrich und Kollschen, die in sechs Jahren intensiver Arbeit einen großen Reichtum an kulturellen Veranstaltungen für ein breites Spektrum an Menschen aus Bassum und umzu an verschiedenen Bassumer Veranstaltungsorten anboten. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur kulturellen und gesellschaftlichen Bildung, zum kommunikativen Austausch und zum geselligen Zusammentreffen von Menschen, der für das Miteinander in der Stadt Bassum von großer Bedeutung ist", so Luzia Moldenhauer.

„Viele Menschen fragten mich, ob nach sechsjähriger, enger Zusammenarbeit im Kulturforum etwas übrig bleibt. Heute kann ich die Frage, bezogen auf meine Mitstreiter, sicher beantworten. Wir haben uns schon einige Wochen nicht mehr gesehen, und ich habe mich auf den heutigen Abend sehr gefreut. Es war bei mir schon wie ein Entzug“, begann Gudrun Lösche lächelnd aus der abgelaufenen, gemeinsamen Zeit zu berichten.

„Wir fühlen uns heute sehr geehrt und freuen uns riesig über die Bassumer Linde. Unser Interesse, einen schönen Standort zu finden, ist groß, um das Wachstum zu beobachten und uns daran zu erfreuen. Auch möchten wir den uns immer treuen und überaus hilfsbereiten Hausmeister Herbert Lampe zumindest mit in das Fördergeschenk einbeziehen“, so Gudrun Lösche auch im Namen von ihren beiden Mitstreitern Claus Ulbrich und Berthold Kollschen. Die Beiden wurden dann auch schon ein wenig konkreter. „Natürlich haben wir schon mehrere Standorte für die Linde ins Auge gefasst. Unser Favorit ist das Grundstück der Grundschule an der Mittelstraße, ganz nah an der Kulturbühne. Das muss aber noch mit der Stadt Bassum und dem dortigen Hausmeister Herbert Lampe abgesprochen werden“, erzählten Ulbrich und Kollschen.

Im Jahr 1994 wurde von der SPD Bassum die erste Bassumer Linde überreicht. Die Idee hatte das SPD-Mitglied Axel Sonntag. Natürlich musste es auch eine Linde sein, denn durch die zahlreichen Linden entlang der Straßen kam die Stadt Bassum schließlich zu dem Titel "Lindenstadt". Auch im städtischen Wappen finden sich drei Lindenblätter wieder. So werden bis heute in jedem Jahr Organisationen und Gruppen aus den Bereichen Soziales, Kultur, Umwelt oder Bildung mit einem Lindenbaum geehrt. Bis zum Jahr 2018 konnte die Linde 23 Mal überreicht werden. Im Jahr 2006 wurde das Bäumchen zurückgehalten, weil der Arbeitgeber der zu ehrenden Gruppe seinen Mitarbeitern die Annahme des Preises untersagt hatte.

„Die Unterstützung durch die Stadt Bassum, mit Verwaltung und Politik, ist im kulturellen Bereich unbedingt erforderlich. Kulturarbeit ist ohne Subventionen nicht möglich. Dass es in Bassum in diesem Bereich so gut wie bisher weiterlaufen soll, daran ist die SPD überaus interessiert“, schloss Moldenhauer den Abend.

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