Feuerwehr Bramstedt

Die Zeit läuft

Den ersten Spatenstich haben die offiziellen Vertreter verpasst, denn seit einigen Wochen laufen die Arbeiten am neuen Feuerwehrhaus in Bramstedt. Aber sie kamen einmal zusammen und informierten über die Pläne.
14.10.2020, 17:09
Lesedauer: 3 Min
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Die Zeit läuft
Von Tobias Denne
Die Zeit läuft

Für den Neubau geht es nun in die heiße Phase. Ortsvorsteher Helmut Zurmühlen (von links), Bürgermeister Christian Porsch, Steffen Langhorst vom Hochbau, Erster Stadtrat Norbert Lyko, Ortsbrandmeister Marco Stöver und Stellvertreter Kai Krempig haben sich die Fortschritte mal angeschaut.

Michael Braunschädel

Bassum-Bramstedt. Weniger als ein Jahr. Im Sommer 2021 soll das neue Feuerwehrhaus in Bramstedt stehen. Ambitioniert. Aber mit Herausforderungen kennen sich die Feuerwehrmänner und -frauen natürlich aus und die Verwaltung der Stadt Bassum ebenso wie die Unternehmer. Dennoch: In Rekordzeit soll das Feuerwehrhaus an der Bassumer Straße hochgezogen werden, damit die Kameraden aus ihren derzeitigen Domizil ausziehen können. Denn die Nachmieter warten schon, das alte Gebäude steht nicht lange leer. „Es ist ein ambitionierter Zeitplan“, sagt Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko.

Zwar laufen die Arbeiten schon seit Mitte August, einen symbolischen ersten Spatenstich haben sich die Verantwortlichen allerdings nicht nehmen lassen. Dass es in Bramstedt eine neue Feuerwehr geben soll, das steht schon länger fest (wir berichteten). Im Zuge des Feuerwehrbedarfsplans wurden alle Ortswehren der Lindenstadt unter die Lupe genommen und geprüft. Bei nahezu allen wurden Mängel an den Gebäuden festgestellt – auch in Bramstedt. Daher entschied sich die Politik für einen Neubau. Kostenpunkt: 1,36 Millionen Euro. „Dann ist alles komplett fertig“, betont Lyko. Dazu gehören auch notwendige Wege und Anschlüsse.

Für die knapp 50 Bramstedter Kameraden und Kameradinnen wird das neue Haus ein paar hundert Meter weiter Richtung Syke vor allem eins sein: größer. 300 Quadratmeter, um genau zu sein. Das gesamte Gelände umfasst rund 6000 Quadratmeter. „Wir sind auf die Feuerwehr und deren Arbeit angewiesen“, sagt Bürgermeister Christian Porsch. Zwar kommen kaum neue Räume im Neubau hinzu, aber alles wird größer. So können sich demnächst etwa bis zu 75 Kameraden im Gruppenraum treffen. Hinzu kommen auch getrennte Duschen und eine Damenumkleide für die bislang acht Feuerwehrfrauen. Lyko versichert: „Es wird kein Prunkbau.“ Orientiert habe man sich – auch optisch – an dem Gebäude in Apelstedt, was ebenfalls „wirtschaftlich gebaut wurde“. Ab kommenden Sommer werden die Bramstedter mehr Parkplätze für die Einsatzwagen bekommen, ein größeres Materiallager, eine Werkstatt, Stellplätze für Anhänger, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Und trotzdem: „Man muss Voraussetzungen schaffen. In Bramstedt gibt es eine starke Kinder- und Jugendfeuerwehr und die sind die Zukunft“, weiß Ortsvorsteher Helmut Zurmühlen. Allein für die Kinderwehr gebe es eine Warteliste, wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Kai Krempig stolz erzählt. Derzeit sind 22 Kinder und 26 Jugendliche in der Wehr aktiv. Aber nicht nur beim Nachwuchs klopfen Interessierte. Die beiden Wohngebiete (Dorfstraße II und III) werfen ihre Schatten voraus. „Es melden sich viele Quereinsteiger. Die wohnen teilweise noch gar nicht hier, sind aber in der Feuerwehr und wollen hier gerne eintreten. Das macht natürlich Spaß“, freut sich Ortsbrandmeister Marco Stöver.

Wie bereits berichtet, wird das im Jahr 1980 gebaute Gebäude am Sportplatz so schnell wie möglich umgebaut. Denn ab Sommer 2022 werden dort Krippenkinder betreut. Bislang gibt es in Bramstedt eine Grundschule und einen Kindergarten. Durch die beiden Baugebiete werden nicht nur mehr Menschen Mitglied in der Feuerwehr, sondern brauchen auch einen Platz für die Lütten. „Wir wollen eine Win-win-Situation schaffen“, sagt Lyko über die Pläne, das alte Feuerwehrgebäude zu einer Krippe umzugestalten. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Nicht nur wird ein Bildungscampus – ähnlich zu dem in Neubruchhausen – geschaffen, sondern der Umbau ist günstiger als ein Neubau. „Das ist auch eine Kompromisslösung“, räumt Lyko ein. Natürlich sei abgewogen worden, ob doch ein neues Gebäude mehr bringe. Die Perspektive, alles auf einem Fleck zu haben, überwog.

Nachdem die Feuerwehr ausgezogen ist, geht es direkt an den Umbau des Gebäudes. Denn mit der Krippe sind auch Fördergelder verbunden, auf die die Stadt Bassum angewiesen ist. Sollte alles länger dauern, würde die Förderung verfallen und die Kommune müsste sich etwas anderes überlegen.

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