Straßensperrungen

Achtung: Baustelle

In den kommenden Wochen müssen sich Autofahrer in Bassum auf Behinderungen einstellen. Denn die Stadt und der OOWV packen gleich mehrere Baustellen an. Die größte betrifft auch die Grundschule Mittelstraße.
09.09.2020, 11:08
Lesedauer: 3 Min
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Achtung: Baustelle
Von Tobias Denne
Achtung: Baustelle

Wo alles beginnt: Die erste und gleichzeitig aufwendigste Baustelle wird die an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße im Bassumer Zentrum sein. Dort verlegt der OOWV neue Rohre. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember.

Vasil Dinev

Bassum. Keine Elterntaxis, Sicherheit für Radfahrer und Regenwasser in den Hombach – in den kommenden Wochen tut sich einiges im Bassumer Stadtgebiet. Den deutlichsten Unterschied werden die Bassumer an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße sehen. Das ist auch die größte Baustelle, die in der nächsten Zeit auf die Einwohner zukommen wird. Was nicht heißen soll, dass es die einzige sein wird. So müssen die Autofahrer am Bramstedter Kirchweg auf Höhe der Kartbahn mit Behinderungen rechnen und an der Fesenfelder Straße in Nordwohlde. Aber der Reihe nach.

Bassums Bauamtsleiter Martin Kreienhop betont: "Eigentlich hätten die Arbeiten vor zwei Monaten beginnen sollen." Nun wird es aber an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ab Montag, 21. September, ernst. Die Straße wird voll gesperrt. Wie bereits berichtet, soll der Mischwasserkanal aus dem Seiten- in den Straßeninnenraum verlegt werden. Außerdem erhalten die anliegenden Grundstücke kostenlos neue Übergabeschächte – "fehlende werden neu installiert, vorhandene ausgetauscht", betont Matthias Wittschieben vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). So verläuft derzeit der Kanal teilweise unter Privatbesitz, sodass bei Arbeiten auch mal Zäune zurückgebaut werden müssen. "Durch den neuen Verlauf wird das nicht mehr nötig sein. Der alte Kanal verbleibt in der Erde, wird aber verdämmt“, sagt Wittschieben.

Ersatzhaltestellen werden eingerichtet

Der Vorteil für die Stadt Bassum liegt auf der Hand. Denn dadurch, dass es eine Baustelle des OOWV ist, übernimmt der Verband die Kosten für die Arbeiten. "Von der Optik wird sich nichts ändern", weiß Kreienhop. Allerdings werden drei Kurzzeitparkplätze im Zuge der Baustelle eingerichtet, damit Eltern dort ihre Kinder, die in die Grundschule Mittelstraße gehen, absetzen können. "Wir wollen das mal ausprobieren", sagt der Bauamtsleiter. Für Eltern wichtig: Sie können ihre Kinder nicht mehr bei der Mittelstraße rauslassen, da die Schulbusse nun dort halten und so kein Platz mehr für Elterntaxis da ist. Stattdessen werden vier Ersatzhaltestellen für die Schüler eingerichtet und ein Schülerlotse nimmt zwischen 7 und 8.30 Uhr die Arbeit auf, damit die Lütten auch sicher ins Gebäude kommen, wie Hans-Jürgen Donner von der Bassumer Stadtverwaltung mitteilt. Für die Erstklässler und Vorschüler wird eine Haltestelle direkt an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße eingerichtet, die Zweitklässler müssen vom Rathaus aus laufen, die Schüler in der dritten Klasse vom Friedhof an der Eschenhäuser Straße und die Ältesten sollten sich den Weg vom Geschäft Schuh-Mann an der Sulinger Straße bis zur Mittelstraße merken. Das ist ein längeres Projekt", wie Kreienhop zugibt.

Aller guten Dinge sind drei

Während die Arbeiten an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße „uns bis in den Dezember begleiten“, kommt die Baustelle in Höhe der Kartbahn am Bramstedter Kirchweg ohne Vollsperrung aus. Anfang Oktober geht's damit los, dass der Radweg an der Einmündung verändert wird, um so die Sicherheit zu erhöhen. „Noch ist es kein Unfallschwerpunkt, aber wir wollen die Situation für Auto- und Radfahrer übersichtlicher gestalten“, erzählt Kreienhop über die rund 60 000 Euro teuren Arbeiten. Womöglich sei die „mal einen Tag gesperrt“, aber ansonsten sollten Rad- wie Autofahrer auch während der Arbeiten den Bramstedter Kirchweg und die Industriestraße befahren können.

Die dritte Baustelle im Bunde ist dagegen etwas außerhalb und betrifft vor allem die Menschen in Nordwohlde. Hier wird ebenfalls der OOWV aktiv. Ort des Geschehens ist ab die Fesenfelder Straße. Dort wird ebenfalls ein Kanal verlegt. Die Arbeiten haben dafür bereits begonnen, finden aber momentan auf privatem Grund statt, es wird ein Entwässerungskanal hergestellt. Wie Wittschieben mitteilt, liegt das daran, dass bisher das Regenwasser in Richtung einer Pferdeweide abläuft. Nun soll die „Ableitung von Niederschlags- und Oberflächenwasser aus dem Regenrückhaltebecken 'Tannenweg'“, in den Hombach erfolgen. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Straße zum Teil geöffnet werden müssen, anschließend wird sie mitsamt dem Gehweg bis zum Regenrückhaltebecken wiederhergestellt. Das passiert ab Oktober oder November, je nach Witterungslage. Wittschieben versichert: „Eine Straßensperrung wird notwendig sein, über deren Beginn, Dauer und Art die Anwohner natürlich rechtzeitig informiert werden.“

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