Handball

Zu hohe Fehlerquote

Die Enttäuschung war den Handballerinnen der HSG Phoenix nach der 22:28-Niederlage gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen förmlich anzusehen, und auch ihr Trainer Christoph Schweitzer wirkte niedergeschlagen.
18.02.2019, 12:15
Lesedauer: 2 Min
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Zu hohe Fehlerquote
Von Nastassja Nadolska
Zu hohe Fehlerquote

Keine schlechte Ausbeute und dennoch keine Siegerin: Lina Horstmann traf fünfmal, verlor mit der HSG Phoenix aber dennoch.

Jonas Kako

Die Enttäuschung war den Handballerinnen der HSG Phoenix nach dieser Landesliga-Partie förmlich anzusehen, und auch ihr Trainer Christoph Schweitzer wirkte etwas niedergeschlagen: „Es ist sehr unglücklich und schade. Die Mädels haben kein richtig schlechtes Spiel gezeigt. Leider waren wir in den entscheidenden Phasen zu fehlerhaft“, sagte der HSG-Coach nach der 22:28 (11:14)-Niederlage vor heimischer Kulisse gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen.

Im Vorfeld habe die Mannschaft einen positiven Eindruck hinterlassen. „Beim Einwerfen sah alles noch gut aus“, versicherte Schweitzer, der wusste, dass es keine einfache Aufgabe gegen die Gäste aus Drochtersen werden würde: „Uns war klar, dass die Mannschaft gewinnt, die die wenigstens Fehler macht.“ Doch die Gastgeber taten das Gegenteil und verfielen immer wieder in ihre alten Muster. Die Gäste erspielten sich innerhalb von fünf Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung (4:1). Ganz langsam kämpfte sich im Anschluss die Schweitzer-Sieben heran und traf in Minute 14 durch Lina Horstmann zum 6:6-Ausgleich. „Zu Beginn lagen wir schnell zurück, haben uns dann aber wieder zurückgekämpft“, berichtete der Phoenix-Coach.

Das Spiel drehen konnten die Gastgeberinnen aber nicht. Zu viele Chancen habe sein Team liegen gelassen, monierte Schweitzer. „Außerdem haben wir zahlreiche Siebenmeter verhauen, was der Gegner natürlich wesentlich besser machte.“

Das Team aus Drochtersen baute nach dem Ausgleich seinen Vorsprung wieder aus und bot den Gastgeberinnen nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Zudem kassierte Jaqueline Hanke eine Zwei-Minuten-Strafe, was die Situation der Gastgeber nicht eben besser machte. Auf der anderen Seite brillierten Drochtersens Julia Von Der Reith und Chantal Laskowski, die mit ihren insgesamt sieben Toren einen großen Anteil an der 14:11-Pausenführung hatten.

In Hälfte zwei wurde es für die Phoenix-Sieben nicht besser. Während Drochtersen vor dem Tor effizient agierte, funktionierte die Offensive der heimischen HSG nicht wie erhofft. „Unsere Chancenverwertung war einfach schlecht“, bestätigte Schweitzer. Mit einer offensiven und stabilen Abwehr wollte Phoenix es dem Gegner schwer machen. „Leider ist uns das gar nicht gelungen“, bedauerte der Übungsleiter.

Drochtersen lief den Gastgeberinnen davon. Zwischenzeitlich lagen die Gäste mit 21:14 in Führung. „Wir sind in der zweiten Hälfte nie mehr so richtig an sie herangekommen. Dazu sind einige Tore gefallen, die man auf jeden Fall hätte vermeiden können“, stellte Schweitzer, der am Ende eine bittere 22:28-Niederlage hinnehmen musste, fest. Eine Niederlage, die aus seiner Sicht etwas zu hoch ausgefallen ist. „Es war kein schlechtes Spiel von uns. Leider haben wir in manchen Phasen einfach zu fehlerhaft gespielt“, lautete das Fazit des HSG-Coaches.

Mit einem Sieg hätte Phoenix die Abstiegsränge verlassen können. Doch zittern muss das Team um Christoph Schweitzer noch nicht. „Unsere direkten Tabellennachbarn haben ihre Spiele gegen die Mannschaften aus dem oberen Bereich verloren. Das macht uns natürlich Mut, dennoch müssen wir jetzt langsam abliefern“, forderte Schweitzer. Denn in zwei Wochen folgt das Duell gegen den Ligadritten TuS Komet Arsten. „Möglicherweise ist der Druck gegen Arsten nicht so groß, weil wir als Außenseiter dorthin fahren. Vielleicht können wir ja etwas mitnehmen.“

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