Die Scheune in Bruchhausen-Vilsen Die Scheune Bruchhausen-Vilsen: Herzerfrischende Besinnlichkeit

Sie tun es. Trotz Coronavirus haben die Verantwortlichen des Internet-Kultur-Cafés Die Scheune in Bruchhausen-Vilsen ein Programm auf die Beine gestellt. Am 8. Oktober geht es los.
05.10.2021, 17:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Micha Bustian / abu

Bruchhausen-Vilsen. Es ist nicht einfach zurzeit für Kulturtreibende. Das gilt auch für Meina Fuchs. Die Inhaberin des Internet-Kultur-Cafés Die Scheune an der Brautstraße in Bruchhausen-Vilsen gibt sich allerdings kämpferisch. "Wir wollen nichts unversucht lassen und gerne dazu beitragen, das kulturelle Leben in unserem Ort wieder in Gang zu bringen", sagt sie. Deshalb hätten sie und ihre Mitstreiter "ein kleines Herbstprogramm zusammengestellt". Was es wann gibt?

8. Oktober, 20 Uhr: "Ick will was Feinet" heißt es an diesem Freitag bei der Hommage an Marlene-Dietrich. Sie war nicht nur "von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt", sondern auch eine passionierte Köchin. Sie verband laut Meina Fuchs "alle wichtigen Lebensabschnitte mit Kulinarischem". Darauf haben sich Sibylle Hellmann und Thomas Denker eingestellt und zeichnen mit Rezepten, Anekdoten und natürlich unvergesslichen Chansons Marlene Dietrichs Lebensweg nach. "Das Duo war bereits mit Werken von Kurt Tucholsky, Mascha Kaléko und französischen Chansons bei uns zu Gast", erinnert sich Meina Fuchs. Der Eintritt kostet 20 Euro, Anmeldung gehen unter Telefon 04242/9764444 an die Volkshochschule.

17. Oktober, 19.30 Uhr: Roadmovies und Selbstfindungstrips von Menschen, die älter als 40 Jahre sind, gehören nicht unbedingt zu den brandneuen Ideen, aber der Streifen "25 km/h" ist eine unterhaltsamere Variante dieses Genres, findet Meina Fuchs. Das mobile Kino Niedersachsen führt diesen Streifen mit den beiden Hauptdarstellern Lars Eidinger und Bjarne Mädel an besagtem Sonntag auf. Der Spiegel kommentiert: "Born To Be Mild." Zum Inhalt: Zwischen den Brüdern Georg und Christian herrschte lange Funkstille. Nach dem Tod ihres Vaters beschließen die beiden kurzerhand, die Mofa-Tour, die sie eigentlich schon als Jugendliche unternehmen wollten, nachzuholen – quer durch Deutschland. Anmeldungen nimmt die Scheune unter Telefon 04252/4851 entgegen.

24. Oktober, 19.30 Uhr: "Sol sayn gelebt" – das ist der Name eines kleinen Klezmerkonzerts in der Scheune, das der Kunst- und Kulturverein mit organisiert hat. Es musizieren drei Bremer, die sich seit vielen Jahren mit ganzer Leidenschaft dem Klezmer widmen und unter anderem mit der international bekannten Band Klezgoyim auftreten: Susanne Sasse (Akkordeon, Percussion), Ralf Stahn (Kontrabass) und Martin Kratzsch (Klarinetten) zeigen, wie sich beim Klezmer immer wieder die Lebensfreude durchsetzt. "Herzerfrischend" findet das Meina Fuchs. Für den Eintritt sind 15 Euro zu investieren. Anmeldungen sind unter Telefon 04252/4851 möglich.

4. November, 19 Uhr: An einem Donnerstagabend zeigen Manuela und Wolfgang Maaß einen Bildervortrag über Namibia. 3500 Kilometer sind die Beiden durch den Süden und Südwesten von Afrika gereist und zeigen nun viele Highlights aus Namibia, Botswana und Simbabwe: Windhoek, das Okavango-Delta und die Victoriafällen. Für fünf Euro Eintritt kann man teilhaben an abwechslungsreichen Landschaften und einer interessanten Tierwelt. Die Anmeldung geht in diesem Fall wieder an die VHS als Veranstalter: 04242/9764444.

19. November, 20 Uhr: Weihnachtliche Besinnlichkeit mal ganz anders: Die Autoren Mirjam Phillips, Ulrike Barow und Holger Wittschen – vom Kunst- und Kulturverein angelockt – lesen an diesem Freitag ihre eigenen Geschichten, die neue Bremer Weihnachtskrimi-Anthologie „Erst eins, dann zwei, dann Schrei, dann vier“ feiert Premiere. Unterstützt wird das Trio von Mathias Scharf, der Weihnachtslieder von fern und nah im neuen Gewand zu Gehör bringen wird. "Das swingt", schwärmt Meina Fuchs. Vom Eintritt, 16 Euro, geht je ein Euro als Spende an die Stiftung "Bremer Herzen". Eine Anmeldung unter Telefon 04252/4851 ist erwünscht.

Meina Fuchs bittet alle Interessierten darum, sich anzumelden – wegen der Corona-Bedingungen. "So können wir an der richtigen Sitzordnung tüfteln und die Besucher informieren, wenn denn doch alles ganz anders kommen sollte."

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